Kaiserliche Marine Paar große Knöpfe 

Versilberte Ausführung, um 1910, 25 mm, für den Kollani, identischer Hersteller, leicht getragen, Zustand 2-.

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40,00

Kaiserliche Marine Paar große Knöpfe 

Die Kaiserliche Marine, die Kriegsflotte des Deutschen Kaiserreichs von 1871 bis 1918, entwickelte sich unter Kaiser Wilhelm II. zu einer der bedeutendsten Seestreitkräfte der Welt. Die hier vorliegenden versilberten Knöpfe aus der Zeit um 1910 repräsentieren einen wichtigen Aspekt der Marineuniform dieser Ära und spiegeln die Bedeutung wider, die das Kaiserreich seiner Marine beimaß.

Diese großen Knöpfe mit 25 mm Durchmesser waren speziell für den Kragen (Kollani) der Marineuniform bestimmt. Die versilberte Ausführung deutet auf eine höherwertige Qualität hin, die typischerweise für Offiziersuniformen oder besondere Anlässe verwendet wurde. Die Standardknöpfe der Kaiserlichen Marine trugen üblicherweise den Reichsadler oder einen Anker, umgeben von einem Kranz oder anderen maritimen Symbolen.

Die Uniformvorschriften der Kaiserlichen Marine waren streng geregelt und wurden in detaillierten Bekleidungsordnungen festgelegt. Diese Regelungen umfassten nicht nur den Schnitt und die Farbe der Uniformen, sondern auch präzise Vorgaben zu den Knöpfen, ihrer Größe, Platzierung und Ausführung. Die Tatsache, dass beide Knöpfe vom identischen Hersteller stammen, war typisch für die standardisierte Produktion von Militäreffekten dieser Zeit.

Um 1910 befand sich die Kaiserliche Marine auf dem Höhepunkt ihrer Expansion. Das von Großadmiral Alfred von Tirpitz initiierte Flottenbauprogramm hatte Deutschland zur zweitgrößten Seemacht nach Großbritannien gemacht. Diese maritime Aufrüstung führte zu einem intensiven deutsch-britischen Flottenrüstungswettlauf, der eine der Ursachen für die zunehmenden Spannungen war, die schließlich zum Ersten Weltkrieg führten.

Die Herstellung von Marineknöpfen war ein spezialisiertes Handwerk. Zahlreiche deutsche Manufakturen produzierten diese Uniformteile, wobei sie strengen Qualitätsstandards unterlagen. Die versilberte Ausführung war aufwendiger als die einfache Messingvariante und erforderte zusätzliche Arbeitsschritte. Die Versilberung bot nicht nur einen edleren Glanz, sondern auch besseren Schutz vor Korrosion, was besonders im maritimen Umfeld von Bedeutung war.

Die Kragenknöpfe waren ein wesentliches Element der Marineuniform. Sie dienten nicht nur der Befestigung, sondern auch der Rangunterscheidung und Identifikation. Die Größe von 25 mm war typisch für diese exponierten Knöpfe, die gut sichtbar sein sollten. Im Gegensatz zu kleineren Knöpfen an Jacken und Mänteln waren Kragenknöpfe oft aufwendiger gestaltet und von höherer Qualität.

Der Zustand “leicht getragen” dieser Knöpfe erzählt ihre eigene Geschichte. Sie wurden tatsächlich von einem Marinesoldaten getragen, möglicherweise bei Paraden, Dienstverrichtungen oder offiziellen Anlässen. Die leichten Gebrauchsspuren sind Zeugnisse authentischer militärischer Verwendung und erhöhen den historischen Wert dieser Objekte.

Die Uniformkultur der Kaiserlichen Marine war stark von preußischen Militärtraditionen geprägt, integrierte aber auch spezifisch maritime Elemente. Die Marine genoss hohes Prestige im Kaiserreich, und die Uniform war Ausdruck dieses Status. Marineangehörige waren stolz auf ihre Zugehörigkeit zur Flotte, und die korrekte Uniform mit allen vorgeschriebenen Elementen war Ausdruck dieser Identität.

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Abdankung Kaiser Wilhelms II. im November 1918 wurde die Kaiserliche Marine aufgelöst. Der Versailler Vertrag von 1919 beschränkte die deutsche Seemacht drastisch. Die Reichsmarine und später die Kriegsmarine folgten, verwendeten jedoch teilweise andere Uniformvorschriften und Abzeichen.

Heute sind Uniformteile der Kaiserlichen Marine gesuchte Sammlerobjekte. Sie dokumentieren nicht nur die Militärgeschichte, sondern auch die handwerkliche Qualität und die kulturelle Bedeutung militärischer Traditionen im Deutschen Kaiserreich. Solche Knöpfe ermöglichen es Sammlern und Historikern, die materielle Kultur dieser bedeutenden Epoche der deutschen Marinegeschichte zu verstehen und zu bewahren.

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