Ritterkreuz des Eisernen Kreuz 1939 aus dem Besitz von Major Günther Hochgartz

Das Ritterkreuz ist eine Fertigung der Fa. Steinhauer & Lück, Lüdenscheid. Geschwärzter Eisenkern mit Silberzarge. Zarge und Bandring gestempelt "micro 800" Silber, komplett am getragenen konfektionierten Halsbandabschnitt. Komplett im schwarzen Verleihungsetui, innen schwarze Samteinlage und weißes Seidenfutter. Getragenes Stück, in gutem Zustand.
Dazu ein großes Ölportrait als Hauptmann mit allen Auszeichnungen, Maße 66 x 90 cm. (Das Bild hing in den 1960er und 70er Jahren seinem Amtsbüro als Bürgermeister von Bocholt. ) Weiterhin ein großer Aktenordner aus dem Besitz von Hochgartz, Inhalt: Militärische Laufbahn bis Kriegsende, sehr schönes Repro Portraitfoto als Hauptmann der WH und als Major der Bundeswehr, beide signiert, diverse Fotos (die meisten Repro): Einmarsch in Paris als Gruppenführer, 1942 nach der 3. Verwundung, Ritterkreuzverleihung 1944, Eintragung im "Goldenen Buch" der Stadt Bocholt (Zweite Eintragung 1986 als Ehrenbürger..), original Gratulation zur Verlobung vom Offizierskorps II./Gren.Rgt. 187 sowie die original Glückwünsche zur Vermählung (beides 1944), original Zeitungsausschnitt "Vom Schützen zum Hauptmann - wie Hauptmann Günther Hochgartz, Bocholt, das Ritterkreuz erwarb..", diverse Zeitungsausschnitte in Fotokopie, in Fotokopie sämtliche Verleihungsurkunden bis zum Ritterkreuz sowie in Fotokopie die Korrespondenz, Wehrpass und Soldbuch. Dazu noch ein großes Foto als Major der BW mit allen Auszeichnungen.Am 15.4.1944 erhielt Günther Hochgartz als Hauptmann und Führer der II./Gren-REgt. 187 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für die Kesselschlacht bei Newel (am 15.12.1943). 
Günther Hochgartz wurde am 1.9.1939 als Wehrpflichtiger eingezogen, Fahnenjunker Ausbildung bis Februar 1940. Teilnahme am Frankreichfeldzug als MG Schütze, 22.8.1940 Verleihung EK II. Ab Sommer 1941 durchgehend Einsatz in Rußland bzw. Ostfront bis September 1944. Insgesamt 8 x verwundet, Träger des EK I, Deutsches Kreuz in Gold, Nahkampfspange in Silber, Verwundetenabzeichen in Gold, Ehrenblattspange des Heeres, 2 x Panzervernichtungsabzeichen.

Nach dem Kriege 1956 trat Hochgartz der CDU bei. Vom 29. Mai 1980 bis zum 29. Mai 1985 war er Mitglied des Nordrhein-Westfälischen Landtages. Von 1964 bis 1979 war er Oberbürgermeister der damals noch kreisfreien Stadt Bocholt und nach der Gebietsreform Bürgermeister bis 1983. Außerdem war er ab 1975 Mitglied des Kreistages des Kreises Borken und dessen stellvertretender Landrat. In Bocholt wurde der Günther-Hochgartz-Ring nach ihm benannt, er wurde Ehrenbürger der Stadt Bocholt und erhielt viele weitere Auszeichnungen, u. a. Bundesverdienstkreuz, Großes Bundesverdienstkreuz und Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Günther Hochgartz starb am 10.10.2005. 
Ein beeindruckender Lebenslauf eines tapferen Frontoffiziers, der nach Kriegsende am Wiederaufbau Deutschlands großen Anteil hatte.
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