Deutsches Reich 1. Weltkrieg Stahlhelm M 1916 – Amerikanisches Beutestück 1918 "Verdun 1918"

Die originale olivgrüne Lackierung zu ca. 80% erhalten. Innen mit dreiteiligem Futter am Lederbund, eines der Kissen abgerissen, ein Hersteller nicht erkennbar, in der Glocke gestempelt «R i 554», in den Nackenschutz eingeritzt «Verdun May I 1918». Ohne Kinnriemen. Zustand 2.

Zwischen 1917 und 1918 kämpften mehr als eine Million Mann der American Expeditionary Forces an der Westfront. Der Großteil im Raum Verdun.
498812
1.650,00

Deutsches Reich 1. Weltkrieg Stahlhelm M 1916 – Amerikanisches Beutestück 1918 "Verdun 1918"

Der deutsche Stahlhelm M 1916 stellt einen der bedeutendsten Meilensteine in der Geschichte des militärischen Kopfschutzes dar. Diese revolutionäre Entwicklung entstand aus den bitteren Erfahrungen der ersten Kriegsjahre des Ersten Weltkriegs, als sich die traditionellen Pickelhauben und Tschakos als völlig ungeeignet für die moderne Kriegsführung erwiesen.

Die Entwicklung des M 1916 begann bereits 1915 unter der Leitung von Professor Friedrich Schwerd an der Technischen Hochschule Hannover. Nach umfangreichen ballistischen Tests und anatomischen Studien entstand ein Design, das maximalen Schutz bei praktikablem Gewicht bot. Die charakteristische Form mit dem ausgeprägten Nackenschutz und den seitlichen Wulsten wurde zum Vorbild für Stahlhelme weltweit.

Ab Januar 1916 begann die Massenproduktion in verschiedenen deutschen Rüstungsbetrieben. Jeder Helm erhielt Herstellerstempel wie “R i 554”, die Auskunft über Produktionsstätte und Losnummer gaben. Die anfangs feldgraue Lackierung wurde später durch olivgrüne Farbtöne ersetzt, um bessere Tarneigenschaften zu erzielen.

Der Einsatz bei Verdun 1918 markierte einen besonderen historischen Kontext. Während die berühmte Schlacht um Verdun bereits 1916 ihren Höhepunkt erreicht hatte, blieb der Frontabschnitt bis Kriegsende umkämpft. Die amerikanischen Expeditionsstreitkräfte, die American Expeditionary Forces (AEF) unter General John J. Pershing, wurden ab 1917 verstärkt in diesem Sektor eingesetzt.

Besonders bedeutsam ist die Inschrift “Verdun May I 1918”, die auf den 1. Mai 1918 datiert. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich über eine Million amerikanischer Soldaten in Frankreich, viele davon im Raum Verdun-Meuse-Argonne. Deutsche Beutestücke wurden von alliierten Soldaten häufig als Kriegstrophäen gesammelt und oft mit entsprechenden Beschriftungen versehen.

Das dreiteilige Innenfutter aus Leder war charakteristisch für die deutschen Stahlhelme und bot durch seine Aufhängung einen gewissen Schutz vor Erschütterungen. Die Konstruktion erwies sich als so effektiv, dass sie das Design von Militärhelmen bis heute beeinflusst.