Panzerkampfabzeichen in Silber - Miniatur

16 mm, versilbert, an langer Nadel. Ungetragen, Zustand 2.
492616
50,00

Panzerkampfabzeichen in Silber - Miniatur

Das Panzerkampfabzeichen in Silber gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Diese Miniaturversion mit einer Größe von 16 mm stellt eine besondere Variante dar, die typischerweise nicht im Felddienst, sondern zu gesellschaftlichen Anlässen oder an Zivilkleidung getragen wurde.

Das Panzerkampfabzeichen wurde am 20. Dezember 1939 durch den Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Walther von Brauchitsch, gestiftet. Die Stiftung erfolgte in Anerkennung der besonderen Leistungen der Panzerbesatzungen während des Polenfeldzugs. Das Abzeichen in Silber wurde an Angehörige der Panzereinheiten verliehen, die an einer bestimmten Anzahl von Panzerangriffen teilgenommen hatten oder im Panzerkampf verwundet wurden.

Die Verleihungskriterien für das silberne Panzerkampfabzeichen waren klar definiert: Es wurde an Besatzungen von Panzerkampfwagen, Befehlspanzern und Panzerspähwagen verliehen, die an mindestens drei Panzerangriffen an verschiedenen Tagen teilgenommen hatten. Alternativ konnte es auch für eine Verwundung im Panzerkampf oder für besondere Tapferkeit verliehen werden. Später, im Jahr 1943, wurden die Stufen erweitert, wobei das silberne Abzeichen die Grundstufe darstellte.

Das Design des Abzeichens zeigt einen Panzer Kampfwagen IV in Frontansicht, umgeben von einem ovalen Eichenlaubkranz. Die künstlerische Gestaltung stammte von Ernst Peekhaus aus Berlin. Die Standardgröße des Abzeichens betrug etwa 45-50 mm in der Breite, während Miniaturen wie das vorliegende Exemplar auf etwa 16 mm verkleinert wurden.

Miniaturabzeichen hatten in der deutschen militärischen Tradition eine lange Geschichte. Sie dienten verschiedenen Zwecken: Zum einen konnten sie an Zivilkleidung oder an der Ausgehuniform getragen werden, wenn das Tragen der vollständigen Ordensspange nicht angemessen oder praktikabel war. Zum anderen wurden sie häufig als persönliche Erinnerungsstücke aufbewahrt oder an Familienangehörige weitergegeben.

Die technische Ausführung dieser Miniatur zeigt die charakteristische versilberte Oberfläche, die dem Original entspricht. Die lange Nadel auf der Rückseite ermöglichte das sichere Befestigen an verschiedenen Kleidungsstücken. Der angegebene Zustand 2 und die Bezeichnung als ungetragen weisen darauf hin, dass dieses Stück in ausgezeichnetem Erhaltungszustand vorliegt, was bei versilberten Objekten aus dieser Zeit bemerkenswert ist, da die Versilberung oft zu Oxidation und Abnutzung neigte.

Die Herstellung von Miniaturen erfolgte durch verschiedene Hersteller, oft dieselben Firmen, die auch die regulären Ausführungen produzierten. Bekannte Hersteller waren unter anderem Firmen wie Josef Feix & Söhne in Gablonz, Friedrich Orth in Wien und viele weitere Betriebe im Deutschen Reich. Die Qualität der Miniaturen variierte je nach Hersteller, wobei die besseren Exemplare eine hohe Detailtreue zum Original aufwiesen.

Im historischen Kontext steht das Panzerkampfabzeichen für die zentrale Rolle, die die Panzerwaffe in der deutschen Militärdoktrin spielte. Die Entwicklung der Blitzkrieg-Taktik unter Offizieren wie Heinz Guderian hatte die Panzerverbände zu einem entscheidenden Element der Kriegsführung gemacht. Das Abzeichen symbolisierte nicht nur individuelle Tapferkeit, sondern auch die technologische und taktische Modernisierung der Wehrmacht.

Heute sind solche Miniaturen begehrte militärhistorische Sammlerstücke. Sie dokumentieren nicht nur die Auszeichnungspraxis der Wehrmacht, sondern auch die gesellschaftlichen Konventionen der Zeit bezüglich des Tragens militärischer Ehrenzeichen. Für Sammler und Historiker sind besonders ungetragene Exemplare von Interesse, da sie Aufschluss über Herstellungstechniken und Materialien geben.

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit solchen Objekten erfordert Sorgfalt und historisches Verantwortungsbewusstsein. Sie sind Zeugnisse einer dunklen Epoche der deutschen Geschichte und sollten ausschließlich im Kontext der historischen Forschung und Aufklärung betrachtet werden. Museen und Bildungseinrichtungen nutzen solche Objekte, um die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und seiner Folgen zu vermitteln.