NSKK - nichttragbare Teilnehmerplakette - " NSKK Sturm 15/M181 Orientierungsfahrt Straubing 23. April 1939 "

Aluminium, teilweise grün lackiert, 57 x 84 mm, mit 2 Bohrungen, Zustand 2.
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320,00

NSKK - nichttragbare Teilnehmerplakette - " NSKK Sturm 15/M181 Orientierungsfahrt Straubing 23. April 1939 "

Die vorliegende NSKK-Teilnehmerplakette dokumentiert eine Orientierungsfahrt des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps (NSKK), die am 23. April 1939 in Straubing stattfand. Diese nichttragbare Plakette aus Aluminium, teilweise grün lackiert, mit den Maßen 57 x 84 mm, wurde vom NSKK Sturm 15/M181 herausgegeben und diente als Erinnerungsstück für Teilnehmer dieser Veranstaltung.

Das NSKK wurde am 1. April 1930 als motorisierte Formation der NSDAP gegründet und entwickelte sich zu einer paramilitärischen Organisation mit dem Ziel, die Bevölkerung im Kraftfahrwesen auszubilden und für militärische Zwecke vorzubereiten. Nach der Machtübernahme 1933 expandierte das NSKK erheblich und übernahm zahlreiche Aufgaben im Bereich der Verkehrserziehung, Kraftfahrerschulung und vormilitärischen Ausbildung. Unter der Führung von NSKK-Korpsführer Adolf Hühnlein wuchs die Organisation bis 1939 auf über 500.000 Mitglieder an.

Die organisatorische Struktur des NSKK gliederte sich in verschiedene Einheiten. Die Bezeichnung “Sturm 15/M181” verweist auf eine lokale Einheit innerhalb der NSKK-Hierarchie. Die Motorstandarte M181 gehörte zur Motorgruppe Hochland, die große Teile Bayerns umfasste. Straubing, eine Stadt in Niederbayern, war ein wichtiger Standort für NSKK-Aktivitäten in dieser Region.

Orientierungsfahrten gehörten zu den zentralen Veranstaltungsformen des NSKK. Diese motorsportlichen Events dienten mehreren Zwecken: Sie sollten die Fahrkompetenz der Mitglieder verbessern, Geländekenntnisse vermitteln, den Korpsgeist stärken und gleichzeitig als öffentlichkeitswirksame Propaganda für die nationalsozialistische Bewegung dienen. Bei Orientierungsfahrten mussten die Teilnehmer bestimmte Strecken nach Kartenmaterial oder schriftlichen Anweisungen zurücklegen, wobei sowohl fahrerisches Können als auch navigatorische Fähigkeiten gefordert waren.

Das Datum 23. April 1939 liegt in einer bedeutsamen Phase der deutschen Geschichte. Nur wenige Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs intensivierte das NSKK seine Ausbildungstätigkeit. Die Organisation spielte eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Bevölkerung auf den kommenden Krieg, indem sie Kraftfahrer, Mechaniker und Motorradfahrer ausbildete, die später für militärische Zwecke eingesetzt werden konnten. Die verstärkte Durchführung von Geländefahrten und Orientierungsübungen im Frühjahr 1939 stand im Kontext der deutschen Aufrüstung und Kriegsvorbereitung.

Zur Dokumentation und Würdigung der Teilnahme an solchen Veranstaltungen wurden verschiedene Erinnerungsabzeichen und Plaketten hergestellt. Die vorliegende nichttragbare Plakette unterscheidet sich von tragbaren Abzeichen dadurch, dass sie nicht an der Uniform befestigt werden konnte, sondern als Wandschmuck oder Sammlerstück konzipiert war. Die Verwendung von Aluminium als Material war in dieser Zeit üblich, da es kostengünstig und leicht zu bearbeiten war. Die teilweise grüne Lackierung könnte symbolischen Charakter gehabt haben oder einfach der ästhetischen Gestaltung gedient haben.

Die zwei Bohrungen an der Plakette ermöglichten die Befestigung an einer Wand oder auf einem Träger. Solche Erinnerungsstücke wurden oft in den Wohnungen der Teilnehmer oder in NSKK-Dienststellen ausgestellt und dienten der Dokumentation sportlicher Leistungen sowie der Demonstration der Verbundenheit mit der Organisation.

Die Herstellung solcher Plaketten erfolgte meist durch lokale oder regionale Hersteller, wobei die Qualität und Ausführung variieren konnte. Die Gestaltung folgte häufig bestimmten Konventionen: Neben dem NSKK-Symbol enthielten die Plaketten Angaben zu Ort, Datum und der veranstaltenden Einheit. Diese Informationen machen solche Objekte heute zu wichtigen historischen Quellen für die Erforschung der NSKK-Strukturen und -Aktivitäten auf lokaler Ebene.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das NSKK als Teil der nationalsozialistischen Organisationen aufgelöst. Viele Dokumente und Objekte der Organisation wurden vernichtet oder gingen verloren. Erhaltene Stücke wie die beschriebene Plakette sind heute bedeutende Zeitdokumente, die Einblick in die Alltagskultur und Organisationsstruktur des NSKK geben. Sie dokumentieren die Durchdringung der deutschen Gesellschaft durch nationalsozialistische Organisationen bis in lokale und regionale Ebenen hinein.

Für die historische Forschung sind solche Objekte wertvoll, da sie konkrete Informationen über Veranstaltungen, Organisationsstrukturen und die geografische Verteilung von NSKK-Einheiten liefern. Die Plakette aus Straubing belegt die Aktivität des NSKK in Niederbayern im letzten Friedensjahr vor dem Zweiten Weltkrieg und steht exemplarisch für die zahlreichen motorsportlichen Veranstaltungen, die das NSKK im gesamten Deutschen Reich durchführte.