Elastolin - Heer 2 Pfeifer marschierend

7,5 cm, Zustand 2.
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45,00

Elastolin - Heer 2 Pfeifer marschierend

Elastolin-Figuren der Wehrmacht: Marschierende Pfeifer als Spielzeug und Sammlerobjekt

Die vorliegende Figur von zwei marschierenden Pfeifern des Heeres stammt aus der Produktion der Firma Elastolin, einem der bedeutendsten deutschen Hersteller von Militär-Spielfiguren des 20. Jahrhunderts. Mit einer Höhe von 7,5 cm gehört diese Figur zur standardisierten Größe der Elastolin-Massenproduktion, die zwischen den 1930er und 1950er Jahren ihre Blütezeit erlebte.

Die Firma Elastolin und ihre Geschichte

Die Firma O. & M. Hausser wurde 1904 in Ludwigsburg gegründet und entwickelte ab 1926 unter dem Markennamen Elastolin Figuren aus einem neuartigen Material, das aus Kasein, Kreide, Glycerin und anderen Bestandteilen bestand. Dieses Material war deutlich bruchfester als die bisherigen Massefiguren und ermöglichte eine detailreiche Gestaltung. Die Figuren wurden um Drahtgestelle geformt und anschließend handbemalt. Elastolin wurde zum Marktführer für militärische Spielfiguren im deutschsprachigen Raum und konkurrierte erfolgreich mit Lineol, dem anderen großen Hersteller dieser Zeit.

Militärische Musikkorps und ihre Bedeutung

Pfeifer spielten in den Musikkorps der Wehrmacht eine traditionelle Rolle, die bis in die preußischen Militärformationen des 18. und 19. Jahrhunderts zurückreicht. Die Querflöte oder Trompete wurde im militärischen Kontext nicht nur zur musikalischen Untermalung von Paraden und Zeremonien eingesetzt, sondern hatte auch eine praktische Funktion bei der Übermittlung von Befehlen auf dem Schlachtfeld und bei Märschen. Die Heeresmusikkorps bestanden aus verschiedenen Instrumentalisten, darunter Pfeifer, Trommler, Hornisten und weitere Bläser.

Darstellung in der Elastolin-Produktion

Die Darstellung marschierender Musiker war ein beliebtes Motiv in der Elastolin-Produktpalette. Die Figuren wurden in typischen Uniformen der jeweiligen Epoche gestaltet, wobei die Details wie Uniformfarbe, Abzeichen und Kopfbedeckungen den zeitgenössischen militärischen Vorschriften entsprachen. Die Heeresuniform, wie sie in den 1930er und 1940er Jahren getragen wurde, war in Feldgrau gehalten und wies charakteristische Elemente wie Schulterstücke, Kragenspiegel und Koppelschlösser auf. Die Pfeifer wurden üblicherweise in Marschhaltung dargestellt, mit dem Instrument an den Mund geführt und in dynamischer Schrittstellung.

Sammlerwert und Zustandsbewertung

Die Zustandsangabe “2” nach der gängigen Sammlerskala (1 = neuwertig bis 6 = stark beschädigt) deutet auf ein gut erhaltenes Exemplar mit möglicherweise leichten Gebrauchsspuren, aber ohne größere Beschädigungen. Bei Elastolin-Figuren sind typische Alterungserscheinungen Farbabplatzer, Materialrisse oder Verformungen des Drahtskeletts. Gut erhaltene Figuren aus der Vorkriegs- und Kriegszeit sind heute gesuchte Sammlerobjekte.

Historischer Kontext und Sammlertum

Die Produktion militärischer Spielzeugfiguren während der NS-Zeit stand im Kontext der allgemeinen Militarisierung der Gesellschaft. Diese Spielzeuge dienten der Vermittlung militärischer Werte und Ideale an Kinder. Nach 1945 stellte Elastolin die Produktion zunächst ein, nahm sie aber in den 1950er Jahren wieder auf, nun mit anderen thematischen Schwerpunkten. Heute werden diese historischen Figuren als Zeitdokumente und Sammlerstücke betrachtet, die einen Einblick in die materielle Kultur und die gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Entstehungszeit geben.

Die Firma wurde schließlich 1983 geschlossen, was die erhaltenen Figuren zu endlichen Sammlerobjekten macht. Sammler schätzen besonders die handwerkliche Qualität, die historische Authentizität der Darstellung und den Erhaltungszustand dieser Miniaturkunstwerke.

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