Wehrmacht Paar Schulterstücke für einen Feldwebel der Infanterie

Feldgraue Ausführung mit Schlaufen, für den Mantel, ein Stern fehlt, Waffenfarbe weiß. Zustand 2-.
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140,00

Wehrmacht Paar Schulterstücke für einen Feldwebel der Infanterie

Die vorliegenden Schulterstücke (auch Schulterklappen genannt) repräsentieren ein authentisches Beispiel der Rangabzeichen der Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Sie gehörten zu einem Feldwebel der Infanterie und zeigen die charakteristische feldgraue Ausführung mit der weißen Waffenfarbe der Infanterie.

Die Wehrmacht führte 1935 ein umfassendes System von Rangabzeichen ein, das auf den Traditionen der Reichswehr und der kaiserlichen Armee aufbaute. Die Schulterstücke dienten der sofortigen Erkennung von Rang und Truppengattung eines Soldaten. Der Rang des Feldwebels war ein wichtiger Unteroffiziersrang, der in der militärischen Hierarchie zwischen dem Unterfeldwebel und dem Oberfeldwebel stand. Feldwebel trugen erhebliche Verantwortung für die Ausbildung und Führung von Soldaten und bildeten das Rückgrat der militärischen Organisation.

Die Waffenfarbe Weiß identifizierte den Träger eindeutig als Angehörigen der Infanterie, der zahlenmäßig größten Truppengattung der Wehrmacht. Dieses Farbsystem war durch die Heeresdienstvorschrift (HDv) genau geregelt und ermöglichte eine schnelle Unterscheidung zwischen den verschiedenen Waffengattungen: Kavallerie (goldgelb), Artillerie (rot), Pioniere (schwarz), Nachrichtentruppen (zitronengelb) und viele andere.

Die hier vorliegenden Schulterstücke sind als Mantelausführung gekennzeichnet, was an den Schlaufen erkennbar ist. Sie wurden auf dem feldgrauen Mantel getragen, im Gegensatz zu den Schulterstücken für die Feldbluse oder den Waffenrock. Die feldgraue Grundfarbe entspricht der Standard-Uniformfarbe der Wehrmacht und sollte Tarnung im Feld gewährleisten. Die Fertigung erfolgte typischerweise aus Wolltuch auf einer festen Unterlage.

Die Rangkennzeichnung eines Feldwebels bestand aus zwei geflochtenen Unteroffiziersschnüren (Tressen) und in der Regel zwei Sternen (Pips). Die Beschreibung vermerkt, dass ein Stern fehlt, was bei historischen Militaria nicht ungewöhnlich ist. Diese Sterne waren aufgenäht oder aufgelötet und konnten sich im Laufe der Zeit lösen. Die Schnüre waren aus silberfarbenem Material für Unteroffiziere gefertigt, im Gegensatz zu den goldfarbenen Schnüren der Offiziere.

Feldwebel waren in der Regel Kompaniefeldwebel oder Zugführer und hatten sowohl disziplinarische als auch administrative Aufgaben. Sie waren oft kampferfahrene Soldaten, die sich durch ihre Leistung hochgedient hatten. In der Wehrmacht gab es während des Krieges etwa 1,5 bis 2 Millionen Unteroffiziere, von denen ein erheblicher Teil den Rang eines Feldwebels innehatte.

Die Herstellung solcher Schulterstücke erfolgte durch verschiedene Hersteller und Zulieferbetriebe im gesamten Deutschen Reich. Die Qualität konnte variieren, insbesondere in den späteren Kriegsjahren, als Materialknappheit zu vereinfachten Ausführungen führte. Die hier vorliegenden Exemplare scheinen aus der früheren bis mittleren Kriegsperiode zu stammen, da sie noch eine relativ gute Verarbeitung aufweisen.

Historisch gesehen sind solche Schulterstücke wichtige militärhistorische Dokumente, die Einblick in das Organisationssystem, die Hierarchie und die materielle Kultur der Wehrmacht geben. Sie sind Zeugnisse der persönlichen Geschichte von Millionen Soldaten, die in diesem Rang dienten. Für Sammler und Militärhistoriker bieten sie wertvolle Informationen über Herstellungstechniken, Materialien und die Entwicklung der Uniformierung im Verlauf des Krieges.

Der angegebene Zustand “2-” deutet auf gut erhaltene Stücke mit leichten Gebrauchsspuren hin, was für über 80 Jahre alte Militaria bemerkenswert ist. Das Fehlen eines Sterns mindert den Zustand geringfügig, macht die Stücke aber nicht weniger historisch bedeutsam.

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