Kriegsmarine U-Bootwaffe großer Urkundennachlass aus dem Besitz des Ritterkreuzträgers Korvettenkapitän Ing. Johann Friedrich Wessels, L.I. und einer der Helden von Scapa Flow auf "U 47", später L.I. auf "U 198"

Dienstleistungszeugnis der Reichsmarine als Obermaschinist, ausgestellt 4. April 1935.
Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz 2. Klasse, als Oberleutnant Ing., ausgestellt Wilhelmshaven, den 25. Sept. 1939, mit original Unterschrift "Dönitz", Kapitän z.S. u. Kommodore Befehlshaber der Unterseeboote. 
Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz 1. Klasse, ausgestellt Wilhelmshaven, den 31. Okt. 1939, mit Faksimile Unterschrift "Dönitz" Konteradmiral Befehlshaber der Unterseeboote.
Vorläufiges Besitzzeugnis zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als Kapitänleutnant (Ing.), am 9. März 1944 verliehen, ausgestellt Berlin, den 10. März 1944, mit original Unterschrift "Korvettenkapitän" beim Oberkommando der Kriegsmarine.
Fernschreiben des Kommandierenden Admiral der Unterseeboote an den U.-Stützpunkt Gotenhafen, datiert 28. März 1944, gestempelt "Geheim!" mit der Begründung für die Verleihung des Ritterkreuzes, mit der Auflistung der militärischen Verdienste auf "U 47" und "U 198". Mit Zusatz "Vorstehende Abschrift wird zur Aushändigung an Kaptlt. (Ing.) Wessels übersandt.". (eine Ecke links war herausgerissen, fachmännisch repariert).
Verleihungsurkunde zur U-Bootfrontspange in Bronze als Korvettenkapitän (Ing), ausgestellt An Bord, den 4. Oktober 1944 mit original Unterschrift "Schellong" Kapitän und Führer der Unterseeboote Ost.
Alle Verleihungsurkunden ungelocht, in gutem Zustand, rückseitig mit alten Papieraufklebern (zum einhängen in den Aktenordner).
Abschrift Not-Karteibogen, Din A 4, ausgestellt mit Namen und allen Beförderungen, Bisherige Kommandos im B.d.U. Bereich, Mitgemachten Feindfahrten auf U.-Booten, Orden- und Ehrenzeichen mit Verleihungsdaten, ausgestellt Kiel-Wik, den 30.5.1945 mit Unterschrift "Kapitän zur See", wahrscheinlich Standortkommandant.
Dienstleistungszeugnis, ausgestellt vom Führer der Unterseeboote - Ost, datiert Kiel 20. Juni 1945 in 2-facher Ausführung. Dazu eine Abschrift des "Chef der Marine-Dienstgruppen" von 1947.
Entlassungsschein aus der englischen Kriegsgefangenschaft, datiert 1947.
Kurze Biographie ausgestellt von Wessels 1947 mit seinen Seefahrtszeiten, Ernennungen und Beförderungen. Dazu eine Biographie aus den 1960er Jahren, maschinengeschrieben, wahrscheinlich auch von Wessels selbst verfasst.
Bescheinigung des Naval Document Centre, British Naval Headquarters in Hamburg-Alsterdorf vom 25. August 1948 "Bescheinigung für Zwecke der Erlangung eines Befähigungszeugnisses der Handelsschifffahrt" mit den Dienstzeiten und Dienstgraden Wessels von 1924 bis 1945. Dazu die "Bescheinigung über technische Fachausbildung" und "Berufsausbildungsnachweis".
Aus der Zeit als L.I. auf "U 47" unter dem Kommando von Günther Prien:
Silberner Geschenkbecher "Der Oberbürgermeister der Kriegsmarinestadt Kiel" an alle Besatzungsangehörigen von "U 47" mit umlaufender Gravur "Oblt. (Ing) Wessels - Trink mich aus und wirf mich nieder: Steh ich auf und vüll mich Wieder" in der Mitte das historische Stadtwappen und " Scapa Flow - 14.10.1939 ". Auf der Unterseite mit Juweliersbezeichnung "H. Hansen Kiel". Die Besonderheit des Bechers ist, dass er sich immer wieder von selbst aufrichtet.
Geschenkbuch der Auto-Union an die Besatzungsangehörigen von "U 47": "Adolf Hitler 20. April 1889-1945", mit Ex Libris "Den kühnen Scapa-Flow-Fahrern anläßlich ihrer siegreichen Heimkehr und mit den besten Wünschen für weitere glückhafte Fahrt - überreicht vom Vorstand der Auto Union AG". 
Buch Günther Prien "Mein Weg nach Scapa Flow", auf dem Vorsatzblatt mit eigenhändiger Widmung "Mein lieber Wessels, ich vergesse nie unsere gemeinsame Fahrzeit und Ihre treuen Dienste unter meinem Kommando. Ihr Günther Prien. 6.I. 1941." , dazu eine Hoffmann Portraitpostkarte von Prien mit posthumen Dienstgrad "Korvettenkapitän".
Buch "Franco - Ein Leben für Spanien" von Johann Froembgen", auf dem Vorsatzblatt mit eigenhändiger Widmung "Zum 29. Mai 1939. Ihr Günther Prien". Das Buch war ein persönliches Geschenk von Prien an Wessels noch vor Kriegsbeginn.
2 große original Fotos von den beiden Willrich Portraitzeichnungen von Prien und Wessels, Geschenk von Willrich.
2 Willrich Postkarten "Unsere U-Bootwaffe W. Willrich: Leitender Ingenieur-Offizier auf Kptlt. Priens U-Boot", beide Karten mit eigenhändiger Unterschrift "Wessels".
Aus der Zeit als L.I. auf "U 198" unter dem Kommando von Werner Hartmann:
Buch von Werner Hartmann "Feind im Fadenkreuz U-Boot auf Jagd im Atlantik", auf dem Vorsatzblatt mit eigenhändiger Widmung "Meinem L.I. auf dem neuen "Westward Ho", Herrn Kapitänleutnant Wessels, zum Weihnachtsfest 1942. Werner Hartmann Frg. Kapt.", dazu ein original Foto vo Hartmann mit original Unterschrift "Werner Hartmann Frg. Kapt.". 
1 handgezeichnetes Originalportrait von Wessels, detailgetreu kopiert nach dem Vorbild des Zeichners Wolfgang Willrich für die Postkarte "Unsere U-Bootwaffe : Leitender Ingenieur-Offizier auf Kptlt. Priens U-Boot", unten links signiert "A. Krug Febr. 1942". Das Bild wurde im Auftrag von Wessels angefertigt, im neuzeitlichen Rahmen, Maße 32,5 x 42,5 cm. 
29 original Fotos von Wessels aus seiner Zeit als Matrose bei der Reichsmarine bis zum Korvettenkapitän zu Kriegsende 1945. Darunter 12 Fotos mit Ritterkreuz, 2 davon mit eigenhändiger Unterschrift bzw. Widmung, 2 Fotos im alten original Rahmen.
Buch Hermann Bauer "Als Führer der U-Boote im Weltkriege", auf dem Vorsatzblatt mit Geschenkwidmung "Kapitänleutnant (Ing) Wessels zum Abschied. Die Kameraden der 1. Abteilung 1. Unterseebootlehrdivision. Pillau, den 17. Juni 1942, mit den Unterschriften der Offiziere.
Aus der Bibliothek von Johann Wessels:
13 Bücher zum U-Bootkrieg, darunter Karl Dönitz "10 Jahre und 20 Tage" mit eigenhändiger Widmung "Lieber Hans Wesels, ich grüße Sie herzlich in getreuer Verbundenheit. Ihr Dönitz 26.6.59" und  Karl Dönitz "Mein wechselvolles Leben", mit eigenhändiger Widmung "Lieber Hans Wessels, herzliche Wünsche ! Dönitz 19.12.68"
Dazu noch ein Fotoalbum aus der Reichsmarine, ein kleines Familienalbum (teils Kriegsmarine), ein gerahmtes Abschiedsbild der Marinekameradschaft Leer von 1955, 2 Zeitungsausschnitte mit der Todesanzeige von 1988 sowie das Beileidsschreiben der Gemeinschaft der Ritterkreuzträger Oberst a.D. Michaelis an den Sohn.
1 Kassettenrecorder aus den 1970er Jahren mit einer Kassette, die Tonbandaufnahme eines Interviews und Berichts von Johann Wessels !

Ein toller umfangreicher Nachlass eines der 3 Ritterkreuzträger der Besatzung des legendären "U 47" , der "Helden von Scapa Flow". Insgesamt gab es nur 5 L.I.s der U-Bootwaffe, die das Ritterkreuz erhalten haben, Wessels war mit Sicherheit der bekannteste.



Wessels, Johann Friedrich * 28. Mai 1904, Wilhelmshaven-Rüstringen + 9. Februar 1988, Oldenburg. Johann Friedrich Wessels trat am 1. April 1923 in die Reichsmarine ein und wurde Rekrut in der 5. Kompanie der I. Abteilung der Schiffstamm-Division der Nordsee. Am 1. April 1924 wurde er in die 6. Kompanie der II. Abteilung der Schiff-Stamm-Division der Nordsee versetzt und am 11. September 1924 Heizer auf dem Tender Zieten. Am 18. März 1925 wurde er dann Heizer auf dem Vermessungsschiff Meteor und am 1. Mai 1925 zum Oberheizer befördert. Am 1. April 1927 folgte die Beförderung zum Maschinengefreiten. Am 8. Oktober 1927 wurde er Unteroffiziersschüler in der 2. Kompanie der Marineschule Kiel-Friedrichsort. Am 1. April 1928 wurde er Maschinenmaatschüler an der Marineschule Kiel-Wik und am 18. September 1928 Schüler in der 1. Kompanie der Marineschule Kiel-Wik. Am 1. November 1928 wurde er zum Maschinenmaaten befördert und am 4. Dezember 1928 Maschinenmaat für die E-Anlage auf dem Linienschiff Schlesien. Ab dem 3. Januar 1930 schlossen sich weitere Maschinistenlehrgänge an. Am 1. November 1940 wurde er zum Obermaschinenmaaten und am 1. Oktober 1931 zum Maschinist befördert. Am 8. Oktober 1931 wurde er Wach- und Abschnittsmaschinist der Motor-Turbinenölanlage des leichten Kreuzers Leipzig. Am 1. April 1932 wurde er zum Obermaschinisten und am 1. Februar 1936 zum Fähnrich befördert. Am 14. April 1936 wurde er Offiziersschüler in der 1. Kompanie der Marineschule Flensburg-Mürwik. und am 6. Juli 1936 zur Bordausbildung auf das Panzerschiff Admiral Graf Spee versetzt. Am 1. Oktober 1936 wurde er zum Oberfähnrich und am 1. Januar 1937 zum Leutnant befördert. Am 5. Januar 1937 wurde er U-Schüler an der U-Schule und am 24. März 1937 LI auf U 23. Am 1. Juni 1938 wurde er zum Oberleutnant befördert und am 25. Juni 1938 zur Baubelehrung an das Marinearsenal Kiel versetzt. Am 17. Dezember 1938 wurde er L.I. auf U 47 unter Günther Prien. Mit U 47 absolvierte er unter dem Kommando von Günther Prien vier Feindfahrten inklusive dem berühmten Angriff auf Scapa Flow. Am 1. Januar 1940 wurde er zum Kapitänleutnant (Ing.) befördert und am 6. April 1940 Flottilleningenieur in der 1. U-Flottille. Am 31. Oktober 1940 wurde er dem BdU unterstellt und erhielt die Aufgabe, den U-Boot-Stützpunkt St. Nazaire aufzubauen. Am 20. August 1941 wurde er Lehrer und Kompaniechef bei der 1. Unterseeboots-Lehr-Division und am 25. Juni 1942 zur Baubelehrung von U 198 kommandiert. Am 3. November 1942 wurde er L.I. auf U 198 unter dem Kommando Werner Hartmann, mit dem er eine Feindfahrt absolvierte. Am 20. Januar 1944 wurde er der 12. U-Flottille unterstellt und am 15. Februar 1944 Sonderbeauftragter beim FdU Ost. Am 9. März 1944 wurde er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und am 1. April 1944 zum Korvettenkapitän (Ing.) befördert. Am 3. Juni 1944 wurde er dem FdU Ost unterstellt und am 14. August 1944 L.I. auf U 870. Am 21. März 1945 wurde er Stabsoffizier beim KLA-U-Ost und am 7. April 1945 Verbandsingenieur im Stab des FdU Ost. Am 21. Mai 1945 geriet er in Gefangenschaft, aus der er am 29. Januar 1947 entlassen wurde.
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Kriegsmarine U-Bootwaffe großer Urkundennachlass aus dem Besitz des Ritterkreuzträgers Korvettenkapitän Ing. Johann Friedrich Wessels, L.I. und einer der Helden von Scapa Flow auf "U 47", später L.I. auf "U 198"

Der vorliegende Nachlass dokumentiert die militärische Laufbahn des Korvettenkapitäns (Ing.) Johann Friedrich Wessels (28. Mai 1904 – 9. Februar 1988), eines der bemerkenswertesten Leitenden Ingenieure der deutschen U-Bootwaffe im Zweiten Weltkrieg. Als umfassende Sammlung von Verleihungsurkunden, persönlichen Widmungsbüchern, Fotografien und Erinnerungsstücken gewährt dieser Nachlass einen seltenen Einblick in das Leben eines Mannes, der an einigen der bedeutendsten Unternehmungen der Kriegsmarine beteiligt war.

Der Weg zum U-Boot-Ingenieur

Wessels trat am 1. April 1923 als Rekrut in die Reichsmarine ein und diente zunächst in der 5. Kompanie der I. Abteilung der Schiffstamm-Division der Nordsee. Seine frühe Karriere führte ihn über verschiedene Stationen – als Heizer auf dem Tender Zieten und dem Vermessungsschiff Meteor, durch Unteroffiziersschulen und Maschinistenlehrgänge – bis er sich über die Jahre vom einfachen Heizer zum Obermaschinisten hocharbeitete. Am 1. Februar 1936 wurde er zum Fähnrich befördert und begann seine Offiziersausbildung an der Marineschule Flensburg-Mürwik, gefolgt von einer Bordausbildung auf dem Panzerschiff Admiral Graf Spee. Nach seiner Beförderung zum Leutnant am 1. Januar 1937 wurde er U-Schüler und am 24. März 1937 Leitender Ingenieur auf U 23. Am 17. Dezember 1938 übernahm er die Position des L.I. auf U 47 unter dem Kommando von Günther Prien.

Der Angriff auf Scapa Flow

Die Nacht des 14. Oktober 1939 sollte in die Militärgeschichte eingehen. U 47 drang in den britischen Flottenstützpunkt Scapa Flow ein und versenkte das Schlachtschiff HMS Royal Oak. Als Leitender Ingenieur war Wessels für sämtliche mechanischen Systeme, Motoren, Elektroanlagen und Batterien des Bootes verantwortlich – eine Aufgabe von höchster Bedeutung für das Gelingen einer solch waghalsigen Unternehmung. Insgesamt absolvierte Wessels unter Priens Kommando vier Feindfahrten zwischen Dezember 1938 und April 1940. Seine Leistungen bei Scapa Flow wurden unmittelbar gewürdigt: Am 25. September 1939 erhielt er das Eiserne Kreuz 2. Klasse, die Urkunde versehen mit der originalen Unterschrift von Karl Dönitz in dessen Eigenschaft als Kapitän zur See und Kommodore, Befehlshaber der Unterseeboote. Am 31. Oktober 1939 folgte das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

Wessels war einer von nur drei Besatzungsmitgliedern von U 47, die im Laufe des Krieges das Ritterkreuz erhielten – neben Kommandant Günther Prien und dem I. Wachoffizier Engelbert Endrass.

Dienst auf U 198 und die Verleihung des Ritterkreuzes

Nach seiner Zeit auf U 47 diente Wessels als Flottilleningenieur der 1. U-Flottille, war am Aufbau des U-Boot-Stützpunkts St. Nazaire beteiligt und wirkte als Lehrer und Kompaniechef bei der 1. Unterseeboots-Lehr-Division. Am 3. November 1942 übernahm er die Position des L.I. auf dem Typ IXD2-Boot U 198 unter dem Kommando von Werner Hartmann. Die folgende Feindfahrt vom 9. März bis zum 24. September 1943 dauerte etwa 199 bis 200 Tage und war damit eine der längsten Unternehmungen des gesamten Krieges. Während dieser Fahrt im Indischen Ozean versenkte U 198 sieben Schiffe mit zusammen 36.778 BRT.

Besonders hervorgehoben wurde in der Begründung zur Ritterkreuzverleihung Wessels' Handeln nach einem Fliegerangriff, bei dem es ihm gelang, das schwer beschädigte Boot wieder an die Oberfläche zu bringen. Am 9. März 1944 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Die Begründung, übermittelt per Fernschreiben des Kommandierenden Admirals der Unterseeboote an den U-Stützpunkt Gotenhafen am 28. März 1944, war als «Geheim» eingestuft und listete seine militärischen Verdienste sowohl auf U 47 als auch auf U 198 auf.

Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, gestiftet am 1. September 1939, wurde für außergewöhnliche Tapferkeit auf dem Schlachtfeld oder herausragende militärische Führung verliehen. Voraussetzung war der vorherige Besitz des Eisernen Kreuzes 1. Klasse. Insgesamt wurden während des Zweiten Weltkrieges 7.318 bis 7.321 Ritterkreuze über alle Wehrmachtsteile hinweg verliehen. Die Kriegsmarine erhielt davon 318, wobei 316 formal überreicht wurden. Auf die U-Bootwaffe entfielen 144 bis 145 Verleihungen. Wessels gehörte zur kleinen Gruppe von etwa 14 bis 15 Leitenden Ingenieuren, denen diese Auszeichnung zuteilwurde.

Die persönlichen Stücke des Nachlasses

Besonders bemerkenswert innerhalb des Nachlasses sind die persönlichen Widmungen bedeutender U-Boot-Kommandanten. Das Buch «Mein Weg nach Scapa Flow» von Günther Prien trägt die eigenhändige Widmung vom 6. Januar 1941: «Mein lieber Wessels, ich vergesse nie unsere gemeinsame Fahrzeit und Ihre treuen Dienste unter meinem Kommando. Ihr Günther Prien.» Prien fiel wenige Wochen später, im März 1941, als U 47 verloren ging. Werner Hartmann widmete Wessels sein Buch «Feind im Fadenkreuz» zu Weihnachten 1942. Auch Großadmiral Karl Dönitz blieb Wessels nach dem Krieg verbunden, wie Widmungen in den Büchern «10 Jahre und 20 Tage» (1959) und «Mein wechselvolles Leben» (1968) belegen.

Der silberne Geschenkbecher der Kriegsmarinestadt Kiel, gefertigt vom Juwelier H. Hansen Kiel, wurde den Besatzungsangehörigen von U 47 überreicht und trägt die umlaufende Gravur mit dem historischen Stadtwappen und der Inschrift «Scapa Flow – 14.10.1939».

Nachkriegszeit und Vermächtnis

Wessels geriet am 21. Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft und wurde am 29. Januar 1947 entlassen. Nach dem Krieg pflegte er Kontakte zu U-Boot-Veteranenorganisationen und zur Gemeinschaft der Ritterkreuzträger, die nach seinem Tod am 9. Februar 1988 ein Beileidsschreiben an seinen Sohn richtete. Der Nachlass verblieb in Familienbesitz und stellt heute ein außergewöhnlich vollständiges Zeugnis einer U-Boot-Ingenieurslaufbahn dar, die von den Anfängen der Reichsmarine bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges reicht.

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