Allgemeines Sturmabzeichen 

Feinzink.
505920
220,00

Allgemeines Sturmabzeichen 

Das Allgemeine Sturmabzeichen war eine bedeutende militärische Auszeichnung der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Diese Auszeichnung wurde am 1. Juni 1940 durch einen Erlass von Adolf Hitler als Oberbefehlshaber der Wehrmacht gestiftet und sollte die Tapferkeit und den Einsatz von Soldaten während Sturmangriffen würdigen.

Die Einführung des Allgemeinen Sturmabzeichens erfolgte zu einem Zeitpunkt, als die Wehrmacht ihre Blitzkrieg-Taktiken in Westeuropa erfolgreich anwendete. Die Auszeichnung war für Angehörige aller Waffengattungen bestimmt, die nicht bereits für spezialisierte Sturmabzeichen wie das Infanterie-Sturmabzeichen oder das Panzerkampfabzeichen in Frage kamen. Insbesondere erhielten es Soldaten von Pionieren, Nachrichtentruppen, Artillerie und anderen unterstützenden Einheiten.

Die Verleihungsbedingungen waren klar definiert: Ein Soldat musste an mindestens drei Sturmangriffen an verschiedenen Tagen teilgenommen haben. Als Sturmangriff galt dabei ein Angriff auf feindliche Stellungen unter schwerem Feuer. Die Einsätze mussten dokumentiert und durch Vorgesetzte bestätigt werden. Das Abzeichen konnte auch postum verliehen werden, wenn ein Soldat bei einem Sturmangriff gefallen war.

Das Design des Abzeichens zeigt ein ovales Eichenlaub-Kranz, in dessen Mitte sich ein stilisierter Stahlhelm mit gekreuzter Stielhandgranate und Gewehr befindet. Die Symbolik vereinte damit klassische Elemente der deutschen Militärtradition mit den Waffen des modernen Infanteristen. Das Abzeichen wurde auf der linken Brustseite der Uniform über der Brusttasche getragen.

Die Herstellung erfolgte durch verschiedene zugelassene Hersteller in unterschiedlichen Materialien. Frühe Exemplare wurden häufig aus Buntmetall oder versilbertem Material gefertigt. Im Verlauf des Krieges, als Metallknappheit zunehmend zum Problem wurde, ging man verstärkt zur Produktion in Feinzink über. Diese Zinkausführungen waren kostengünstiger in der Herstellung und verbrauchten weniger kriegswichtige Materialien. Die Qualität der Verarbeitung variierte je nach Hersteller und Produktionszeitpunkt erheblich.

Die Zinkversion des Abzeichens weist typische Merkmale auf: Sie ist meist feldgrau oder dunkelgrau gefärbt, die Details sind weniger scharf ausgeprägt als bei frühen Metallversionen, und die Nadel auf der Rückseite ist häufig einfacher konstruiert. Viele Hersteller prägten ihre Herstellermarken auf der Rückseite ein, was heute zur Identifizierung und Datierung dient.

Das Allgemeine Sturmabzeichen wurde während des gesamten Zweiten Weltkriegs an allen Fronten verliehen - in Nordafrika, an der Ostfront, in Italien und im Westen. Die Anzahl der verliehenen Abzeichen ging in die Hunderttausende, was die Intensität der Kampfhandlungen und die weite Verbreitung dieser Auszeichnung unterstreicht.

Für Soldaten, die nach Erhalt des Abzeichens an weiteren 25, 50, 75 oder 100 Sturmangriffen teilnahmen, wurden Einsatzzahlen in Form von kleinen Metalltäfelchen eingeführt, die unterhalb des Abzeichens getragen wurden. Diese Zusatzauszeichnungen waren jedoch deutlich seltener.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde das Tragen aller nationalsozialistischen Auszeichnungen in Deutschland verboten. Das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen von 1957 erlaubte jedoch das Tragen von Auszeichnungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs in modifizierter Form, wobei NS-Symbole wie das Hakenkreuz entfernt werden mussten.

Heute sind Exemplare des Allgemeinen Sturmabzeichens gesuchte Sammlerobjekte im Bereich der Militaria. Die Zinkversionen sind besonders häufig, da sie in großer Stückzahl hergestellt wurden. Sammler und Historiker schätzen diese Objekte als materielle Zeugnisse der Militärgeschichte des 20. Jahrhunderts. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit solchen Objekten dient der historischen Dokumentation und Bildung, wobei stets der Kontext ihrer Entstehung und Verwendung kritisch reflektiert werden muss.