Nationalsozialistischer Reichskriegerbund ( NSRKB ) Brustadler

Aluminium, Hersteller "ges.gesch", Zustand 2.
509221
130,00

Nationalsozialistischer Reichskriegerbund ( NSRKB ) Brustadler

Der Nationalsozialistischer Reichskriegerbund (NSRKB) war eine paramilitärische Organisation im nationalsozialistischen Deutschland, die 1938 durch den Zusammenschluss des Kyffhäuserbundes und des NS-Reichskriegerbundes entstand. Diese Organisation diente der Eingliederung ehemaliger Soldaten des Ersten Weltkrieges und der Reichswehr in die nationalsozialistische Bewegung.

Der hier beschriebene Brustadler aus Aluminium stellt ein charakteristisches Abzeichen dar, das von Mitgliedern des NSRKB auf der Uniform getragen wurde. Die Kennzeichnung “ges.gesch” (gesetzlich geschützt) auf der Rückseite weist auf den offiziellen Status und die rechtliche Absicherung des Abzeichens hin. Diese Markierung war bei NS-Organisationsabzeichen üblich und sollte die Authentizität sowie die exklusive Verwendung durch berechtigte Träger sicherstellen.

Der NSRKB wurde am 4. März 1938 durch Führererlass gegründet und unterstand direkt der Obersten SA-Führung. Seine Hauptaufgabe bestand darin, die Veteranen des Ersten Weltkrieges ideologisch zu betreuen und für die Ziele des Nationalsozialismus zu mobilisieren. Der Bund war nach dem Führerprinzip organisiert und gliederte sich in verschiedene territoriale Einheiten, von der Reichsebene bis hinunter zu lokalen Kameradschaften.

Die Uniformierung des NSRKB lehnte sich stark an militärische Vorbilder an und umfasste verschiedene Abzeichen und Insignien. Der Brustadler war ein zentrales Element dieser Uniformierung und wurde typischerweise auf der rechten Brustseite getragen. Das Design zeigte den charakteristischen nationalsozialistischen Hoheitsadler mit ausgebreiteten Schwingen, der ein Hakenkreuz in seinen Fängen hielt - ein Motiv, das in verschiedenen Varianten bei zahlreichen NS-Organisationen Verwendung fand.

Die Herstellung aus Aluminium war für solche Abzeichen durchaus typisch, da dieses Material leicht, korrosionsbeständig und kostengünstig in der Massenproduktion war. Während hochwertigere Ausführungen manchmal aus Zink-Druckguss oder sogar versilbert gefertigt wurden, waren Aluminiumversionen weitverbreitet und repräsentierten die Standardausführung für die breite Mitgliedschaft.

Die Mitgliedschaft im NSRKB war für ehemalige Soldaten praktisch verpflichtend, sofern sie nicht anderen NS-Gliederungen angehörten. Ende 1938 zählte der Bund bereits über 3 Millionen Mitglieder, was die enorme Reichweite dieser Organisation verdeutlicht. Der NSRKB organisierte Kameradschaftsabende, Gedenkveranstaltungen und diente als Instrument der nationalsozialistischen Propaganda.

Während des Zweiten Weltkrieges übernahm der NSRKB zusätzliche Aufgaben in der Heimatfront. Die Organisation war an der Betreuung von Kriegsversehrten beteiligt, organisierte Sammlungen für das Winterhilfswerk und diente als Bindeglied zwischen Front und Heimat. Die Veteranenorganisation sollte die Kriegsbegeisterung aufrechterhalten und jüngere Generationen für den Kriegsdienst motivieren.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde der NSRKB zusammen mit allen anderen NS-Organisationen durch die Alliierten aufgelöst und verboten. Die Abzeichen und Uniformteile wurden konfisziert oder von ihren Trägern vernichtet. Das Tragen solcher Insignien ist in Deutschland und Österreich heute nach dem Verbotsgesetz bzw. dem Strafgesetzbuch unter Strafe gestellt.

Aus historischer Perspektive sind solche Objekte heute wichtige Zeugnisse der nationalsozialistischen Herrschaft und ihrer umfassenden Durchdringung der Gesellschaft. Sie dokumentieren die systematische Organisation und Uniformierung verschiedener Bevölkerungsgruppen und die Instrumentalisierung von Veteranen für politische Zwecke. In wissenschaftlichen Sammlungen und Museen dienen sie der Aufklärung und historischen Bildung über diese dunkle Epoche der deutschen Geschichte.