SS in Rumänien - Ausweis eines Volksdeutschen aus Alexanderhilf als Angehöriger des Deutschen Selbstschutzes unter dem SS-Kommando Volksdeutsche Mittelstelle

zweisprachiger Vordruck in deutsch - rumänisch, ausgestellt am 15.3.1944 von : Volksdeutsche Mittelstelle, Einsatzkommando "R", Chef der Einheit SS-Oberführer Hoffmeyer; gefaltet gebrauchter Zustand.

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion leitete Horst Hoffmeyer ab Juli 1941 das Sonderkommando R (Russland), dem Experten der VoMi und des SD angehörten. Aufgabe des in Transnistrien, der Zentralukraine und auf der Krim operierenden und aus drei Einsatzgruppen bestehenden Sonderkommandos R war neben der Erfassung und Betreuung auch die Umsiedlung Volksdeutscher. Das Sonderkommando R wurde 1942 um Mitarbeiter vom Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums (RKF), dem Rasse- und Siedlungshauptamt (RuSHA) und SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (WVHA) erweitert. Nach einer 1943 erfolgten Reorganisation des Sonderkommandos R ging daraus die ebenfalls von Hoffmeyer geleitete Volksdeutsche Leitstelle hervor. Dem Sonderkommando R unterstand der aus 7000 Männern bestehende paramilitärische „Selbstschutz“, der in den Ortschaften nach Juden, Kommunisten und Partisanen fahndete und nach Gefangennahmen Erschießungen vornahm. Bei der SS stieg Hoffmeyer im Oktober 1941 zum SS-Oberführer auf und erreichte im November 1943 den Rang eines Brigadeführers. Er wurde zudem 1942 zum Generalmajor der Polizei ernannt. Zuletzt war er in Odessa, Kiew und Bukarest tätig. Nach dem Sturz Antonescus und dem Frontwechsel Rumäniens führte er eine Kampfgruppe, deren Leitung er bald darauf dem Generalleutnant der Wehrmacht Alfred Gerstenberg übergab. Hoffmeyer beging in Gefangenschaft gemeinsam mit seinem Untergebenen Erwin Müller am 11. September 1944 in Craiova Suizid.
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