III. Reich Parteiverbände RZM Uniformknöpfe 21 mm  

Feinzink Knöpfe zum einnähen, 21 mm, späte Herstellung, Versilberung aufgesprüht, identischer Hersteller, mit RZM Stempel M5/72. Getragen, Zustand 2-.

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370113
10,00

III. Reich Parteiverbände RZM Uniformknöpfe 21 mm  

Die vorliegenden Uniformknöpfe aus der Zeit des Dritten Reiches repräsentieren einen wichtigen Aspekt der nationalsozialistischen Organisationsstruktur und deren textile Ausstattung. Mit einem Durchmesser von 21 mm und der charakteristischen RZM-Kennzeichnung M5/72 dokumentieren diese Knöpfe die standardisierte Produktion von Uniformzubehör für die verschiedenen Parteiverbände der NSDAP.

Das Reichszeugmeisterei (RZM) wurde 1929 gegründet und diente als zentrale Beschaffungs- und Kontrollbehörde für sämtliche Uniformen, Ausrüstungsgegenstände und Abzeichen der NSDAP und ihrer Gliederungen. Die RZM-Kennzeichnung war ab 1935 für alle Hersteller von Parteiartikeln verpflichtend. Die Herstellerkennung M5/72 folgte dem standardisierten RZM-System, wobei der Buchstabe die Warengruppe (hier Metalle) und die Zahlenkombination den jeweiligen zugelassenen Hersteller identifizierte.

Die Knöpfe wurden aus Feinzink gefertigt, einem Material, das besonders in der späteren Kriegsphase aufgrund von Metallknappheit verstärkt zum Einsatz kam. Die aufgesprühte Versilberung stellte eine kostengünstige Alternative zur echten Versilberung dar und war typisch für die Produktion ab etwa 1942/43, als die Ressourcenlage des Deutschen Reiches sich zunehmend verschlechterte. Diese Produktionsmethode ermöglichte eine schnellere und wirtschaftlichere Massenherstellung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des gewünschten optischen Erscheinungsbildes.

Die Ausführung als Annähknöpfe (zum Einnähen) war Standard für Uniformknöpfe der Parteiverbände. Im Gegensatz zu militärischen Uniformknöpfen der Wehrmacht, die oft mit Ösen versehen waren, wurden die Knöpfe der Parteiorganisationen traditionell angenäht. Dies entsprach den zivilen Schneidertraditionen und unterschied die politischen Organisationen in gewisser Weise von den militärischen Streitkräften.

Die Parteiverbände umfassten eine Vielzahl von Organisationen, darunter die SA (Sturmabteilung), SS (Schutzstaffel), NSKK (Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps), NSFK (Nationalsozialistisches Fliegerkorps), sowie zahlreiche weitere Gliederungen und angeschlossene Verbände. Jede dieser Organisationen hatte spezifische Uniformvorschriften, die durch das Bekleidungsamt der Reichsleitung und die RZM überwacht wurden.

Die Größe von 21 mm entspricht den standardisierten Maßen für mittlere Uniformknöpfe, wie sie typischerweise an Uniformjacken, Blusen und Mäntel der verschiedenen Formationen verwendet wurden. Größere Knöpfe (24-26 mm) fanden an Mäntel und Überröcke Verwendung, während kleinere Exemplare (14-18 mm) für Brusttaschen oder Ärmel bestimmt waren.

Die Tatsache, dass alle vorliegenden Knöpfe vom identischen Hersteller stammen, deutet darauf hin, dass sie als Satz für eine bestimmte Uniform oder Uniformcharge produziert wurden. Die RZM vergab Aufträge systematisch an zugelassene Hersteller, um eine gleichbleibende Qualität und Standardisierung zu gewährleisten.

Historisch betrachtet dokumentieren diese Knöpfe die extensive Bürokratisierung und Standardisierung, die charakteristisch für das nationalsozialistische Herrschaftssystem war. Die RZM beschäftigte zeitweise über 1.000 Mitarbeiter und kontrollierte ein Netzwerk von mehreren tausend zugelassenen Herstellern. Diese Organisation generierte erhebliche Einnahmen für die NSDAP durch Lizenzgebühren und Qualitätsprüfungen.

Nach 1945 wurde der Besitz, Handel und die öffentliche zur Schaustellung von Gegenständen mit nationalsozialistischen Symbolen in Deutschland und Österreich gesetzlich reglementiert. Solche Objekte dürfen nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst, der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre gesammelt und präsentiert werden.