Originales Band zur Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938, Eisernes Kreuz 2. Klasse 1939 und Dienstauszeichnung

Schmale Ausführung für die Bandspange. Breite 25 mm, Länge 150 mm, ungetragen.

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Originales Band zur Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938, Eisernes Kreuz 2. Klasse 1939 und Dienstauszeichnung

Das vorliegende Band stellt eine schmale Ausführung für die Bandspange dar und vereint drei bedeutende Auszeichnungen des Dritten Reiches: die Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938, das Eiserne Kreuz 2. Klasse 1939 und eine Dienstauszeichnung. Mit einer Breite von 25 mm und einer Länge von 150 mm handelt es sich um ein ungetragenes Exemplar, das die typische Ausführung für Ordensspangen dieser Zeit repräsentiert.

Die Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938, auch als Sudetenland-Medaille bekannt, wurde durch Erlass vom 18. Oktober 1938 von Adolf Hitler gestiftet. Sie erinnerte an die Eingliederung der sudetendeutschen Gebiete in das Deutsche Reich nach dem Münchner Abkommen vom 29. September 1938. Das Band dieser Medaille zeigt die charakteristischen Farben Rot, Weiß und Schwarz in vertikalen Streifen. Die Auszeichnung wurde an Angehörige der Wehrmacht, SS, Polizei und andere staatliche Organisationen verliehen, die an der Besetzung des Sudetenlandes vom 1. bis 10. Oktober 1938 teilgenommen hatten. Auch tschechoslowakische Staatsbürger deutscher Volkszugehörigkeit, die sich für den Anschluss eingesetzt hatten, konnten diese Medaille erhalten.

Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde am 1. September 1939, dem Tag des Kriegsbeginns, durch Hitler erneuert und als Eisernes Kreuz 1939 neu gestiftet. Diese Auszeichnung knüpfte an die preußische Tradition des Eisernen Kreuzes an, das erstmals 1813 von König Friedrich Wilhelm III. während der Befreiungskriege gegen Napoleon gestiftet worden war. Das Band des Eisernen Kreuzes 1939 bestand aus schwarzem Grundstoff mit weißen Seitenstreifen und einem roten Mittelstreifen, was die preußischen Farben Schwarz-Weiß mit dem roten Streifen der nationalsozialistischen Symbolik verband. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde für Tapferkeit vor dem Feind und besondere militärische Verdienste verliehen. Es war die am häufigsten verliehene Kriegsauszeichnung des Zweiten Weltkriegs, wobei mehrere Millionen Exemplare ausgegeben wurden.

Die Dienstauszeichnungen der Wehrmacht wurden durch Verordnung vom 16. März 1936 geschaffen und ersetzten die früheren Dienstauszeichnungen der Reichswehr. Sie wurden in verschiedenen Stufen verliehen: für 4, 12, 18, 25 und 40 Dienstjahre. Das Band variierte je nach Dienstzeit in seiner Gestaltung, wobei die vierjährige Auszeichnung ein silbernes Band zeigte, während die höheren Stufen zunehmend mit goldenen Elementen ausgestattet waren. Diese Auszeichnungen würdigten die treue Dienstleistung in den deutschen Streitkräften und waren ein wichtiger Bestandteil des militärischen Ehrungssystems.

Die Kombination dieser drei Bänder auf einer Ordensspange war während des Zweiten Weltkriegs durchaus üblich und spiegelt die militärische Karriere eines Soldaten wider, der bereits vor Kriegsbeginn Dienst leistete, an der Sudetenkrise teilnahm und anschließend im Krieg kämpfte. Ordensspangen mit mehreren Bändern wurden auf der Uniform getragen, wenn die vollständigen Orden nicht angelegt waren, etwa bei der Ausgehuniform oder bestimmten Dienstuniformen.

Die schmale Ausführung der Bänder mit 25 mm Breite war die reguläre Größe für Ordensspangen, die auf der linken Brustseite der Uniform befestigt wurden. Die Anordnung der Bänder folgte einer festgelegten Rangordnung, wobei höherwertige Auszeichnungen vor weniger bedeutenden platziert wurden. Die Präzision in der Herstellung und die korrekten Farbgebungen waren wichtige Aspekte, da sie die Authentizität und die korrekte Darstellung der Auszeichnungen gewährleisteten.

Der ungetragene Zustand dieses Bandes macht es zu einem interessanten Sammlerstück, das die Materialqualität und Farbgebung der Originalausführungen bewahrt hat. Solche ungetragenen Stücke sind heute von besonderem historischem Wert, da sie einen authentischen Einblick in die militärische Auszeichnungspraxis der Zeit bieten, ohne durch jahrelangen Gebrauch verändert worden zu sein.