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Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an den späteren Eichenlaubträger Oberfeldwebel Rudolf Schlee

Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, verliehen an Oberfeldwebel Rudolf Schlee, datiert "Führerhauptquartier,den 23. Oktober 1941". Mit eigenhändiger Original-Tintenunterschrift der Führers und Reichskanzlers "Adolf Hitler". Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben, der Name des Beliehenen "Rudolf Schlee" in erhabenem Gold gehalten. Die Ritterkreuzmappe aus rotem Leder mit Gold geprägtem Hoheitsadler. Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung. Am rückseitigen unteren Rand mit Signatur "Frieda Thiersch". Die Verleihungsmappe hat minimale Altersspuren, die Ecken nur leicht bestoßen, der rote Halteriemen für das Pergamentblatt ist oben und unten gelöst, jedoch vollständig erhalten. Die Urkunde und Mappe in gutem Zustand.

Anbei in Fotokopie die Personalakten von Schlee aus dem Oberkommando des Heeres, Heerespersonalamt, letzte Eintragungen vom 8.8.1944 mit eingehender Beschreibung von Schlees Rolle bei der Niederschlagung des Aufstands vom 20. Juli 1944 mit dem Antrag seiner vorzugsweisen Beförderung zum Hauptmann.

Rudolf Schlee wurde am 10. November 1913 in Ludwigshafen geboren, er trat er am 5. April 1934 in die 5. Kompanie des Infanterieregiments 13 im württembergischen Ludwigsburg ein. Nach einer harten infanteristischen Grundausbildung wurde er am 1. Juni 1936 zum Unteroffizier befördert. Mit seinem Regiment nahm er am Westfeldzug teil und wurde innerhalb von nur drei Monaten mit den Eisernen Kreuzen II. und I. Klasse ausgezeichnet. Durch Abgabe des I. und II. Bataillons des Infanterieregiments 13 an die neu aufzustellende 4. Gebirgsdivision kam Rudolf Schlee zum Gebirgsjägerregiment 13. Als Zugführer in der 6. Kompanie nahm er am Jugoslawienfeldzug teil und marschierte in den nächsten Kriegsjahren mit seiner Division im Rahmen der Heeresgruppe Süd durch Südrussland bis hin zum Kaukasus und in den Kubanbrückenkopf. Beim Vormarsch seines Regiments auf Pultowzy gelang es ihm, durch umsichtige Führung seiner Männer die Einnahme der Stadt zu beschleunigen und die am Südrand stehenden schweren Waffen niederzukämpfen. Dafür wurde ihm am 23. Oktober 1941 das Ritterkreuz verliehen. Am 30. November 1941 wurde er nach einer schweren Verwundung in das Reserve-Lazarett Gulaj-Pole eingeliefert. Im Oktober 1942 wurde er zum Chef der 6. Kompanie ernannt, nur einen Tag später durch einen Granatsplitter an der linken Halsseite schwer verwundet. Infolge dieser Verwundung wurde er in das Gebirgs-Jäger-Ersatz-Bataillon II/98 versetzt. Am 6. April 1943 erfolgte die Verleihung des Eichenlaub zum Ritterkreuz für seine erneut bewiesene Tapferkeit bei den Kämpfen innerhalb der 4. Gebirgs-Divsion im Kuban Brückenkopf. Im August 1943 nach seiner Beförderung zum Leutnant wurde er Zugführer in der 4. Kompanie des Wach-Bataillons "Großdeutschland" in Berlin, mit dem er an der Niederschlagung des Putschversuches in Verbindung mit dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 beteiligt war. Am 20. Juli wurde er im Dienstzimmer von General Olbricht verhaftet. Es gelang ihm, sich aus dem Arrest zu befreiten und unter dem Kommando von Major Ernst Remer den Aufstand niederzuschlagen. Wenige Minuten nach Mitternacht wurden dann im Hof des Bendlerblocks Stauffenberg, Haeften, Olbricht und Mertz von Quirnheim durch das Wachbataillons unter dem Kommando von Schlee erschossen. Als Folge seiner Verdienste um die Niederschlagung des Aufstands vom 20. Juli 1944 erfolgte mit Wirkung zum 1.8.1944 seine vorzugsweise Beförderung zum Hauptmann.
Am 30. April 1945 geriet er bei Frankfurt an der Oder in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.

510603
25.000,00

Wehrmacht Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Theodor Graf v. Sponeck, Kommandeur Schützen-Regiment 11, zuletzt Generalmajor und Kommandeur der 90. leichten Afrika-Division

Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, verliehen an Oberst Theodor Graf v. Sponeck, datiert "Führerhauptquartier, den 12. September 1941". Mit original Tintenunterschrift der Führers und Reichskanzlers "Adolf Hitler". Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben in der frühen Ausführung in brauner "Sepia" Tinte. Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben, der Name des Beliehenen "Theodor Graf v. Sponeck" in erhabenem Gold gehalten. Die Ritterkreuzmappe aus rotem Leder mit Gold geprägtem Hoheitsadler. Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung. Am rückseitigen unteren Rand mit Signatur "Frieda Thiersch". Die Verleihungsmappe hat minimale Altersspuren, die Ecken nur leicht bestoßen, der rote Halteriemen für das Pergamentblatt ist unten gelöst, jedoch vollständig erhalten. Die Urkunde und Mappe in gutem Zustand, außen mit leichten Alters- und Lagerspuren, die Ecken leicht gestoßen. Zustand 2.

Karl Anton Theodor Graf von Sponeck (* 24. Januar 1896 in Offenburg; † 13. Juni 1982 in Heidenheim an der Brenz) war ein deutscher Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg sowie Kommandeur der 90. Afrika-Division, mit der er an der zweiten Schlacht von El Alamein teilnahm. Sponeck entstammte einer alten badischen Adelsfamilie. Er war der Sohn des Majors und Bezirksoffizier zu Mosbach Anton von Sponeck (1848–1905) und dessen Frau Therese, geborene Freiin von Cornberg (1854–1940). Hans von Sponeck (1888–1944), ebenfalls Generalleutnant der Wehrmacht, war einer seiner Cousins.Nach dem Besuch des Gymnasiums in Mosbach schlug er die Militärlaufbahn ein und begab sich 1912 in die Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde. Im Alter von 18 Jahren zum Leutnant ernannt, kämpfte er während des Ersten Weltkriegs an der West- und Ostfront. Für seine Leistungen erhielt er neben beiden Klassen des Eisernen Kreuzes das Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern, das Ritterkreuz II. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen mit Schwertern sowie das Verwundetenabzeichen in Schwarz.Nach Kriegsende nahm Sponeck im Januar 1920 mit dem Charakter als Oberleutnant seinen Abschied und trat zur Sicherheitspolizei über. Bereits im Mai desselben Jahres trat er in das Übergangsheer der Reichswehr ein und wurde zunächst im Reichswehr-Schützen-Regiment 113 verwendet. Bei der weiteren Verringerung der Streitkräfte kam Sponeck als Nachrichtenoffizier in das Infanterie-Regiment 14 in Konstanz. Dort blieb Sponeck fast zehn Jahre. 1925 wurde er Kompaniechef; am 1. April 1929 erfolgte seine Beförderung zum Hauptmann.Den Beginn des Zweiten Weltkriegs erlebt Sponeck während des Polenfeldzugs als Erster Generalstabsoffizier (Ia) des XV. (mot.) Armeekorps unter Hermann Hoth. Im März 1940 wurde er zum Oberst befördert und zum Kommandeur des Schützenregiments 11 ernannt, das der 9. Panzer-Division angehörte. Mit diesem nahm er am West- und am Balkanfeldzug teil. Aufgrund seines erfolgreichen Einsatzes im Feldzug gegen die Sowjetunion wurde er am 12. September 1941 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 1. November 1941 erlitt er beim Angriff auf Kursk einen Kniedurchschuss, was einen mehrmonatigen Genesungsurlaub zur Folge hatte. Im September 1942 wurde er nach Nordafrika versetzt, wo er anstelle des verwundeten Ulrich Kleemann die Führung der 90. leichten Afrika-Division übernahm und am 1. November zum Generalmajor befördert wurde.Während der zweiten Schlacht bei El Alamein im Oktober / November 1942 wurde Sponeck mit seiner Division immer wieder an den Brennpunkten erfolgreich eingesetzt, leitete aber auch den Rückzug in die Fukastellung bedacht und um das Wohl seiner Soldaten bemüht. Selbst die gegnerischen Heerführer, darunter Montgomery, würdigten Sponecks auffallend sorgevollen Umgang mit seinen Männern immer wieder. Am 11. Mai 1943 wurde er namentlich im Wehrmachtbericht ernannt:»Auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz haben sich die leichte Afrika-Division unter der Führung von Generalleutnant Graf Sponeck und die 15. Panzer-Division unter Führung von Generalmajor Borowietz besonders ausgezeichnet.« Am 12. Mai 1943 musste Sponeck mit den Resten seiner Division in Tunesien kapitulieren und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Kurz zuvor war er noch zum Generalleutnant befördert worden.Nach seiner Rückkehr im Jahre 1947 war er noch einige Zeit als Verkaufsleiter einer württembergischen Maschinenfabrik tätig und lebte bis zu seinem Lebensende auf Schloss Bächingen an der Brenz. Er verstarb im Alter von 86 Jahren im Krankenhaus Heidenheim.
510721

Wehrmacht Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Hans Christern, Kommandeur II./Panzer-Regiment Nr. 31

Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, verliehen an Major Hans Christern, datiert "Führerhauptquartier, den 31. Januar 1941". Mit original Tintenunterschrift der Führers und Reichskanzlers "Adolf Hitler". Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben in der frühen Ausführung in schwarzer Tinte (später wurde dann eine braune "Sepia" Tinte verwendet). Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben, der Name des Beliehenen "Hans Christern" in erhabenem Gold gehalten. Die Ritterkreuzmappe aus rotem Leder mit Gold geprägtem Hoheitsadler. Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung. Am rückseitigen unteren Rand mit Signatur "Frieda Thiersch". Die Verleihungsmappe hat minimale Altersspuren, die Ecken nur leicht bestoßen, der rote Halteriemen für das Pergamentblatt ist oben gelöst, jedoch vollständig erhalten. Die Urkunde und Mappe in gutem Zustand, außen mit leichten Alters- und Lagerspuren, die Ecken leicht gestoßen. Zustand 2.

Hans Christern (* 24. Januar 1900 in Lauenburg/Elbe; † 17. Juni 1966 in Georgenhof bei Oldenburg in Holstein) war deutscher Offizier, zuletzt Oberst im Zweiten Weltkrieg sowie letzter Befehlshaber der 7. Panzer-Division. Hans Christern in Lübeck auf.1917 wurde er Fahnenjunker im Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2 , 1918 Beförderung zum Leutnant. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Lübecker Hanseatenkreuz ausgezeichnet. Kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs wurde er schwer verwundet. Die Folgen der Verwundung führten 1921 zu seiner gesundheitsbedingten Entlassung aus der Reichswehr. Er wurde Landwirt auf Georgenhof, einem ehemaligen Meierhof des Gutes Putlos bei Oldenburg in Holstein (heute Teil des Truppenübungsplatzes Putlos).Auf Empfehlung von Heinrich Eberbach wurde er 1936 reaktiviert und kam als Hauptmann zunächst zur Panzer-Abwehr-Abteilung 12.Am 31. Januar 1941 wurde er als Major und Bataillonskommandeur II./Panzer-Regiment 35 für die Eroberung der Festung Maubeuge am 17.5.1940 beim Vormarsch in Frankreich mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. 1943 erfolgte seine Beförderung zum Oberst. Ab Mai 1944 war er Regimentskommandeur des Panzer-Regiments 35.Am 26. März 1945 übernahm Oberst Christern das Kommando der 7. Panzer-Division, nachdem Generalleutnant Karl Mauss wegen einer schweren Verletzung ausfiel. Um der sowjetischen Kriegsgefangenschaft zu entgehen, ergab sich die 7. Panzer-Division unter seinem Befehl am 8. Mai 1945 der britischen Armee in Schwerin.Nach dem Krieg war er wieder als Landwirt auf Georgenhof tätig. Er engagierte sich in der CDU, für die er bei der Bundestagswahl 1949 erfolglos als Wahlkreiskandidat antrat.
510705
20.000,00

Wehrmacht Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Ernst Dehner

Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, verliehen an Generalmajor Ernst Dehner, datiert "Führerhauptquartier, den 18. Oktober 1941". Mit Faksimile Tintenunterschrift der Führers und Reichskanzlers "Adolf Hitler". Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben, der Name des Beliehenen "Ernst Dehner" in erhabenem Gold gehalten. Die Ritterkreuzmappe aus rotem Leder mit Gold geprägtem Hoheitsadler. Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung. Am rückseitigen unteren Rand mit Signatur "Frieda Thiersch". Die Verleihungsmappe hat minimale Altersspuren, die Ecken nur leicht bestoßen, der rote Halteriemen für das Pergamentblatt ist oben gelöst, jedoch vollständig erhalten. Die Urkunde und Mappe in gutem Zustand, komplett mit dem original Filzstreifen zum Schutz der Goldschrift.

Dazu ein schönes Portraitfoto als Repro und als Fotokopien die umfangreicheMilitärische Personalakte Dehners, Ritterkreuzkarteikarte, Korrespondenz mit dem Bundesarchiv etc. .

Ernst Dehner (* 5. März 1889 in Hersbruck; † 13. September 1970 in Königstein im Taunus). Dehner trat am 1. Oktober 1908 als Einjährig-Freiwilliger der Bayerischen Armee bei und war im 14. Infanterie-Regiment „Hartmann“. Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs wurde Dehner an der Front im September 1914 verwundet. Ab 1915 war er Kompaniechef im 23. Reserve-Infanterie-Regiment. Ein Jahr später geriet er in französische Kriegsgefangenschaft, in der er sich vom 12. August 1916 bis zum 15. Dezember 1917 befand. Anschließend wurde er bis zum 8. August 1918 in der Schweiz interniert und kehrte schließlich nach Deutschland zurück. Am 22. März 1918 Beförderung zum Hauptmann. Nach 1918 Übernahme in die Reichswehr. Im Januar 1929 erfolgte seine Versetzung in den Stab der 6. Division im Wehrkreis VI. Dort wurde er am 1. Februar 1931 zum Major befördert. Im Jahr 1934 wurde er Kommandeur des 2. Bataillons des 18. Infanterie-Regiments und später des 2. Bataillon des Infanterie-Regimentes „Münster“. Im Juli 1934 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Zu Kriegsbeginn 1939 war Dehner (seit 1. Oktober 1936 Oberst) Kommandeur des Infanterie-Regiments 87.Am 1. Oktober 1940 erhielt Dehner seine Beförderung zum Generalmajor und erhielt am 22. November 1940 das Kommando über die neu aufgestellte 106. Infanterie-Division. Seine Division wurde bis Juni 1941 auf dem Truppenübungsplatz Wahn ausgebildet und anschließend der Heeresgruppe Mitte nach Smolensk in Mittelrussland zugeteilt. Dehner nahm mit seiner Division an der Doppelschlacht bei Wjasma und Brjansk teil, dem Angriff auf Moskau. Im Rahmen der Panzergruppe 4 erlebte er die Winterschlacht vor Moskau und die schweren Rückzugskämpfe. Ab Mai 1942 wurde die auf eine Kampfgruppe reduzierte 106. ID in Frankreich im Verband der 15. Armee aufgefrischt. Dort erhielt Ernst Dehner am 1. Oktober 1942 seine Beförderung zum Generalleutnant. Ab dem 6. November 1942 erhielt Ernst Dehner die Führung des LXXXII. Armeekorps und wurde am 1. Dezember 1942 zum General der Infanterie befördert. Mit Wirkung vom 15. Juli 1943 wurde er in den Südostraum versetzt und erhielt dort das Kommando über das LXIX. Reserve-Armeekorps in Kroatien, das er bis zum 31. März 1944 führte.Nach einiger Zeit in der Führerreserve wurde Ernst Dehner am 5. August 1944 als Nachfolger des Generals der Infanterie Theodor Geib, der am 30. Juli 1944 einem Anschlag französischer Partisanen zum Opfer gefallen war, an deren Folgen er am 26. November 1944 verstarb, zum Befehlshaber des Heeresgebietes Südfrankreich ernannt. Die kurz darauf beginnende Rückzugsbewegung der Wehrmacht aus dem südlichen und westlichen Frankreich organisierte Dehner maßgeblich mit. Per 17. November 1944 wurde seine Dienststelle formell aufgelöst und Dehner erneut in die Führerreserve versetzt. Ab dem 22. Januar 1945 wurde er noch als "General für Sonderaufträge" zur Heeresgruppe A versetzt, ohne jedoch noch größere Einsätze zu führen. Am 8. Mai 1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.Im Prozess Generäle in Südosteuropa (Geiselmord-Prozess) musste er sich für seine Rolle in Jugoslawien verantworten. Er wurde am 19. Februar 1948 zu sieben Jahren Haft verurteilt. Dehner wurde am 3. Februar 1951 zusammen mit 32 anderen Inhaftierten aus dem Kriegsverbrechergefängnis Landsberg entlassen.
510639
20.000,00

Luftwaffe Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Willi Dous, posthum befördert zum Hauptmann

Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, verliehen an Oberleutnant Willi Dous, datiert "Führerhauptquartier, den 5. Juli 1941". Mit original Tintenunterschrift der Führers und Reichskanzlers "Adolf Hitler". Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben in der frühen Ausführung in schwarzer Tinte (später wurde dann eine braune "Sepia" Tinte verwendet), der Name des Beliehenen "Willi Dous" in erhabenem Gold gehalten. Die Ritterkreuzmappe aus rotem Leder mit Gold geprägtem Hoheitsadler. Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung. Am rückseitigen unteren Rand mit Signatur "Frieda Thiersch". Der Rücken der Verleihungsmappe wurde von einem Buchbindemeister fachgerecht restauriert, leichte Altersspuren, die Ecken nur leicht bestoßen, der rote Halteriemen für das Pergamentblatt ist vollständig erhalten. Die Urkunde und Mappe in gutem Zustand, komplett mit dem original Filzstreifen zum Schutz der Goldschrift.
Dazu die große Beförderungsurkunde zum Hauptmann "mit Wirkung vom 1. September 1941" (posthume Beförderung), datiert Hauptquartier des Ob.d.L., den 24 August 1932, mit original Tintenunterschrift "Göring". Die Urkunde am rechten Rand gefaltet und etwas bestoßen, Zustand 2-.

Willi Dous geboren am 16.2.1916 in Passenheim/Ortelsburg, gefallen am 2.9.1941 bei Jarcevo/Sowjetunion,erhielt als Oberleutnant und Flugzeugführer im 8./Kampfgeschwader 3 "Lützow" am 5.7.1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Nr 2 Monate später ist er bereits in Russland gefallen.


510689

Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Unteroffizier Helmut Harth, Panzer-Regiment 21

Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, verliehen an Unteroffizier Helmut Harth, datiert "Führerhauptquartier,den 22. Januar 1943". Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben, der Name des Beliehenen "Rudolf Schlee" in erhabenem Gold gehalten. Die Urkunde ist eine der letzten von Frida Thiersch ausgelieferten Ritterkreuzmappen und ist nicht mehr unterschrieben worden. Die Ritterkreuzmappe aus rotem Leder mit Gold geprägtem Hoheitsadler. Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung. Am rückseitigen unteren Rand mit Signatur "Frieda Thiersch". Das doppelseitige Urkundenblatt hat auf dem Vorsatzblatt im oberen Bereich dunkle Flecken, die Flecken sind auf der Urkundenseite oben rechts leicht durchgeschlagen. Die Verleihungsmappe selbst war beschädigt , der Einband/Rücken wurde fachgerecht restauriert bzw. erneuert. Zustand 2-3.

Helmut Harth, geboren am 18.5.1917 in Berleburg/Wittgenstein, gestorben am 27.1992 in Schüllar/Bad Berleburg. Im Russlandfeldzug zuerst als Richtschütze eingesetzt, erhielt er am 4. Juli 1941 das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Als Unteroffizier und Panzerkommandant im  12./Panzer-Regiment 21 erhielt er am 22.1.1943 das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz für die Vernichtung einer feindlichen Batterie, südöstlich vor Toropez. Verleihung des Verwundetenabzeichen in Schwarz am 18.2.1943.  Er wurde später bis zum Oberfeldwebel befördert und hatte bis Kriegsende über 50 sowjetische Panzer vernichtet.


510631
15.000,00

Wehrmacht Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Leutnant Wilhelm Henz, zuletzt Hauptmann, gefallen in Stalingrad

Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, verliehen an Leutnant Wilhelm Henz, datiert "Führerhauptquartier, den 8. August 1941". Mit original Tintenunterschrift der Führers und Reichskanzlers "Adolf Hitler". Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben in der frühen Ausführung in brauner "Sepia" Tinte, der Name des Beliehenen "Wilhelm Heinz" in erhabenem Gold gehalten. Die Ritterkreuzmappe aus rotem Leder mit Gold geprägtem Hoheitsadler. Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung. Am rückseitigen unteren Rand mit Signatur "Frieda Thiersch". 
Die Ritterkreuzmappe war nach dem Krieg an die Wand aufgenagelt ! Der Rücken und die Löcher in der Verleihungsmappe wurde von einem Buchbindemeister fachgerecht restauriert, das Pergamentblatt weist am Rand noch die alten Löcher auf. Aufgrund der Beschädigung und Restaurierung der Mappe haben wir die Mappe deutlich unter dem üblichen Marktwert ausgepreist.

Dazu 2 original Fotos von Henz, ein Schnappschuss bei der Verleihung des Ritterkreuz sowie ei weiteres Portraitfoto mit dem frisch verliehenen Ritterkreuz.

Anbei die Ausgabe "Der Landser Nr. 289" - "Leutnant Willi Henz Polen, Frankreich und Stalingrad waren die Kriegsschauplätze, auf denen der spätere Bataillonskommandeur an den großen Schlachten de 2. Weltkrieges teilnahm.." . 

Wilhelm Henz, geboren am 1.10.1915, gefallen am 30.1.1943 in Stalingrad. Henz erhielt am 8. August als Leutnant und Führer der 2. Kompanie, Kradschützen-Bataillon 29 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Als Teil der 29. Infanterie-Division (mot.) nahm sein Kradschützenbataillon an der Schlacht von Stalingrad teil, wo er am 30.1.1943 gefallen ist.
510743

Große Verleihungsurkunde des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für den General der Infanterie Paul Laux

Es handelt sich hierbei nur um die einzelne Pergamenturkunde. Kalligrafisch in sepia-braun und Gold gestaltetem Verleihungstext "...verleihe ich dem General der Infanterie Paul Laux das Eichenlaub zum  Ritterkreuz... Führerhauptquartier, den 17. Mai 1943". Der Name des Beliehenen "Paul Laux". Die Urkunde wurde nicht mehr fertiggestellt, da General Laux am 29.8.1944 seinen Verwundungen erlegen ist. Daher fehlt die Tintenunterschrift der Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler sowie auch die Umschlagmappe, Maße 43,2 x 34,7 cm. Das Urkundenblatt leicht wellig, Zustand 2.
Die Urkunde war die Kriegsbeute eines US Soldaten 1945, der sie mit nach Hause genommen hat. Seit 1945 das erste Mal wieder zurück in Deutschland.

Paul Laux (* 11. November 1887 in Weimar; † 2. September 1944 in Riga) war ein deutscher General der Infanterie im Zweiten Weltkrieg. Laux trat am 20. Februar 1907 als Fahnenjunker in das 10. Infanterie-Regiment Nr. 134 der Sächsischen Armee in Plauen ein, 1908 zum Leutnants befördert. Zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs war er Bataillonsadjutant bei seinem Stammregiment. Mit dem 28. November 1914 erfolgte die Beförderung zum Oberleutnant. Nachdem Laux am 1. August 1916 zum Hauptmanns avanciert war, wurde er als Stabsoffizier verwendet. Kurz vor Ende des Kriegsende erhielt Laux das Kommando über ein Bataillon. Für sein Wirken während des Krieges wurde er mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes, dem Ritterkreuz des Militär-St.-Heinrichs-Ordens, dem Ritterkreuz I. Klasse des Albrechts-Ordens, dem Wilhelm-Ernst-Kriegskreuz sowie dem Ritterkreuz II. Klasse mit Schwertern des Sächsischen Verdienstordens und des Hausordens vom Weißen Falken ausgezeichnet. Nach Kriegsende wurde er in die Reichswehr übernommen und war zunächst im Frühling des Jahres 1920 Generalstabsoffizier beim Befehlshaber der 19. Brigade. Später wurde Laux im Frühling 1923 in den Stab des III. Bataillons des Regiments einberufen, weshalb er fortan in Leipzig stationiert war. Nachdem Laux rund ein halbes Jahr in diesem Stab tätig gewesen war, wurde er mit dem 1. Oktober 1923 für zwei Jahre in den Generalstab des Artillerieführers IV mit Sitz in Dresden versetzt. Nach Ende dieser Zeit wurde Laux Stabsoffizier beim Infanterieführer IV, der sein Hauptquartier ebenfalls in Dresden hatte. Laux wurde mit dem 1. Oktober 1927 in den Generalstab der 4. Division versetzt, in dem er für vier Jahre bleiben sollte. Während dieser Zeit erfolgte am 1. April 1929 seine Beförderung zum Major. Danach wurde er vor dem geplanten Ablauf seiner Tätigkeit beim Infanterieführer IV für weitere vier Jahre zum Artillerieführer VI nach Münster/Westfalen versetzt und während dieser Zeit am 1. August 1933 zum Oberstleutnant befördert. Im Zuge des Ausbaus der Reichswehr übersiedelte er mit dem Stab des Artillerieführers VI, welcher fortan nur noch ein Deckname für einen Divisionsstab war, nach Hannover. Nachdem die Beförderung zum Oberst am 1. Juli 1935 erfolgt war, wurde Laux Kommandeur des Infanterie-Regiments Marienburg, das nach der Enttarnung der Verbände am 15. Oktober 1935 zum Infanterie-Regiment 24 mit Sitz in Braunsberg wurde.Nationalsozialismus Sein Regimentskommando wurde ihm mit dem 1. Oktober entzogen, fortan war Laux dem Oberbefehlshaber des Heeres zu besonderen Verfügung direkt unterstellt. Nachdem die Beförderung zum Generalmajor am 1. April 1938 erfolgte, wurde er am 10. November desselben Jahres Infanteriekommandeur 10 in Passau, weshalb ihm die Infanterieeinheiten der 10. Infanterie-Division unterstanden.Im ersten Kriegsjahr des Zweiten Weltkrieges bekleidete er vom August 1939 bis zum Mai 1940 den Rang eines Oberquartiermeisters der 1. Armee. Im Oktober wurde er dann zum Kommandeur der 126. Infanterie-Division ernannt, die er im Sommer 1941 während des Deutsch-Sowjetischen Krieges in die nördliche Sowjetunion führte. Dabei wurde Laux am 1. Januar 1941 zum Generalleutnant ernannt. Für die Leistungen im Jahr 1941 wurde Paul Laux am 14. Dezember 1941 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Nach dem Ende des Kommandos über die 126. Infanterie-Division war er kurze Zeit vom 10. Oktober bis 28. November 1942 Kommandierender General des „Korps Laux“ und anschließend bis zum Juli 1944 Kommandierender General des II. Armeekorps. Er gab sein Kommando am 1. April 1944 ab und übernahm es am 11. Mai wieder. Während seiner Zeit als Kommandeur dieses Korps wurde er am 1. Dezember 1942 zum General der Infanterie befördert und am 17. Mai 1943 für seine Führungsleistungen während der Abwehrkämpfe im Frontbogen von Demjansk mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes (237. Verleihung) ausgezeichnet.[2] Danach wurde Laux am 2. Juli 1944 erneut seines Kommandos enthoben, jedoch wurde er für knapp zwei Monate bis zu seinem Ableben noch Oberbefehlshaber der 16. Armee.General Paul Lauxs Grab in Ogre Durch einen feindlichen Beschuss stürzte der Fieseler Storch, in dem sich Paul Laux bei einem Erkundungsflug im Raum Riga am 30. August 1944 befand, ab. Er erlag am 2. September im Feldlazarett 158 in Riga seinen schweren Verletzungen.


511517

Große Verleihungsurkunde des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für den General der Panzertruppe Hans Reinhardt

Es handelt sich hierbei nur um die einzelne Pergamenturkunde. Kalligrafisch in sepia-braun und Gold gestaltetem Verleihungstext "...verleihe ich dem General der Panzertruppe Hans Reinhardt das Eichenlaub zum Ritterkreuz... Führerhauptquartier, den 17. Februar 1942". Der Name des Beliehenen "Hans Reinhardt" in erhabenem Gold gehalten. Mit eigenhändiger Tintenunterschrift der Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler. Das Pergament Doppelblatt wurde abgeschnitten, Maße 43,5 x 35 cm. Die weiße Mappe ist nicht mehr vorhanden. Das Urkundenblatt leicht wellig, Zustand 2.
Die Urkunde war die Kriegsbeute eines US Soldaten 1945, der die Urkunde zerschnitten und mit nach Hause genommen hat. Seit 1945 das erste Mal wieder zurück in Deutschland.

Georg-Hans Reinhardt (* 1. März 1887 in Bautzen; † 24. November 1963 am Tegernsee) 1907 Eintritt in die sächsische Armee als Fahnenjunker in das 8. Infanterie-Regiment „Prinz Johann Georg“ Nr. 107 in Leipzig. 1908 zum Leutnant befördert. Als Oberleutnant kämpfte er 1914 in Frankreich und später an der Ostfront. Neben beiden Klassen des Eisernen Kreuzes wurde Reinhardt am 22. August 1915 mit dem Ritterkreuz des Militär-St.-Heinrichs-Ordens beliehen, sowie am 30. August 1918 mit dem Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern ausgezeichnet. Bei Kriegsende war er Hauptmann und Erster Generalstabsoffizier (Ia) der 192. Infanterie-Division (8. Königlich Sächsische). Anschließend war er bei der Grenzjägerbrigade 19 tätig und wurde am 16. Mai 1920 in die Reichswehr übernommen. Es folgten verschiedene Verwendungen und 1928 wurde er ins Reichswehrministerium kommandiert. 1932 wurde er dann als Oberstleutnant Bataillonskommandeur im 10. (Sächs.) Infanterie-Regiment, 1933 für wenige Monate Chef des Stabes der 4. Division. Im Herbst 1933 kehrte er ins Reichswehrministerium zurück, wo er Chef der Heeres-Ausbildungsabteilung wurde. Als solcher wurde er am 1. Februar 1934 zum Oberst und am 1. April 1937 zum Generalmajor befördert.Am 12. Oktober 1937 wurde er Kommandeur der 1. Schützen-Brigade der 1. Panzer-Division, am 10. November 1938 übernahm er das Kommando über die 4. Panzer-Division. Für die Leistungen seiner Division während des Polenfeldzugs wurde ihm am 27. Oktober 1939 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen, nachdem er am 1. Oktober 1939 zum Generalleutnant befördert worden war. Am 15. Februar 1940 erfolgte seine Ernennung zum Kommandierenden General des XXXXI. Armeekorps (mot.), das er im Westfeldzug führte. Für die Leistungen des Korps beim Durchbruch durch die Ardennen und den Vorstoß zum Ärmelkanal wurde er am 1. Juni zum General der Panzertruppe befördert. Reinhardt nahm Anfang 1941 mit seinem Korps auch am Balkanfeldzug teil.Ab Juni 1941 führte Reinhardt das XXXXI. Armeekorps im Russlandfeldzug bis vor Leningrad. Am 5. Oktober 1941 übernahm er dann die Panzergruppe 3, die ab 1942 3. Panzerarmee hieß. Mit dieser nahm er an der Schlacht um Moskau teil. Nachdem ihm am 17. Februar 1942 für die Leistungen der Panzerarmee während der Abwehrschlachten im Winter 1941/42 das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen worden war, wurde er Mitte März mit Wirkung vom 1. Januar zum Generaloberst befördert. Mit seiner Panzerarmee bildete er 1942 und 1943 den Nordflügel der Heeresgruppe Mitte im Raum nördlich von Smolensk und führte dort im Winter 1943/44 erfolgreiche Abwehrkämpfe. Hierfür erhielt er am 26. Mai 1944 die Schwerter zum Ritterkreuz verliehen. Wie die gesamte Heeresgruppe Mitte war jedoch die inzwischen stark geschwächte 3. Panzerarmee der sowjetischen Sommeroffensive („Operation Bagration“) nicht gewachsen. Große Teile dieser Armee wurden bei der Verteidigung der Region um die Stadt Witebsk gefangen genommen oder aufgerieben.Am 16. August 1944 wurde Reinhardt  Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte. Es gelang Reinhardt, nach den verheerenden Verlusten des Sommers an der ostpreußischen Grenze wieder eine Front aufzubauen. Am 26. Januar 1945 wurde er nach dem Zusammenbruch der Front an der Weichsel und nach Meinungsverschiedenheiten mit Adolf Hitler seines Kommandos enthoben und in die Führerreserve versetzt. Im Juni 1945 wurde Reinhardt von der US-amerikanischen Armee verhaftet und im Nürnberger OKW-Prozess am 27. Oktober 1948 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt.1952 wurde Reinhardt aus dem amerikanischen Kriegsverbrechergefängnis entlassen. Bundeskanzler Konrad Adenauer empfing im selben Jahr Reinhardt und andere „soldatische Symbolfiguren“, um die Freilassung weiterer Verurteilter anzumahnen. Ab 1954 übernahm er den Vorsitz der Gesellschaft für Wehrkunde und verfasste zahlreiche Denkschriften. Als offizielle Anerkennung für diese Arbeit wurde ihm am 24. November 1962 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
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Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für Leutnant Fritz Dinger, Jagdgeschwader 53 "Pik As"

Es handelt sich hierbei nur um die einzelne Pergamenturkunde. Kalligrafisch in sepia-braun und Gold gestaltetem Verleihungstext "...verleihe ich dem Leutnant Fritz Dinger das  Ritterkreuz... Führerhauptquartier, den 23. Dezember 1942". Der Name des Beliehenen "Fritz Dinger". Die Urkunde wurde nicht mehr fertiggestellt, da er am 27.7.1943 gefallen ist. Daher fehlt die Tintenunterschrift der Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler sowie auch die Umschlagmappe, Maße 43,2 x 34,7 cm. Das Urkundenblatt leicht wellig, Zustand 2.
Die Urkunde war die Kriegsbeute eines US Soldaten 1945, der sie mit nach Hause genommen hat. Seit 1945 das erste Mal wieder zurück in Deutschland.

Fritz Dinger (* 20. August 1915 in Ottweiler; † 27. Juli 1943 in Scalea, Italien) war ein deutscher Offizier und Jagdflieger der Luftwaffe.Nach dem Schulbesuch wurde er am 1. Mai 1939 zur Luftwaffe einberufen, wo er eine Ausbildung zum Jagdflieger absolvierte und bis zum Hauptmann der Luftwaffe (Beförderung am 1. Juli 1943) aufstieg. Er war zuletzt als Führer der IV. Gruppe des Jagdgeschwaders 53 Pik As eingesetzt. Er hatte insgesamt über 600 Feindflüge und verbuchte 67 Luftsiege, darunter 41 Abschüsse an der Ostfront, 27 Luftsiege an der Westfront, davon 10 Abschüsse in Tunesien sowie ein 4-mot Bomber. Am 27. Juli 1943 verlor er bei einem Luftangriff der angloamerikanischen Streitkräfte auf Scaela in der Region Kalabrien durch Bombensplitter sein Leben.


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