Panzerkampfabzeichen in Silber mit Einsatzzahl "25" - JFS

Fertigung der Firma Josef Feix Söhne, mit Herstellerbezeichnung "JFS", Nadel und Haken sind magnetisch. Deutlich getragen, Zustand 2-.
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3.000,00

Panzerkampfabzeichen in Silber mit Einsatzzahl "25" - JFS

Das Panzerkampfabzeichen in Silber mit der Einsatzzahl “25” stellt eine bedeutende militärische Auszeichnung der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs dar. Diese spezielle Variante wurde von der Firma Josef Feix Söhne (JFS) hergestellt, einem der autorisierten Produzenten militärischer Orden und Ehrenzeichen im Dritten Reich.

Das ursprüngliche Panzerkampfabzeichen wurde am 20. Dezember 1939 durch Generaloberst Walther von Brauchitsch, den Oberbefehlshaber des Heeres, gestiftet. Es sollte die besonderen Leistungen und den Einsatz der Panzerbesatzungen würdigen. Die Verleihung erfolgte in drei Stufen: Bronze für Besatzungen von gepanzerten Aufklärungsfahrzeugen, Silber für Panzerbesatzungen und Gold für 25, 50 oder 75 erfolgreiche Kampfeinsätze.

Mit zunehmender Dauer des Krieges und der wachsenden Anzahl von Kampfeinsätzen wurde am 22. Juni 1943 eine erweiterte Form des Abzeichens eingeführt. Diese Neuerung ermöglichte es, die Anzahl der Kampfeinsätze durch aufgesetzte Zahlen auf dem Abzeichen selbst darzustellen. Die vorliegende Auszeichnung mit der Zahl “25” markiert somit den erfolgreichen Abschluss von mindestens 25 Panzerangriffen oder Panzerschlachten.

Die Firma Josef Feix Söhne aus Gablonz an der Neiße (heute Jablonec nad Nisou in Tschechien) gehörte zu den etablierten Herstellern von militärischen Auszeichnungen. Die Kennzeichnung “JFS” auf der Rückseite des Abzeichens identifiziert den Hersteller eindeutig. Gablonz war traditionell ein Zentrum der Schmuck- und Glasindustrie und beherbergte während des Krieges zahlreiche Unternehmen, die Orden und Ehrenzeichen produzierten.

Das Design des Panzerkampfabzeichens zeigt einen frontalen Panzer, umgeben von einem Eichenlaubkranz. Die silberne Ausführung wurde typischerweise aus Zink oder anderen Buntmetallen gefertigt und anschließend versilbert. Die magnetischen Eigenschaften von Nadel und Haken, wie bei diesem Exemplar beschrieben, deuten auf die Verwendung von Eisen hin, was für Kriegsproduktionen aufgrund von Materialmangel typisch war. Im Verlauf des Krieges wurden zunehmend Ersatzmaterialien verwendet, da strategisch wichtige Metalle für die Rüstungsproduktion benötigt wurden.

Die Verleihungskriterien für das Abzeichen mit Einsatzzahlen waren streng geregelt. Ein Kampfeinsatz wurde nur dann angerechnet, wenn der Panzer aktiv am Gefecht teilgenommen hatte. Dies bedeutete direkten Feindkontakt an mindestens drei verschiedenen Tagen während einer Operation. Die Dokumentation erfolgte durch die Truppenführung, und die Verleihung musste durch den Divisionskommandeur bestätigt werden.

Nach 25 Einsätzen erhielt der Träger das silberne Abzeichen mit der Zahl “25”. Bei 50 Einsätzen wurde die Zahl ausgetauscht, bei 75 und 100 Einsätzen entsprechend weiter. Einige wenige Panzerbesatzungen erreichten sogar noch höhere Zahlen, wobei 200 Einsätze die höchste dokumentierte Stufe darstellten. Diese Träger gehörten zu den erfahrensten und am härtesten kämpfenden Soldaten der Panzertruppe.

Der beschriebene Zustand “deutlich getragen” verleiht diesem Exemplar eine besondere historische Authentizität. Die Tragespuren belegen, dass dieses Abzeichen tatsächlich von einem Veteranen getragen wurde, der mindestens 25 Panzeroperationen überlebt hatte. Solche authentischen, getragenen Stücke sind für Sammler und Historiker von besonderem Interesse, da sie eine direkte Verbindung zur historischen Realität darstellen.

Die Herstellung von Auszeichnungen mit Einsatzzahlen dauerte bis zum Kriegsende 1945 an. Die Firma Josef Feix Söhne produzierte während der gesamten Kriegszeit verschiedene militärische Auszeichnungen. Nach Kriegsende wurde die deutschsprachige Bevölkerung aus Gablonz vertrieben, und viele Unternehmen, einschließlich der Firma Feix, wurden aufgelöst oder verlagert.

Heute sind Panzerkampfabzeichen mit Einsatzzahlen gefragte Sammlerobjekte, die wichtige Zeugnisse der Militärgeschichte darstellen. Sie dokumentieren die technische Entwicklung der Auszeichnungen, die Produktionsmethoden der verschiedenen Hersteller und die extreme Beanspruchung der Panzerbesatzungen während des Zweiten Weltkriegs. Die Authentifizierung solcher Stücke erfordert detaillierte Kenntnisse über Herstellermerkmale, Materialien und Fertigungstechniken der verschiedenen Produzenten.