Panzerkampfabzeichen in Silber - Miniatur

16 mm, versilbert, an langer Nadel. 
484017
50,00

Panzerkampfabzeichen in Silber - Miniatur

Das Panzerkampfabzeichen in Silber gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Die hier beschriebene Miniaturversion mit einer Breite von 16 mm repräsentiert eine besondere Form dieser Tapferkeitsauszeichnung, die für das Tragen in bestimmten Uniformsituationen vorgesehen war.

Das Panzerkampfabzeichen wurde durch Heeresverordnung vom 20. Dezember 1939 von Generaloberst Walther von Brauchitsch, dem damaligen Oberbefehlshaber des Heeres, gestiftet. Die Auszeichnung sollte die besonderen Leistungen und den Mut der Panzerbesatzungen würdigen, die in den ersten Monaten des Krieges eine entscheidende Rolle gespielt hatten. Das Abzeichen existierte in drei Stufen: Bronze (für Panzerbesatzungen nach Teilnahme an drei verschiedenen Angriffen), Silber (für Infanterie und andere Truppengattungen der Panzerverbände) und später Gold (für besondere Verdienste nach 50 bzw. später 75 oder 100 Kampftagen).

Die Silbervariante war speziell für Angehörige der Panzerverbände bestimmt, die nicht direkt zur Panzerbesatzung gehörten, wie etwa Panzergrenadiere, Kradschützen, Aufklärer, Pioniere und Angehörige der Panzerjäger- und Flakeinheiten. Die Verleihungsbedingungen wurden während des Krieges mehrfach angepasst und präzisiert.

Das Design des Abzeichens stammte vom Berliner Grafiker und Bildhauer Ernst Wilhelm Peekhaus. Es zeigt einen frontalen Panzerkampfwagen, umgeben von einem Eichenlaubkranz. Die volle Größe des Abzeichens beträgt etwa 45-50 mm in der Breite. Die hier vorliegende Miniaturausführung von 16 mm wurde als sogenannte “Verkleinerung” oder “Miniatur” bezeichnet und hatte einen spezifischen Verwendungszweck.

Miniaturen von Orden und Ehrenzeichen dienten im deutschen Militärwesen verschiedenen Zwecken. Sie wurden häufig an der Gesellschaftsuniform, beim Ausgehanzug oder an ziviler Kleidung getragen, wenn das Tragen der regulären Ausführung nicht angemessen oder praktisch war. Die lange Nadel, wie in der Objektbeschreibung erwähnt, ist charakteristisch für diese Miniaturen und ermöglichte ein sicheres Befestigen an verschiedenen Uniformteilen oder an der Ordensspange.

Die Versilberung der Miniatur entspricht der Farbgebung der Vollversion in Silber. Während der Kriegsjahre wurden diese Miniaturen von verschiedenen Herstellern produziert, wobei die Qualität je nach Produktionszeitpunkt und Hersteller variieren konnte. Gegen Kriegsende führten Materialknappheit und die schwierigen Produktionsbedingungen häufig zu vereinfachten Ausführungen.

Die rechtliche Grundlage für das Tragen von Miniaturen war in den militärischen Vorschriften geregelt. Die Anzugsordnung für das Heer (HDv 10) enthielt detaillierte Bestimmungen über die korrekte Trageweise von Auszeichnungen in ihren verschiedenen Formen. Miniaturen durften in der Regel nur von Personen getragen werden, die auch im Besitz der Originalauszeichnung waren.

Das Panzerkampfabzeichen in Silber wurde während des gesamten Krieges verliehen und war bei den Soldaten hoch angesehen. Es symbolisierte nicht nur persönliche Tapferkeit, sondern auch die Zugehörigkeit zu den als Elite geltenden Panzerverbänden der Wehrmacht. Die Miniaturform ermöglichte es den Trägern, ihre Auszeichnung auch bei weniger formellen Anlässen oder in Situationen zu präsentieren, in denen das Tragen der regulären Orden nicht vorgesehen war.

Aus heutiger militärhistorischer Perspektive sind solche Miniaturen wichtige Zeitdokumente. Sie zeugen von der differenzierten Auszeichnungspraxis der Wehrmacht und der Bedeutung, die militärischen Ehrenzeichen im Dritten Reich beigemessen wurde. Sammler und Historiker schätzen diese Objekte als authentische Überreste einer vergangenen Epoche, wobei stets der historische Kontext und die kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Zeit im Vordergrund stehen müssen.