Ehrenblatt des deutschen Heeres - Ausgabe vom 4. Mai 1942 

DinA4 Doppelblatt im gebrauchten Zustand.
348205
100,00

Ehrenblatt des deutschen Heeres - Ausgabe vom 4. Mai 1942 

Das Ehrenblatt des deutschen Heeres stellt eines der bedeutendsten Dokumente militärischer Ehrung im Dritten Reich dar. Die vorliegende Ausgabe vom 4. Mai 1942 repräsentiert einen wichtigen Zeitpunkt im Zweiten Weltkrieg, als die Wehrmacht noch bedeutende militärische Erfolge verzeichnete, bevor die Kriegswende eintrat.

Das Ehrenblatt wurde durch Erlass des Oberbefehlshabers des Heeres am 30. Januar 1944 offiziell gestiftet, wobei die Veröffentlichung von Ehrungen bereits seit 1941 in regelmäßigen Ausgaben erfolgte. Es handelte sich um eine besondere Form der Anerkennung für Soldaten, die durch außergewöhnliche Tapferkeit im Kampf hervorgetreten waren. Die Aufnahme in das Ehrenblatt stellte eine der höchsten Ehrungen dar, die ein deutscher Soldat erhalten konnte, und war mit besonderen Privilegien verbunden.

Die Ausgabe vom Mai 1942 erschien zu einem Zeitpunkt, als die deutsche Wehrmacht die Vorbereitungen für die Sommeroffensive 1942 an der Ostfront traf, die später als Operation Blau bekannt wurde. In Nordafrika befand sich das Deutsche Afrikakorps unter Generalfeldmarschall Erwin Rommel in intensiven Kämpfen, und die Schlacht um Gazala stand unmittelbar bevor. Diese historische Einordnung verleiht der Ausgabe eine besondere zeitgeschichtliche Bedeutung.

Das Format als DIN A4 Doppelblatt war standardisiert und ermöglichte eine würdige Präsentation der geehrten Soldaten. Die Veröffentlichungen enthielten typischerweise den Namen des Soldaten, seinen Rang, die Einheit und eine Beschreibung der Tat, die zur Ehrung führte. Die Dokumente wurden in offizieller Form gedruckt und trugen meist das Hoheitszeichen der Wehrmacht sowie die Unterschrift des verantwortlichen Befehlshabers.

Die rechtliche Grundlage für das Ehrenblatt bildete die Wehrmacht-Verordnung über Auszeichnungen und Ehrungen. Soldaten, deren Namen im Ehrenblatt erschienen, erhielten eine besondere Anerkennung, die sich auch in materiellen Vorteilen niederschlug. Dazu gehörte unter anderem eine monatliche Sonderzahlung, bevorzugte Beförderung und im Todesfall eine erhöhte Versorgung für die Hinterbliebenen.

Der gebrauchte Zustand des vorliegenden Exemplars zeugt von seiner authentischen Verwendung. Viele dieser Dokumente wurden in Einheiten verlesen, an Anschlagtafeln ausgehängt oder in Personalakten abgelegt. Der Erhaltungszustand mit entsprechenden Gebrauchsspuren verstärkt den dokumentarischen Charakter und die historische Authentizität des Objekts.

Die Ausgaben des Ehrenblatts erschienen in unregelmäßigen Abständen, abhängig von der Anzahl der zu ehrenden Soldaten und der militärischen Situation. Im Jahr 1942, während der intensiven Kampfhandlungen an mehreren Fronten, wurden besonders viele Ausgaben veröffentlicht. Die Ehrungen sollten die Moral der Truppe stärken und Vorbilder für soldatisches Verhalten schaffen.

Aus heutiger militärhistorischer Perspektive sind diese Dokumente wichtige Quellen für die Erforschung der Wehrmachtsgeschichte, der Ordensverleihungen und der Propagandapraxis des NS-Regimes. Sie dokumentieren individuelle Schicksale und militärische Ereignisse und ermöglichen Einblicke in die Anerkennungskultur und Motivationsstrategien der Wehrmacht.

Die Sammlung und Bewahrung solcher historischen Dokumente dient ausschließlich der wissenschaftlichen und pädagogischen Aufarbeitung der Geschichte. Sie sind wichtige Zeugnisse einer dunklen Epoche deutscher Geschichte und tragen zum Verständnis der militärischen Strukturen und Praktiken bei.

Das vorliegende Exemplar aus dem Mai 1942 stellt somit ein bedeutendes zeitgeschichtliches Dokument dar, das Einblick in die militärische Ehrungskultur der Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs gewährt und als authentisches Zeugnis dieser Epoche von historischem Wert ist.