Abzeichen - 11. Treffen der 2. Panzer Division, Wien in Mai 1979
Das vorliegende Abzeichen dokumentiert das 11. Treffen der 2. Panzer Division, das im Mai 1979 in Wien stattfand. Hergestellt wurde es von der traditionsreichen Firma Schwertner u. Cie aus Graz, einem bekannten österreichischen Hersteller von militärischen Auszeichnungen und Erinnerungsabzeichen.
Die 2. Panzer-Division war ein bedeutender Großverband der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs, der 1935 im Zuge der Wiederaufrüstung aufgestellt wurde. Sie nahm an zahlreichen Feldzügen teil, darunter der Polenfeldzug 1939, der Westfeldzug 1940 und insbesondere das Unternehmen Barbarossa ab 1941. Die Division kämpfte an verschiedenen Frontabschnitten der Ostfront und war an entscheidenden Schlachten beteiligt, bevor sie 1945 kapitulierte.
Nach Kriegsende begannen ehemalige Angehörige verschiedener Wehrmacht-Einheiten, sich zu Traditionsverbänden und Veteranenvereinigungen zusammenzuschließen. Diese Zusammenkünfte dienten dem Gedenken an gefallene Kameraden, der Pflege von Erinnerungen und dem sozialen Austausch unter den Veteranen. Die regelmäßigen Treffen der ehemaligen Angehörigen der 2. Panzer-Division begannen bereits in den 1950er Jahren und wurden über Jahrzehnte fortgeführt.
Das 11. Treffen im Jahr 1979 war Teil dieser langjährigen Tradition. Wien als Veranstaltungsort war eine häufige Wahl für solche Veteranentreffen, da Österreich nach dem Staatsvertrag von 1955 neutral wurde und viele ehemalige Wehrmachtsangehörige österreichischer Herkunft dort lebten. Die österreichische Hauptstadt bot zudem eine zentrale Lage für Teilnehmer aus verschiedenen Ländern.
Die Firma Schwertner u. Cie aus Graz hatte eine lange Tradition in der Herstellung militärischer Auszeichnungen, Orden und Abzeichen. Das Unternehmen produzierte sowohl während der Monarchie als auch in der Zwischenkriegszeit und nach 1945 verschiedenste Erinnerungsstücke. Die Fertigung von Veteranentreffen-Abzeichen aus Kunststoff war in den 1970er Jahren üblich, da dieses Material kostengünstig in größeren Stückzahlen produziert werden konnte und gleichzeitig langlebig war.
Solche Treffen-Abzeichen erfüllten mehrere Funktionen: Sie dienten als Erkennungszeichen während der Veranstaltung, als Erinnerungsstück für die Teilnehmer und dokumentierten die Teilnahme an einem bestimmten Treffen. Oft wurden sie am Revers getragen und zeigten durch ihre Gestaltung Bezüge zur jeweiligen Division – typischerweise durch Einheitssymbole, Divisionsnummern oder charakteristische Embleme.
Die 1970er Jahre waren eine Zeit, in der Veteranentreffen noch regelmäßig stattfanden, da viele ehemalige Soldaten noch im aktiven Lebensalter waren. Das 11. Treffen deutet auf eine kontinuierliche Tradition hin, die wahrscheinlich Ende der 1950er oder Anfang der 1960er Jahre begonnen hatte und in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen fortgeführt wurde.
Aus historischer Perspektive sind solche Abzeichen heute wichtige zeitgeschichtliche Dokumente. Sie dokumentieren die Nachkriegsgeschichte und den Umgang ehemaliger Wehrmachtsangehöriger mit ihrer Vergangenheit. Die wissenschaftliche Forschung betrachtet diese Veteranentreffen im Kontext der deutschen und österreichischen Erinnerungskultur und untersucht, wie ehemalige Soldaten ihre Kriegserfahrungen verarbeiteten und welche Narrative dabei gepflegt wurden.
Sammler militärhistorischer Gegenstände schätzen solche Abzeichen als Zeugnisse einer bestimmten Epoche der Nachkriegszeit. Sie ergänzen das Verständnis für die sozialgeschichtlichen Aspekte der Militärgeschichte und zeigen, wie Veteranengemeinschaften organisiert waren und ihre Traditionen pflegten.