Kriegsmarine dunkelblaues Schiffchen für ein Offiziere auf U-boot 237

Schiffchen für einen Offizier auf U-237 Dunkelblaues Tuch in Offiziersqualität, umlaufende goldene Paspelierung, komplett mit Adler und Kokarde, in Metallfaden gewebte Ausführung, schwarzes Innenfutter sowie ein braunes Leder-Schweißband. An der Seite das Mützenabzeichen von U-237 aufgenäht, dieses ist aus versilbertem Zink gefertigt, es zeigt einen sechszackigen Stern mit einer Weltkugel im Zentrum, auf welcher ein Krokodil sitzt. Mit Sicherheit eines der seltensten U-Boot-Mützenabzeichen der Kriegsmarine. Leichte Alters- und Gebrauchsspuren sowie zwei bis drei kleine Mottenlöcher. Die Indienststellung von U-237 war am 30.01.1943. Am 14.05.1943 wurde es bei der Germaniawerft in Kiel durch Bomben des US-Militärs versenkt, jedoch wurde es geborgen und wieder repariert. Am 04.04.1945 durch Bomben der Royal Airforce in Kiel endgültig versenkt. Zustand 2
522918
2.300,00

Kriegsmarine dunkelblaues Schiffchen für ein Offiziere auf U-boot 237

Diese Offiziersmütze der Kriegsmarine mit dem seltenen Abzeichen von U-237 repräsentiert ein bemerkenswertes Zeugnis der U-Boot-Tradition während des Zweiten Weltkriegs. Das Schiffchen, benannt nach seiner charakteristischen Form, die an ein umgedrehtes Ruderboot erinnert, war die standardmäßige Kopfbedeckung für Offiziere der deutschen Kriegsmarine bei den meisten dienstlichen Anlässen.

Die Mütze selbst entspricht der typischen Ausführung für Marineoffiziere: dunkelblauer Wollstoff in Offiziersqualität mit einer umlaufenden goldenen Paspelierung, die den Offiziersrang kennzeichnet. Administrative Beamte trugen silberfarbene Paspelierung zur Unterscheidung. An der Vorderseite befinden sich der in Metallfaden gewebte Hoheitsadler und die schwarz-weiß-rote Kokarde als nationale Insignien. Das Innenfutter ist aus schwarzem Rayon gefertigt, mit einem braunen Leder-Schweißband für den Tragekomfort.

Das außergewöhnliche Element dieser Mütze ist das an der Seite aufgenähte Bootwappen von U-237. Diese inoffiziellen Traditionsabzeichen entwickelten sich als Brauch unter den Besatzungen der Kriegsmarine-U-Boote zur Förderung der Einheitsidentität und Moral. Das Abzeichen von U-237 besteht aus versilbertem Zink und zeigt einen sechszackigen Stern mit einer Weltkugel im Zentrum, auf der ein Krokodil sitzt. Solche Bootwappen wurden typischerweise als Bordarbeiten an Bord hergestellt oder von Besatzungsmitgliedern in Auftrag gegeben, wobei jedes Boot sein eigenes einzigartiges Design trug.

U-237 war ein U-Boot vom Typ VIIC, das am 23. April 1942 bei der Friedrich Krupp Germaniawerft in Kiel unter der Baunummer 667 auf Kiel gelegt wurde. Der Stapellauf erfolgte am 17. Dezember 1942, und die Indienststellung fand am 30. Januar 1943 statt. Das Boot stand unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hubert Nordheimer, der als erster Kommandant diente.

Die operative Geschichte von U-237 war kurz und durch Tragödien geprägt. Nach der Ausbildung bei der 5. U-Flottille in Kiel diente das Boot bei der 23. Flottille als Erprobungsboot und später bei der 31. Flottille. Bereits am 14. Mai 1943, nur wenige Monate nach der Indienststellung, wurde U-237 bei einem amerikanischen Bombenangriff auf die Germaniawerft in Kiel versenkt. Das Boot wurde jedoch am 26. Mai 1943 gehoben, repariert und am 8. Oktober 1943 wieder in Dienst gestellt.

Spätere Kommandanten von U-237 waren Lothar König, Johannes van Stipriaan und Karl-Heinz Menard, der von Oktober 1944 bis zum endgültigen Untergang am 4. April 1945 das Kommando führte. An diesem Tag wurde U-237 bei einem britischen Luftangriff der Royal Air Force in Kiel endgültig versenkt. Das Boot führte während seiner gesamten Dienstzeit niemals operative Feindfahrten durch und erzielte keine Kampferfolge.

Hubert Nordheimer setzte seine U-Boot-Karriere nach dem ersten Verlust von U-237 fort. Er kommandierte U-990 von Januar bis Mai 1944 bei vier Patrouillen in arktischen Gewässern, wobei er am 24. Februar 1944 die HMS Mahratta versenkte. Später übernahm er das Kommando über U-2512, ein Boot vom Typ XXI, das am 10. Oktober 1944 in Dienst gestellt und am 3. Mai 1945 selbstversenkt wurde. Interessanterweise wurde das Krokodil-Weltkugel-Emblem auch von der Besatzung der U-2512 getragen, was darauf hindeutet, dass Nordheimer und seine Crew das Design über verschiedene Bootzuweisungen hinweg beibehielten. Nach dem Krieg trat Nordheimer in die Bundesmarine ein und ging im Rang eines Fregattenkapitäns in den Ruhestand.

Das vorliegende Schiffchen zeigt leichte Alters- und Gebrauchsspuren sowie zwei bis drei kleine Mottenlöcher, was auf authentische Nutzung während der Kriegszeit hindeutet. Als eines der seltensten U-Boot-Mützenabzeichen der Kriegsmarine ist dieses Stück von besonderem historischem Wert, nicht zuletzt aufgrund der begrenzten Dienstzeit von U-237 und des frühen Verlusts des Bootes.