Reichsmarine Paar Knöpfe für die Schirmmütze der Offiziere und Portepeeunteroffiziere 

vergoldet, ca. 12 mm, ungebraucht, Kriegsmarine gestempelt, Zustand 1-2.

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80,00

Reichsmarine Paar Knöpfe für die Schirmmütze der Offiziere und Portepeeunteroffiziere 

Die vorliegenden Reichsmarine-Knöpfe für die Schirmmütze der Offiziere und Portepeeunteroffiziere repräsentieren ein authentisches Ausstattungsstück der deutschen Marineuniform aus der Zeit zwischen 1919 und 1935. Diese vergoldeten Knöpfe mit einem Durchmesser von etwa 12 mm wurden speziell für die Kopfbedeckungen der höheren Dienstgradgruppen der Reichsmarine gefertigt, der offiziellen Bezeichnung der deutschen Seestreitkräfte während der Weimarer Republik.

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Unterzeichnung des Versailler Vertrags im Jahr 1919 wurde die ehemalige Kaiserliche Marine aufgelöst und durch die Reichsmarine ersetzt. Der Friedensvertrag legte strikte Beschränkungen für die deutschen Streitkräfte fest, einschließlich der Marine, die auf 15.000 Mann begrenzt wurde. Trotz dieser Einschränkungen behielt die Reichsmarine ihre traditionellen Uniformstandards bei und entwickelte eine eigene Uniformordnung, die sich an den bewährten maritimen Traditionen orientierte.

Die Schirmmütze bildete einen wesentlichen Bestandteil der Offiziersuniform und unterschied sich deutlich von den Kopfbedeckungen der Mannschaften. Die Offiziere und Portepeeunteroffiziere – jene Unteroffiziere, die das Recht trugen, den Portepeedegen zu führen – waren berechtigt, diese speziellen vergoldeten Knöpfe zu tragen. Die Vergoldung war dabei kein bloßes ästhetisches Element, sondern ein wichtiges Statusmerkmal, das die Zugehörigkeit zu den höheren Dienstgradgruppen signalisierte.

Die Knöpfe wurden typischerweise paarweise an der Schirmmütze angebracht und dienten sowohl funktionalen als auch dekorativen Zwecken. Sie befestigten die Kinnriemen und trugen zum repräsentativen Erscheinungsbild der Uniform bei. Die Herstellung erfolgte durch spezialisierte Manufakturen, die von der Marine autorisiert waren und strenge Qualitätsstandards einhalten mussten.

Besonders bemerkenswert ist die Stempelung “Kriegsmarine” auf diesen Knöpfen. Dies weist auf eine interessante historische Besonderheit hin: Die Umbenennung der Reichsmarine in Kriegsmarine erfolgte offiziell erst 1935, als das nationalsozialistische Regime die offene Aufrüstung verkündete. Die Stempelung deutet darauf hin, dass diese Knöpfe entweder später hergestellt oder nachträglich gekennzeichnet wurden, möglicherweise als Teil der Übergangsphase zwischen beiden Epochen. Es war nicht unüblich, dass Ausrüstungsgegenstände aus der Reichsmarine-Ära auch nach 1935 weiterverwendet und entsprechend gekennzeichnet wurden.

Die Uniformvorschriften der Reichsmarine waren in detaillierten Regelwerken festgelegt, die präzise Angaben zu Material, Größe, Anbringung und Trageweise der einzelnen Uniformteile machten. Die Knöpfe mussten exakte Spezifikationen erfüllen, was ihre Größe, Materialzusammensetzung und Verarbeitung betraf. Der ungebrauchte Zustand der vorliegenden Knöpfe und ihr hervorragender Erhaltungszustand (Zustand 1-2) machen sie zu besonders wertvollen Exemplaren für Sammler und Historiker.

Die Portepeeunteroffiziere nahmen eine besondere Stellung in der Hierarchie ein. Sie bildeten die Verbindung zwischen den Offizieren und den Mannschaftsdienstgraden und genossen besondere Privilegien, darunter das Recht auf bestimmte Uniformelemente, die sonst Offizieren vorbehalten waren. Die Berechtigung zum Tragen der vergoldeten Schirmmützenknöpfe war eine solche Auszeichnung.

Im Kontext der Marinegeschichte repräsentieren solche Knöpfe die Kontinuität maritimer Traditionen durch politische Umbrüche hinweg. Von der Kaiserlichen Marine über die Reichsmarine bis zur Kriegsmarine blieben bestimmte Uniformelemente und Traditionen erhalten, auch wenn sich die politischen Rahmenbedingungen fundamental änderten.

Heute sind authentische Reichsmarine-Knöpfe begehrte Sammlerobjekte, die wichtige Zeugnisse deutscher Marinegeschichte darstellen. Sie dokumentieren nicht nur die materiellen Aspekte der Uniformierung, sondern auch die gesellschaftliche und militärische Hierarchie ihrer Zeit. Ungebrauchte Exemplare in hervorragendem Zustand sind besonders selten, da die meisten Ausrüstungsgegenstände im Dienst verwendet wurden oder den Zweiten Weltkrieg nicht überdauerten.