Luftwaffe Foto - Träger des Eichenlaubs mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Oberst Werner Mölders

Postkartengröße, Rückseite gestempelt "PK-Aufnahme Kriegsberichter Hans Jütte", Zustand 2.
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140,00

Luftwaffe Foto - Träger des Eichenlaubs mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Oberst Werner Mölders

Diese Postkarte zeigt Oberst Werner Mölders, einen der bedeutendsten deutschen Jagdflieger des Zweiten Weltkriegs und den ersten Soldaten der Wehrmacht, der mit dem Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Die Aufnahme stammt vom Kriegsberichter Hans Jütte und gehört zur Propagandakompanie (PK), die während des Krieges für die fotografische Dokumentation und Berichterstattung zuständig war.

Werner Mölders wurde am 18. März 1913 in Gelsenkirchen geboren und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Jagdflieger seiner Zeit. Bereits während des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) als Angehöriger der Legion Condor sammelte er wertvolle Kampferfahrung und erzielte dort 14 bestätigte Luftsiege. Seine taktischen Innovationen, insbesondere die Entwicklung der Rotte und Schwarm-Formation, revolutionierten die Luftkampftaktik und wurden zum Standard für Jagdverbände weltweit.

Im Zweiten Weltkrieg steigerte Mölders seine Erfolge erheblich. Am 18. Juli 1941 erreichte er als erster Jagdflieger der Welt die Marke von 100 Luftsiegen. Für diese außergewöhnliche Leistung verlieh ihm Adolf Hitler am 15. Juli 1941 als erstem Wehrmachtsangehörigen das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Diese Auszeichnung war die zweithöchste Stufe des Ritterkreuzes und wurde während des gesamten Krieges nur 27 Mal verliehen.

Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes wurde am 1. September 1939 von Hitler gestiftet und bildete eine Fortsetzung der preußischen Tradition des Eisernen Kreuzes. Die verschiedenen Stufen - Ritterkreuz, Eichenlaub, Eichenlaub mit Schwertern, Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten sowie die nur einmal verliehene Goldene Stufe - spiegelten die Bedeutung der militärischen Leistungen wider.

Die vorliegende Fotografie dokumentiert Mölders als Oberst und Kommodore, wahrscheinlich während seiner Zeit als Geschwaderkommodore des Jagdgeschwaders 51. Die Tatsache, dass diese Aufnahme von einem offiziellen Kriegsberichter angefertigt wurde, unterstreicht die propagandistische Bedeutung, die erfolgreichen Jagdfliegern im nationalsozialistischen Deutschland beigemessen wurde. Die Luftwaffe nutzte solche Fotografien intensiv für die Öffentlichkeitsarbeit und zur Hebung der Moral an der Heimatfront.

Kriegsberichter Hans Jütte gehörte zu den professionellen Fotografen und Journalisten, die in den Propagandakompanien organisiert waren. Diese Einheiten wurden 1938 geschaffen und sollten die militärischen Operationen dokumentieren und propagandistisch aufbereiten. Die PK-Aufnahmen wurden streng kontrolliert und für verschiedene Medien - Zeitungen, Zeitschriften, Postkarten und Wochenschauen - verwendet.

Tragischerweise kam Werner Mölders am 22. November 1941 bei einem Flugunfall ums Leben, als die Heinkel He 111, in der er als Passagier saß, beim Landeanflug auf Breslau-Schöngarten verunglückte. Sein Tod im Alter von nur 28 Jahren erschütterte die deutsche Luftwaffe tief. Ihm wurde ein Staatsakt in Berlin zuteil, und das Jagdgeschwader 51 erhielt den Ehrennamen “Mölders”.

Solche Fotografien wie die vorliegende dienten nicht nur der zeitgenössischen Propaganda, sondern sind heute wichtige historische Dokumente. Sie zeigen die Ikonographie und Bildsprache des NS-Regimes und dokumentieren gleichzeitig bedeutende militärische Persönlichkeiten. Für Sammler und Historiker bieten sie Einblicke in die Darstellungsweise militärischer Erfolge und die Heroisierung einzelner Soldaten im Rahmen der nationalsozialistischen Kriegspropaganda.

Die Erhaltung solcher Dokumente ist aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive bedeutsam, wobei stets der historische Kontext und die propagandistische Intention berücksichtigt werden müssen. Die Postkartengröße deutet darauf hin, dass solche Bilder für eine breite Verbreitung in der Bevölkerung vorgesehen waren und Teil der systematischen Heldenverehrung waren, mit der das NS-Regime die Unterstützung für den Krieg aufrechtzuerhalten versuchte.