Österreich K.u.K. komplettes Uniformensemble aus dem Besitze von Herzog Robert von Württemberg als Oberst im 9. Dragoner-Regiment Erzherzog Albrecht.

Um 1910. Helm für Offiziere der Dragoner. Eleganter Metallhelm, der Helmkorpus aus Aluminium schwarz lackiert, komplett mit allen Beschlägen in feuervergoldeter Ausführung mit aufpolierten Kanten. Vorn großer gekrönter Adler. Die Schuppenketten an großen Löwenkopfrosetten, hoher Kamm, seitlich mit geprägtem Löwen und Schlange. Innen komplett mit braunem Schweißleder mit Seidenbanddurchzug, weißes Seidenfutter mit sehr schöner vergoldetem Trägermonogramm Krone über "R". Größe 55. 
Waffenrock für Dragoner. Elegante Fertigung aus Dunkelblauem Tuch, der Kragen, grüne Ärmelaufschläge und Paspelierung, auf dem Kragen und den Ärmelaufschlägen mit breiter Goldlitze für Stabsoffiziere, auf dem Kragen mit jeweils 3 silbernen handgestickten Rangsternen als Oberst, auf der linken Schulter mit goldenem Schulterstück für Offizier, auf der rechten Seite mit angenähter blauer Schnur zum Befestigen des Bandolier. Auf der Brust mit Schlaufen für eine große Ordensschnalle in österreichischer Ausführung sowie Schlaufen für insgesamt 6 Bruststerne. Innen das Innenfutter oben aus cremefarbener Seide, unten in dunkelblau. Dazu der schwarze Halskragenschoner aus Seide.
Dazu der passende Pelzrock in gleicher Tuchqualität, die Knopfleiste und Ärmelaufschläge in grün, schwarzer Kragen aus feinem Persianerpelz, auf der linken Schulter mit dem Schulterstück für Offiziere, am Kragen mit den beiden Peitschen aus Goldkante mit schwarzen Durchzügen zum geschossenen Tragen sowie blauen Wollschnüren zum offenen Tragen über der linken Schulter. Auf der Brust ebenfalls mit Schlaufen für die Ordensschnalle und die Bruststerne. Der Pelzrock innen ebenfalls mit Persianerpelz gefüttert. 
Rote Stiefelhose für Dragoneroffiziere, Fertigung in feiner Offiziersqualität, unten an den Waden zum knöpfen, mit Stegen. Dazu das passende Paar schwarzer Kavvaleriereitstiefel in allerfeinster Offizierqualität. Fertigung aus schwarzem Lackleder, komplett mit den hölzernen Stiefelspannern, auch für den Schaft, die Stiefel befinden sich noch mit den original Stoff Überzügen aus grauem Leinen zum Schnüren.
Bandolier und Kartuschkasten für Offiziere der Kavallerie in Luxusausführung. Der Kartuschkasten sowie die Beschlagteile des Bandolier aus echtem Silber, der Kartuschkasten mit vergoldeten Auflagen, oben auf dem Deckel mit Silberpunzen, Das Bandolier mit breitem Goldgespinst mit schwarzem Mittelstreifen, die Beschlagteile ebenfalls mit Silberpunzen, rückseitig mit rotem Saffianleder in feinster Qualität.
Säbel für Offiziere der Kavallerie, Ausführung in Luxusqualität, das Griffgefäß, die Klinge und die Scheide in vernickelter Ausführung, der Griff mit schwarzer Rochenhaut bezogen, die Klinge mit Herstellerbezeichnung "Weyersberg & Stamm Solingen". Oben auf der Griffkappe mit der gekrönten Petschaft des Königlichen Hauses von Württemberg. Komplett mit dem goldenen Portepee für Offiziere, auf dem Stengel mit handgesticktem Doppelkopfadler und der gekrönten Chiffre "FJ1". Dazu das passende Säbeltragegehänge aus weinrotem Saffianleder, die beiden Säbeltrageschlepper mit goldener Litze mit schwarzem Mittelstreifen wie beim Bandolier.
Gelbe Paradeschärpe für Offiziere mit schwarzen Durchzügen, komplett mit vergoldeter Patentschließe, die Quasten mit handgesticktem Doppelkopfadler und gekrönter Chiffre "FJ1".
Dazu der original Koffer für den Helm mit dem Bezug für den Helm und Ablage für die Schärpe etc..
Nur minimal getragen in wunderbarem Zustand. Alle Stücke stammen aus dem persönlichen Besitz von Herzog Robert von Württemberg, welche vor Jahren im Auktionshaus Kube versteigert wurden.

Robert Maria Klemens Philipp Joseph Herzog von Württemberg (* 14. Januar 1873 in Meran; † 12. April 1947[1] in Altshausen) war ein deutscher Offizier und Prinz des königlichen Hauses Württemberg. Herzog Robert war das vierte Kind des Herzogs Philipp von Württemberg und von dessen Gemahlin Marie Therese Erzherzogin von Österreich. Robert gehörte somit zur katholischen Linie des Hauses Württemberg. Sein älterer Bruder war der württembergische Thronfolger und spätere Generalfeldmarschall Albrecht Herzog von Württemberg. Herzog Robert wuchs in Wien auf und bestand dort 1894 die Matura. Als Prinz des königlichen Hauses besaß Herzog Robert seit 1894 bis zum Ende der Monarchie 1918 ein Mandat in der württembergischen Kammer der Standesherren und war dort seit 1895 persönlich anwesend. Von 1904 bis 1906 ließ er sich durch seinen jüngeren Bruder Ulrich vertreten. Bereits 1891 trat Herzog Robert in die Württembergische Armee ein und war später Rittmeister im 2. Dragoner-Regiment. Er diente auch in der Armee Österreich-Ungarns und war dort Oberleutnant im 9. Dragoner-Regiment (Erzherzog Albrecht). Daneben war Herzog Robert auch Offizier in der Preußischen Armee und stand à la suite des 2. Pommerschen Ulanen-Regiments Nr. 9. 1901 reiste Herzog Robert in Vertretung für König Wilhelm II. von Württemberg nach London, um die Beisetzung von Königin Victoria mitzuverfolgen. Er vertrat den württembergischen König auch bei den Feierlichkeiten anlässlich der Krönung von König Eduard VII. Im Ersten Weltkrieg kommandierte Herzog Robert die 26. Kavallerie-Brigade, welche der 7. Kavallerie-Division angehörte. Er wurde am 19. September 1916 zum Generalleutnant befördert und war zuletzt dem Oberkommando der Heeresgruppe „Kronprinz Rupprecht“ zugeteilt. Nach dem Untergang der Monarchie in Folge der Novemberrevolution zog sich Robert Herzog von Württemberg ins Privatleben nach Altshausen zurück. 
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Österreich K.u.K. komplettes Uniformensemble aus dem Besitze von Herzog Robert von Württemberg als Oberst im 9. Dragoner-Regiment Erzherzog Albrecht.

Das vorliegende Uniformensemble repräsentiert die prachtvolle militärische Tradition der k.u.k. Dragonerregimenter der österreichisch-ungarischen Armee in der letzten Blütephase der Habsburgermonarchie vor dem Ersten Weltkrieg. Die Uniform gehörte Herzog Robert von Württemberg (1873-1947), einem Prinzen des königlichen Hauses Württemberg aus der katholischen Linie, der als Offizier in mehreren Armeen diente und eine bemerkenswerte dynastische Verbindung zwischen den deutschen und österreichischen Herrscherhäusern verkörperte.

Die kaiserlich und königlichen Dragoner bildeten neben den Husaren und Ulanen einen wesentlichen Teil der Kavallerie der österreichisch-ungarischen Armee von 1867 bis 1914. Das Dragonerregiment Nr. 9 “Erzherzog Albrecht” konnte seine Ursprünge bis auf eine 1682 als Sachsen-Lauenburg-Cürassiere für die kaiserliche habsburgische Armee aufgestellte Kavallerieeinheit zurückführen. Das Regiment erhielt 1802 die Oberst-Division des aufgelösten Dragonerregiments Kronprinz Nr. 2 und operierte bis 1860 als Dragonerregiment Nr. 1. Im frühen 20. Jahrhundert wurde es als 9. Galizisches und Bukowinisches Dragonerregiment bezeichnet.

Herzog Robert wuchs in Wien auf und bestand dort 1894 die Matura. Er trat bereits 1891 in die württembergische Armee ein und war später Rittmeister im 2. Dragoner-Regiment. Daneben diente er in der Armee Österreich-Ungarns im 9. Dragoner-Regiment. Er war außerdem Offizier in der preußischen Armee und stand à la suite des 2. Pommerschen Ulanen-Regiments Nr. 9. Seine militärische Laufbahn spiegelt die komplexen dynastischen Verbindungen der europäischen Fürstenhäuser wider. Am 29. Oktober 1900 heiratete Herzog Robert in der Hofburgkapelle in Wien die habsburgische Erzherzogin Maria Immakulata von Österreich, Tochter des Erzherzogs Karl Salvator von Österreich. Die Ehe blieb kinderlos.

Die Uniform zeigt die charakteristische Gestaltung der Dragoneruniformen der Epoche. Seit 1868 war die Regimentsuniform durch einen hellblauen Waffenrock, grasgrüne Aufschläge (Egalisierung), krapprote Stiefelhosen und gelbe Knöpfe gekennzeichnet. Die langstehenden weißen Infanterieuniformen wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch dunkelblaue Tuniken ersetzt, die wiederum während der Anfangsphase des Ersten Weltkriegs durch kadettengraue Uniformen ersetzt wurden. Die Tradition gebot, dass Dragoner den Großteil ihrer Mannschaften aus den deutsch- und tschechischsprachigen Regionen des Reiches rekrutierten. Bei Kriegsausbruch 1914 gab es 15 österreichische Dragonerregimenter, die zunächst in ihren farbenfrohen und charakteristischen Uniformen ausrückten, regimentsweise durch besondere Aufschlagfarben gekennzeichnet, alle mit roten Hosen wie die Husaren und Ulanen.

Die Offiziersuniformen wurden in Luxusqualität mit feineren Materialien, Handstickerei und Edelmetallbeschlägen im Vergleich zu den Mannschaftsrängen gefertigt. Offiziere trugen weitaus aufwendigere Helmversionen mit Schuppenketten und geprägten Messingpaneelen auf den Kammseiten, die einen Löwen im Kampf mit einer Schlange zeigten. Der M1905-Dragonerhelm für Offiziere zeichnete sich durch einen hohen Kamm im römischen Stil aus, der mit einem doppelköpfigen Habsburgeradler an der Front und schweren Schuppenketten ausgestattet war, die an großen vergoldeten Löwenkopfrosetten befestigt waren.

Der Säbel trägt die Herstellerbezeichnung von Weyersberg, Kirschbaum & Cie. (WKC), einer 1883 gegründeten Firma, die durch die Fusion von Weyersberg mit Kirschbaum entstand und zu einem der größten Hersteller von Blankwaffen im Deutschen Reich der 1880er Jahre wurde, stark im Export von Blankwaffen engagiert. Die Portepee und Schärpe sind mit dem handgestickten doppelköpfigen Adler und der gekrönten Chiffre “FJ1” für Kaiser Franz Joseph I. verziert, was die kaiserliche Zugehörigkeit der Einheit unterstreicht.

Im Ersten Weltkrieg kommandierte Herzog Robert die 26. Kavallerie-Brigade, die der 7. Kavallerie-Division angehörte. Er wurde am 19. September 1916 zum Generalleutnant befördert und war zuletzt dem Oberkommando der Heeresgruppe “Kronprinz Rupprecht” zugeteilt. Anfangs kämpfte die Kavallerie in berittener Regimentsformation, wurde aber zunehmend für Aufklärungs-, Sicherungs- und Verbindungsaufgaben in einzelnen Schwadronen oder Zügen eingesetzt. Die Verluste diktierten bald, dass die Uniformen weniger sichtbar sein sollten; das erste Zugeständnis war, M1905-Helme grau zu streichen oder mit grauen Leinenüberzügen zu versehen. Bis Mitte 1915 wurden graue Uniformen allgemein ausgegeben, als die Kavallerieregimenter weniger als berittene Soldaten, sondern mehr als Infanteristen in Schützengräben operierten.

Nach dem Zusammenbruch der Monarchie infolge der Novemberrevolution zog sich Robert Herzog von Württemberg ins Privatleben nach Altshausen zurück. Sein Bruder Albrecht hatte den Wohnsitz der herzoglichen Familie 1919 von Stuttgart nach Schloss Altshausen verlegt. Die österreichisch-ungarische Armee wurde 1918 nach der Niederlage des Reiches im Ersten Weltkrieg und dem anschließenden Zerfall Österreich-Ungarns aufgelöst. Das Uniformensemble wurde als Teil von Herzog Roberts persönlichen militärischen Erinnerungsstücken bewahrt und kam später auf den Militaria-Markt.

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