Sowjetunion 2. Weltkrieg: Tapferkeitsmedaille 1938-1945
Die Medaille "Für Verdienste im Kampf" (russisch: Медаль "За боевые заслуги") gehört zu den bedeutendsten sowjetischen Tapferkeitsauszeichnungen des Zweiten Weltkriegs. Diese Auszeichnung wurde am 17. Oktober 1938 durch einen Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR gestiftet und blieb bis zum Ende der Sowjetunion 1991 in Verwendung.
Die Medaille wurde für herausragende Leistungen im Kampf zur Verteidigung der sowjetischen Heimat verliehen, sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten. Sie ehrte Angehörige der Roten Armee, der Marine, der Grenztruppen und anderer militärischer Formationen für mutige und geschickte Aktionen, die zum Erfolg von Kampfoperationen beigetragen haben. Auch die Verleihung für die Sicherung der Staatsgrenzen, für erfolgreiche Aufklärungsmissionen und für andere militärische Verdienste war vorgesehen.
Das Design der Medaille zeigt auf der Vorderseite drei sowjetische Soldaten - einen Infanteristen, einen Matrosen und einen Flieger - die symbolisch die verschiedenen Waffengattungen der sowjetischen Streitkräfte repräsentieren. Die Figuren sind in dynamischer Pose dargestellt und vermitteln Entschlossenheit und Kampfbereitschaft. Über den Figuren befindet sich die Inschrift "СССР" (UdSSR), während am unteren Rand die Worte "ЗА БОЕВЫЕ ЗАСЛУГИ" (Für Verdienste im Kampf) eingraviert sind.
Die Medaille besteht aus Silber und hat einen Durchmesser von 37 Millimetern. Ihre Rückseite ist glatt und trägt eine erhabene Seriennummer, die jede Medaille eindeutig identifizierbar macht. Das charakteristische rote Band mit grünen Seitenstreifen symbolisiert die sowjetischen Militärfarben und wurde an der Uniform auf einer rechteckigen Bandspange getragen.
Während des Zweiten Weltkriegs (1941-1945, in der Sowjetunion als Großer Vaterländischer Krieg bezeichnet) wurde die Medaille "Für Verdienste im Kampf" außerordentlich häufig verliehen. Schätzungen zufolge erhielten über 5 Millionen sowjetische Soldaten und Offiziere diese Auszeichnung für ihre Tapferkeit und militärischen Leistungen an verschiedenen Fronten des Krieges.
Die Medaille konnte mehrfach an dieselbe Person verliehen werden, wobei jede weitere Verleihung durch eine zusätzliche Bandspange gekennzeichnet wurde. Dies unterstreicht den Charakter der Auszeichnung als Anerkennung für wiederholte und andauernde Tapferkeit im Kampf.
Die Verleihungspraxis folgte strengen sowjetischen militärischen Vorschriften. Die Auszeichnung erfolgte auf Vorschlag von Kommandeuren und musste durch höhere militärische Instanzen genehmigt werden. Die Medaille wurde zusammen mit einer Verleihungsurkunde übergeben, die die spezifischen Verdienste des Empfängers dokumentierte.
Im Kontext des sowjetischen Auszeichnungssystems rangierte die Medaille "Für Verdienste im Kampf" unterhalb der höheren Orden wie dem Rotbannerorden oder dem Orden des Vaterländischen Krieges, war aber dennoch eine prestigeträchtige Auszeichnung, die echte Kampfverdienste würdigte. Sie unterschied sich von reinen Teilnahmemedaillen dadurch, dass sie konkrete militärische Leistungen voraussetzte.
Das hier beschriebene Exemplar mit der Zustandsangabe 2 befindet sich in sehr gutem Erhaltungszustand und wird an einer Bandtragespange präsentiert, wie sie an der Uniform getragen wurde. Solche Originalstücke sind heute wichtige militärhistorische Zeugnisse, die an die enormen Opfer und die Tapferkeit der sowjetischen Streitkräfte im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland erinnern.
Die Medaille repräsentiert nicht nur eine individuelle Auszeichnung, sondern auch ein Stück sowjetischer Militärgeschichte und der kollektiven Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, der die Sowjetunion mit schätzungsweise 27 Millionen Toten am schwersten traf. Für Sammler und Historiker sind solche Auszeichnungen wertvolle Objekte zur Erforschung der Militärgeschichte und der Auszeichnungspraxis der UdSSR.