Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an den späteren Eichenlaubträger Oberfeldwebel Rudolf Schlee
Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, verliehen an Oberfeldwebel Rudolf Schlee, datiert "Führerhauptquartier,den 23. Oktober 1941". Mit eigenhändiger Original-Tintenunterschrift der Führers und Reichskanzlers "Adolf Hitler". Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben, der Name des Beliehenen "Rudolf Schlee" in erhabenem Gold gehalten. Die Ritterkreuzmappe aus rotem Leder mit Gold geprägtem Hoheitsadler. Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung. Am rückseitigen unteren Rand mit Signatur "Frieda Thiersch". Die Verleihungsmappe hat minimale Altersspuren, die Ecken nur leicht bestoßen, der rote Halteriemen für das Pergamentblatt ist oben und unten gelöst, jedoch vollständig erhalten. Die Urkunde und Mappe in gutem Zustand.
Anbei in Fotokopie die Personalakten von Schlee aus dem Oberkommando des Heeres, Heerespersonalamt, letzte Eintragungen vom 8.8.1944 mit eingehender Beschreibung von Schlees Rolle bei der Niederschlagung des Aufstands vom 20. Juli 1944 mit dem Antrag seiner vorzugsweisen Beförderung zum Hauptmann.
Rudolf Schlee wurde am 10. November 1913 in Ludwigshafen geboren, er trat er am 5. April 1934 in die 5. Kompanie des Infanterieregiments 13 im württembergischen Ludwigsburg ein. Nach einer harten infanteristischen Grundausbildung wurde er am 1. Juni 1936 zum Unteroffizier befördert. Mit seinem Regiment nahm er am Westfeldzug teil und wurde innerhalb von nur drei Monaten mit den Eisernen Kreuzen II. und I. Klasse ausgezeichnet. Durch Abgabe des I. und II. Bataillons des Infanterieregiments 13 an die neu aufzustellende 4. Gebirgsdivision kam Rudolf Schlee zum Gebirgsjägerregiment 13. Als Zugführer in der 6. Kompanie nahm er am Jugoslawienfeldzug teil und marschierte in den nächsten Kriegsjahren mit seiner Division im Rahmen der Heeresgruppe Süd durch Südrussland bis hin zum Kaukasus und in den Kubanbrückenkopf. Beim Vormarsch seines Regiments auf Pultowzy gelang es ihm, durch umsichtige Führung seiner Männer die Einnahme der Stadt zu beschleunigen und die am Südrand stehenden schweren Waffen niederzukämpfen. Dafür wurde ihm am 23. Oktober 1941 das Ritterkreuz verliehen. Am 30. November 1941 wurde er nach einer schweren Verwundung in das Reserve-Lazarett Gulaj-Pole eingeliefert. Im Oktober 1942 wurde er zum Chef der 6. Kompanie ernannt, nur einen Tag später durch einen Granatsplitter an der linken Halsseite schwer verwundet. Infolge dieser Verwundung wurde er in das Gebirgs-Jäger-Ersatz-Bataillon II/98 versetzt. Am 6. April 1943 erfolgte die Verleihung des Eichenlaub zum Ritterkreuz für seine erneut bewiesene Tapferkeit bei den Kämpfen innerhalb der 4. Gebirgs-Divsion im Kuban Brückenkopf. Im August 1943 nach seiner Beförderung zum Leutnant wurde er Zugführer in der 4. Kompanie des Wach-Bataillons "Großdeutschland" in Berlin, mit dem er an der Niederschlagung des Putschversuches in Verbindung mit dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 beteiligt war. Am 20. Juli wurde er im Dienstzimmer von General Olbricht verhaftet. Es gelang ihm, sich aus dem Arrest zu befreiten und unter dem Kommando von Major Ernst Remer den Aufstand niederzuschlagen. Wenige Minuten nach Mitternacht wurden dann im Hof des Bendlerblocks Stauffenberg, Haeften, Olbricht und Mertz von Quirnheim durch das Wachbataillons unter dem Kommando von Schlee erschossen. Als Folge seiner Verdienste um die Niederschlagung des Aufstands vom 20. Juli 1944 erfolgte mit Wirkung zum 1.8.1944 seine vorzugsweise Beförderung zum Hauptmann.
Am 30. April 1945 geriet er bei Frankfurt an der Oder in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.
Anbei in Fotokopie die Personalakten von Schlee aus dem Oberkommando des Heeres, Heerespersonalamt, letzte Eintragungen vom 8.8.1944 mit eingehender Beschreibung von Schlees Rolle bei der Niederschlagung des Aufstands vom 20. Juli 1944 mit dem Antrag seiner vorzugsweisen Beförderung zum Hauptmann.
Rudolf Schlee wurde am 10. November 1913 in Ludwigshafen geboren, er trat er am 5. April 1934 in die 5. Kompanie des Infanterieregiments 13 im württembergischen Ludwigsburg ein. Nach einer harten infanteristischen Grundausbildung wurde er am 1. Juni 1936 zum Unteroffizier befördert. Mit seinem Regiment nahm er am Westfeldzug teil und wurde innerhalb von nur drei Monaten mit den Eisernen Kreuzen II. und I. Klasse ausgezeichnet. Durch Abgabe des I. und II. Bataillons des Infanterieregiments 13 an die neu aufzustellende 4. Gebirgsdivision kam Rudolf Schlee zum Gebirgsjägerregiment 13. Als Zugführer in der 6. Kompanie nahm er am Jugoslawienfeldzug teil und marschierte in den nächsten Kriegsjahren mit seiner Division im Rahmen der Heeresgruppe Süd durch Südrussland bis hin zum Kaukasus und in den Kubanbrückenkopf. Beim Vormarsch seines Regiments auf Pultowzy gelang es ihm, durch umsichtige Führung seiner Männer die Einnahme der Stadt zu beschleunigen und die am Südrand stehenden schweren Waffen niederzukämpfen. Dafür wurde ihm am 23. Oktober 1941 das Ritterkreuz verliehen. Am 30. November 1941 wurde er nach einer schweren Verwundung in das Reserve-Lazarett Gulaj-Pole eingeliefert. Im Oktober 1942 wurde er zum Chef der 6. Kompanie ernannt, nur einen Tag später durch einen Granatsplitter an der linken Halsseite schwer verwundet. Infolge dieser Verwundung wurde er in das Gebirgs-Jäger-Ersatz-Bataillon II/98 versetzt. Am 6. April 1943 erfolgte die Verleihung des Eichenlaub zum Ritterkreuz für seine erneut bewiesene Tapferkeit bei den Kämpfen innerhalb der 4. Gebirgs-Divsion im Kuban Brückenkopf. Im August 1943 nach seiner Beförderung zum Leutnant wurde er Zugführer in der 4. Kompanie des Wach-Bataillons "Großdeutschland" in Berlin, mit dem er an der Niederschlagung des Putschversuches in Verbindung mit dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 beteiligt war. Am 20. Juli wurde er im Dienstzimmer von General Olbricht verhaftet. Es gelang ihm, sich aus dem Arrest zu befreiten und unter dem Kommando von Major Ernst Remer den Aufstand niederzuschlagen. Wenige Minuten nach Mitternacht wurden dann im Hof des Bendlerblocks Stauffenberg, Haeften, Olbricht und Mertz von Quirnheim durch das Wachbataillons unter dem Kommando von Schlee erschossen. Als Folge seiner Verdienste um die Niederschlagung des Aufstands vom 20. Juli 1944 erfolgte mit Wirkung zum 1.8.1944 seine vorzugsweise Beförderung zum Hauptmann.
Am 30. April 1945 geriet er bei Frankfurt an der Oder in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.
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