Allgemeines Sturmabzeichen - deep pan

Zink hohl, Nadel und Haken sind magnetisch.
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Allgemeines Sturmabzeichen - deep pan

Das Allgemeine Sturmabzeichen - Eine historische Betrachtung

Das Allgemeine Sturmabzeichen, auch bekannt als General Assault Badge, stellt eine bedeutende militärische Auszeichnung aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs dar. Diese Auszeichnung wurde am 1. Juni 1940 durch eine Verordnung von Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch, dem damaligen Oberbefehlshaber des Heeres, gestiftet.

Das beschriebene Exemplar ist ein sogenanntes “deep pan” oder Hohlprägung-Modell, gefertigt aus Zink. Die hohle Rückseite ist charakteristisch für viele Abzeichen, die in den späteren Kriegsjahren produziert wurden, als Materialknappheit zunehmend die Herstellung beeinflusste. Die Verwendung von Zink anstelle von hochwertigen Metallen wie Bronze oder Silber spiegelt die wirtschaftlichen Zwänge wider, unter denen die Rüstungsindustrie des Deutschen Reiches ab etwa 1942/43 operierte.

Die magnetischen Eigenschaften von Nadel und Haken sind ein wichtiges Authentifizierungsmerkmal. Diese Bestandteile wurden typischerweise aus Eisen oder Stahl gefertigt, während der Hauptkörper des Abzeichens aus Zink bestand. Diese Materialkombination ist typisch für Produktionen verschiedener Hersteller während der Kriegszeit.

Verleihungskriterien und historischer Kontext

Das Allgemeine Sturmabzeichen wurde an Soldaten verliehen, die an mindestens drei Infanterieangriffen an verschiedenen Tagen teilgenommen hatten, oder alternativ für die Teilnahme an Nahkampfhandlungen. Die Verleihung konnte auch für Verwundungen während solcher Aktionen erfolgen. Im Gegensatz zum spezifischeren Infanterie-Sturmabzeichen, das ausschließlich an Infanteristen verliehen wurde, konnten alle Waffengattungen des Heeres das Allgemeine Sturmabzeichen erhalten, einschließlich Panzertruppen, Artillerie und Pioniere, sofern sie die entsprechenden Einsätze absolvierten.

Die Gestaltung des Abzeichens zeigt ein charakteristisches Motiv: ein Gewehr mit aufgepflanztem Bajonett und eine Stielhandgranate, eingerahmt von einem Eichenlaubkranz. Diese Symbolik verkörpert den direkten Kampf und die Tapferkeit im Nahkampf. Die Dimensionen betrugen üblicherweise etwa 45-48 mm in der Höhe und 33-36 mm in der Breite.

Herstellung und Varianten

Zahlreiche Hersteller produzierten das Allgemeine Sturmabzeichen während des Krieges. Zu den bekannten Herstellern gehörten Firmen wie Friedrich Linden aus Lüdenscheid, Josef Feix & Söhne aus Gablonz, Rudolf Souval aus Wien und viele andere. Die “deep pan”-Varianten zeichnen sich durch ihre ausgeprägte Tiefenprägung aus, die dem Abzeichen einen dreidimensionalen Charakter verleiht.

Die Qualität der Abzeichen variierte erheblich je nach Hersteller und Produktionszeitpunkt. Frühe Exemplare aus den Jahren 1940-1941 wiesen oft eine höhere Qualität und detailliertere Ausführung auf, während spätere Produktionen zunehmend vereinfacht wurden. Die Hohlprägung aus Zink war eine kostengünstige Produktionsmethode, die es ermöglichte, die hohe Nachfrage zu decken.

Sammlerwert und Authentifizierung

Heute sind Allgemeine Sturmabzeichen begehrte Sammlerobjekte militärhistorischer Artefakte. Die Authentifizierung solcher Stücke erfordert fundierte Kenntnisse über Materialien, Herstellungsmerkmale und Alterungsspuren. Das Vorhandensein magnetischer Nadeln und Haken, wie bei dem beschriebenen Exemplar, ist ein positives Indiz für die Authentizität, da moderne Reproduktionen häufig andere Materialkombinationen verwenden.

Die hohle Bauweise und das Zinkmaterial sind typisch für authentische Kriegsproduktionen und unterscheiden sich deutlich von neueren Nachfertigungen. Sammler sollten jedoch stets vorsichtig sein und mehrere Authentifizierungsmerkmale prüfen, einschließlich Patina, Gewicht, Prägedetails und Befestigungselemente.

Das Studium solcher militärhistorischen Objekte trägt zum Verständnis der materiellen Kultur des Zweiten Weltkriegs bei und dokumentiert die technologischen und wirtschaftlichen Bedingungen jener Zeit.

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