Wehrmacht nichttragbare Erinnerungsmedaille des Panzer Regiment 1 zur Erinnerung an den 30.9.1936

Heimatgarnison Erfurt. Feinzink bronziert, auf der Vorderseite mit Darstellung eines Panzer I, auf der Rückseite mit Beschriftung "Panzer Regiment 1 1. 30.9.1936". Zustand 2.
Die Medaille existiert auch mit dem Datum 1.10.1937 .

Das Panzer-Regiment 1 wurde am 1. Oktober 1935 im Wehrkreis IX aufgestellt. Das Regiment wurde mit zwei Abteilungen aus dem am 1. Oktober 1934 errichteten Kampfwagen-Regiment 2 aufgestellt. Es war der 1. Panzer-Division unterstellt und seine Garnison war Erfurt. Bei Beginn des Polenfeldzuges bestand das Regiment aus 6 leichten Panzerkompanien mit insgesamt 39 Panzer 1, 60 Panzer 2, 20 Panzer 3, 28 Panzer 4 und 6 Panzer-Befehlswagen
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Wehrmacht nichttragbare Erinnerungsmedaille des Panzer Regiment 1 zur Erinnerung an den 30.9.1936

Die vorliegende Erinnerungsmedaille des Panzer-Regiments 1 stellt ein bemerkenswertes Zeugnis der frühen deutschen Panzerwaffe dar und dokumentiert die Aufbauphase der mechanisierten Streitkräfte in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre. Diese aus bronziertem Feinzink gefertigte Medaille erinnert an den 30. September 1936 und wurde speziell als nichttragbare Gedenkstücke für Angehörige des Regiments geschaffen.

Das Panzer-Regiment 1 wurde am 1. Oktober 1935 im Wehrkreis IX mit der Heimatgarnison Erfurt aufgestellt. Seine Entstehung erfolgte im Rahmen der umfassenden Wiederaufrüstung und markierte einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung gepanzerter Verbände. Das Regiment wurde mit zwei Abteilungen aus dem bereits am 1. Oktober 1934 errichteten Kampfwagen-Regiment 2 formiert und der 1. Panzer-Division unterstellt, einer der ersten vollständig mechanisierten Divisionen der Wehrmacht.

Die Vorderseite der Medaille zeigt die Darstellung eines Panzer I, des ersten in Serie produzierten deutschen Panzerkampfwagens der Nachkriegszeit. Dieser leichte Panzer, ursprünglich als Schulungsfahrzeug konzipiert, bildete das Rückgrat der frühen Panzerverbände. Mit einem Gewicht von etwa 5,4 Tonnen und einer Besatzung von zwei Mann war der Panzer I lediglich mit zwei MG 13 bewaffnet. Trotz seiner begrenzten Kampfkraft spielte er eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung der Panzerbesatzungen und der Entwicklung taktischer Konzepte für den gepanzerten Kampf.

Die Rückseite trägt die Inschrift "Panzer Regiment 1 1. 30.9.1936", wobei das Datum vermutlich einen bedeutsamen Jahrestag oder ein wichtiges Ereignis in der Regimentsgeschichte markiert. Interessanterweise existiert diese Medaille auch mit dem Datum 1.10.1937, was auf eine Serie von Jahresmedaillen oder verschiedene Gedenkanlässe hindeutet.

Zum Zeitpunkt des Polenfeldzuges im September 1939 hatte sich die Ausstattung des Regiments erheblich erweitert. Es bestand aus sechs leichten Panzerkompanien mit einer beeindruckenden Kampfkraft: 39 Panzer I, 60 Panzer II, 20 Panzer III, 28 Panzer IV und 6 Panzer-Befehlswagen. Diese Zusammensetzung spiegelt die rasche Entwicklung und Modernisierung der Panzerwaffe in nur vier Jahren wider.

Solche nichttragbaren Erinnerungsmedaillen waren in der Wehrmacht weit verbreitet und dienten mehreren Zwecken. Sie stärkten den Korpsgeist und die Identifikation mit der Einheit, dokumentierten wichtige Ereignisse in der Regimentsgeschichte und wurden häufig bei Jubiläen, Versetzungen oder besonderen Anlässen verliehen. Im Gegensatz zu offiziellen staatlichen Auszeichnungen waren diese Medaillen nicht für das Tragen an der Uniform bestimmt, sondern als Erinnerungsstücke für private Sammlungen gedacht.

Die Herstellung aus bronziertem Feinzink war eine kostengünstige Alternative zu Edelmetallen und ermöglichte die Produktion größerer Stückzahlen. Die Bronzierung verlieh den Medaillen dennoch ein würdiges, attraktives Erscheinungsbild. Die handwerkliche Qualität solcher Stücke variierte je nach Hersteller, wobei viele von spezialisierten Graveur- und Medaillenwerkstätten in Deutschland gefertigt wurden.

Die Stadt Erfurt als Garnisonsstandort hatte eine lange militärische Tradition. Die Stationierung eines Panzerregiments dort unterstreicht die strategische Bedeutung Thüringens im militärischen Aufbau der 1930er Jahre. Die Stadt verfügte über die notwendige Infrastruktur, einschließlich Kasernenanlagen, Übungsgelände und Werkstätten für die Wartung der Panzerfahrzeuge.

Diese Medaille ist heute ein wertvolles historisches Dokument, das Einblick in die Organisations- und Sozialgeschichte der frühen Panzerwaffe gibt. Sie erinnert an eine Zeit des raschen technologischen und taktischen Wandels in der Militärgeschichte, als die gepanzerte Kriegsführung ihre moderne Form annahm. Für Sammler und Historiker bieten solche Objekte authentische Verbindungen zu den Einheiten und Menschen dieser Epoche und helfen, die Entwicklung militärischer Strukturen und Traditionen zu verstehen.