NSKK - große nichttragbare Auszeichnung - " Mannschaftspreis des Führers des deutschen Kraftfahrsports mit silbernem Ehrenschild "

Große Bronzemedaille in 15,8 cm " Mannschaftspreis der Deutschen Alpenfahrt 1938 ", im Zentrum großer NSKK-Adler über Faksimile " Hühnlein ", rückseitig Alpenpanorama. Die Medaille ruht auf einem Marmorsockel, in eine Halterung eingesteckt, vorn mit Plakette " Mannschaftspreis..." . Zustand 2.
355103
1.750,00

NSKK - große nichttragbare Auszeichnung - " Mannschaftspreis des Führers des deutschen Kraftfahrsports mit silbernem Ehrenschild "

NSKK-Mannschaftspreis der Deutschen Alpenfahrt 1938

Diese monumentale Auszeichnung repräsentiert einen bedeutenden Aspekt der nationalsozialistischen Motorsportorganisation und ihrer Propagandaaktivitäten in der Vorkriegszeit. Das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps (NSKK) wurde 1931 gegründet und entwickelte sich zu einer paramilitärischen Organisation mit über 500.000 Mitgliedern bis 1939.

Die Deutsche Alpenfahrt war eine der prestigeträchtigsten Motorsportveranstaltungen des Dritten Reiches. Diese anspruchsvolle Rallye durch die Alpenregion diente nicht nur sportlichen Zwecken, sondern auch der Demonstration deutscher technischer Überlegenheit und organisatorischer Effizienz. Die Veranstaltung von 1938 fand in einem politisch bedeutsamen Jahr statt, kurz nach dem Anschluss Österreichs im März 1938, wodurch die Alpenrouten eine zusätzliche propagandistische Dimension erhielten.

Adolf Hühnlein, dessen Faksimile-Unterschrift auf der Medaille erscheint, war von 1931 bis zu seinem Tod 1942 Korpsführer des NSKK. Als SA-Obergruppenführer trug er maßgeblich zur Ausrichtung des deutschen Motorsports auf nationalsozialistische Ziele bei. Unter seiner Führung wurde das NSKK zu einem wichtigen Instrument der Wehrsporterziehung und Kraftfahrerausbildung, die später für militärische Zwecke genutzt wurde.

Die Ausführung dieser nichttragbaren Auszeichnung ist charakteristisch für die repräsentativen Preise jener Epoche. Die große Bronzemedaille mit 15,8 cm Durchmesser zeigt den NSKK-Adler, das zentrale Symbol der Organisation, das sich vom Reichsadler durch seine spezifische Gestaltung unterschied. Die rückseitige Darstellung eines Alpenpanoramas verweist auf den Charakter der Veranstaltung und die geografische Herausforderung der Rallye.

Der Marmorsockel mit seiner Halterung und der frontal angebrachten Plakette verleiht dem Preis monumentalen Charakter. Solche Auszeichnungen wurden nicht am Körper getragen, sondern dienten als Büro- oder Kameradschaftsraumschmuck und symbolisierten die Leistungen der siegreichen Mannschaften. Der Begriff “Mannschaftspreis des Führers des deutschen Kraftfahrsports” unterstreicht die hierarchische Struktur und die direkte Verbindung zur Führung des NSKK.

Das silberne Ehrenschild, das in der Bezeichnung erwähnt wird, war eine zusätzliche Komponente solcher Preise und erhöhte deren Prestigewert. Die Kombination verschiedener Materialien - Bronze, Marmor und Silber - demonstrierte die Wertschätzung für sportliche Leistungen im Motorsportbereich.

Die Deutsche Alpenfahrt 1938 war Teil einer Serie von Motorsportveranstaltungen, die das NSKK organisierte, darunter auch die berühmte Herkomer-Konkurrenz und verschiedene Zuverlässigkeitsfahrten. Diese Veranstaltungen dienten mehreren Zwecken: Sie sollten die Qualität deutscher Automobile demonstrieren, Fahrer und Mechaniker ausbilden, die später für militärische Zwecke benötigt wurden, und der Bevölkerung die Bedeutung der Motorisierung vermitteln.

Die Teilnehmer solcher Veranstaltungen kamen aus verschiedenen Bereichen: Werksteams der Automobilindustrie, NSKK-Einheiten und private Motorsportbegeisterte. Die Streckenführung durch die Alpen stellte höchste Anforderungen an Mensch und Material, mit steilen Passstraßen, wechselnden Witterungsbedingungen und technischen Prüfungen.

Der Zustand 2 dieser Auszeichnung deutet auf eine gute Erhaltung hin, was bei solchen Objekten aus den 1930er Jahren bemerkenswert ist. Viele dieser Preise wurden nach 1945 zerstört oder verborgen, da sie als Symbole des NS-Regimes galten. Die erhaltenen Exemplare sind heute wichtige zeitgeschichtliche Dokumente, die Einblick in die Organisationsstruktur, die Propagandamethoden und die Alltagskultur des Dritten Reiches geben.

Für die historische Forschung sind solche Objekte wertvoll, da sie die Durchdringung verschiedener Gesellschaftsbereiche durch nationalsozialistische Organisationen dokumentieren. Der Motorsport, eigentlich ein ziviler Bereich, wurde vollständig in die ideologische und paramilitärische Struktur des Regimes eingebunden. Die Auszeichnungen spiegeln dabei sowohl die ästhetischen Vorstellungen der Zeit als auch die hierarchischen und autoritären Strukturen wider, die alle Lebensbereiche prägten.