Ehrenkreuz der Deutschen Mutter in Bronze - Miniatur

19 mm, ohne Bandschleife, Zustand 2
EUR 35,-- pro Stück.
487000
35,00

Ehrenkreuz der Deutschen Mutter in Bronze - Miniatur

Das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter, umgangssprachlich auch als Mutterkreuz bezeichnet, stellt eine der bemerkenswertesten staatlichen Auszeichnungen des nationalsozialistischen Deutschen Reiches dar. Die hier beschriebene Miniaturausführung in Bronze repräsentiert die dritte Stufe dieser Dekoration, die am 16. Dezember 1938 durch Adolf Hitler gestiftet wurde.

Die Stiftung erfolgte offiziell durch eine Verordnung, die am Vorabend des Gedenktages für die deutsche Mutter (zweiter Sonntag im Mai) verkündet wurde. Diese Auszeichnung war Teil der umfassenden nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik, die darauf abzielte, die Geburtenrate zu erhöhen und das ideologische Konzept der deutschen Frau als Mutter zu fördern. Das Mutterkreuz wurde in drei Stufen verliehen: Bronze für vier oder fünf Kinder, Silber für sechs oder sieben Kinder und Gold für acht oder mehr Kinder.

Die reguläre Größe des Ehrenkreuzes maß etwa 35-37 mm, während Miniaturausführungen wie das hier beschriebene Exemplar mit 19 mm Durchmesser deutlich kleiner waren. Miniaturen wurden typischerweise an der Zivilkleidung getragen, häufig als Anstecknadel oder an einer kleineren Bandschleife befestigt. Das vorliegende Stück wird ohne Bandschleife angeboten, was bei Miniaturversionen nicht ungewöhnlich ist, da diese oft separat oder als reine Anstecknadel getragen wurden.

Das Design des Kreuzes stammte von Benno von Arent und Franz Beranek. Es zeigte ein charakteristisches Kreuz in emailleblauem Grund mit weißem Rand, in dessen Zentrum sich das Hakenkreuz befand. Auf den Kreuzarmen stand die Inschrift “Der deutschen Mutter”, und am unteren Arm war das Datum “16. Dezember 1938” angebracht. Die Bronzeversion, die hier vorliegt, hatte entsprechend eine bronzefarbene Fassung.

Die Verleihungskriterien waren streng reglementiert. Nur Mütter “deutschen Blutes” und “erbgesunder” Kinder kamen in Frage. Die Antragstellung erfolgte durch lokale NSDAP-Dienststellen, und die Überprüfung umfasste detaillierte Nachforschungen über die Familie. Die Verleihung fand üblicherweise am Muttertag in feierlichem Rahmen statt, oft durch lokale Partei- oder Staatsfunktionäre.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden mehrere Millionen Mutterkreuze verliehen. Die genaue Anzahl der Bronzeverleihungen ist schwer zu bestimmen, aber Schätzungen gehen von mehreren Millionen aus. Nach 1945 wurde das Tragen des Ehrenkreuzes zunächst verboten, später jedoch durch das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen von 1957 unter Entfernung der NS-Symbole wieder gestattet.

Miniaturen wie das beschriebene Exemplar wurden sowohl offiziell als auch privat hergestellt. Sie dienten praktischen Zwecken, da sie im Alltag unauffälliger und komfortabler zu tragen waren als die vollständige Dekoration mit Band. Sammler schätzen heute besonders gut erhaltene Exemplare. Der angegebene Zustand 2 entspricht in der numismatischen und militaria-sammlerischen Terminologie einem sehr guten bis fast neuwertigen Erhaltungszustand mit minimalen Gebrauchsspuren.

Aus heutiger historischer Perspektive wird das Mutterkreuz kritisch betrachtet als Instrument der nationalsozialistischen Ideologie und Bevölkerungspolitik. Es symbolisiert die Instrumentalisierung der Mutterschaft für politische und demographische Ziele des Regimes. Die Auszeichnung steht im Kontext der umfassenderen nationalsozialistischen Familien- und Rassenpolitik, die Frauen primär auf ihre Rolle als Gebärerinnen reduzierte.

Für Sammler militärhistorischer Objekte und Orden stellen solche Miniaturen interessante Studienobjekte dar, die Einblick in die Alltagskultur und Symbolpolitik des Dritten Reiches geben. Der Sammelwert wird durch Faktoren wie Erhaltungszustand, Herstellermarkierungen und Authentizität bestimmt. Die hier angegebenen 35 Euro pro Stück entsprechen dem üblichen Marktwert für Bronzeminiaturen in gutem Zustand.