Verleihungsliste für das Deutsche Kreuz in Gold - Februar 1943

DinA4 Doppelblatt im gebrauchten Zustand.
349323
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Verleihungsliste für das Deutsche Kreuz in Gold - Februar 1943

Die vorliegende Verleihungsliste für das Deutsche Kreuz in Gold aus dem Februar 1943 stellt ein bedeutendes zeitgeschichtliches Dokument aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs dar. Solche Listen dokumentierten die offiziellen Verleihungen einer der wichtigsten Tapferkeitsauszeichnungen der deutschen Wehrmacht.

Das Deutsche Kreuz wurde durch Erlass Adolf Hitlers am 28. September 1941 gestiftet und sollte eine Lücke im deutschen Ordensystem schließen. Es existierte in zwei Stufen: in Gold für wiederholte Bewährung im Kampf und in Silber für besondere Verdienste im Kriegsdienst. Das Deutsche Kreuz in Gold rangierte in der Wertigkeit zwischen dem Eiserner Kreuz I. Klasse und dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und wurde für Leistungen verliehen, die zwar über das für die erste Klasse geforderte Maß hinausgingen, aber noch nicht die Verleihung des prestigeträchtigen Ritterkreuzes rechtfertigten.

Die Auszeichnung selbst bestand aus einem großen, achtstrahligen goldenen Stern mit einem Durchmesser von 63 Millimetern, in dessen Mitte sich ein Hakenkreuz befand, umgeben von einem silbernen Lorbeerkranz. Sie wurde auf der rechten Brustseite der Uniform getragen und war damit weithin sichtbar – ein deutliches Zeichen militärischer Anerkennung.

Der Februar 1943 markiert einen kritischen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. In diesem Monat kapitulierte die 6. Armee in Stalingrad am 2. Februar 1943, was eine der schwersten Niederlagen der deutschen Wehrmacht darstellte. Gleichzeitig intensivierten sich die Kämpfe an allen Fronten – in Nordafrika, wo die deutsch-italienischen Truppen unter zunehmendem Druck standen, und an der Ostfront, wo nach dem Debakel von Stalingrad verzweifelte Stabilisierungsversuche unternommen wurden. In dieser Phase wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen, um die Moral der Truppen aufrechtzuerhalten und herausragende Leistungen anzuerkennen.

Verleihungslisten wie die vorliegende erfüllten mehrere wichtige Funktionen im militärischen Verwaltungsapparat. Sie dienten der offiziellen Dokumentation und Bekanntmachung der Auszeichnungen, ermöglichten die Überprüfung von Ansprüchen und bildeten die Grundlage für Eintragungen in Soldbücher und Personalakten. Diese Listen wurden in verschiedenen Exemplaren erstellt und an unterschiedliche militärische Dienststellen verteilt.

Das Format als DIN A4 Doppelblatt entspricht der typischen Verwaltungspraxis jener Zeit. Solche Dokumente wurden in der Regel maschinenschriftlich erstellt und enthielten systematisch geordnete Angaben: Name, Dienstgrad, Truppenteil und oft auch das Datum der Verleihung. Die Listen wurden nach Waffengattungen oder militärischen Einheiten geordnet und spiegelten die strikte hierarchische Organisation der Wehrmacht wider.

Die Verleihungspraxis des Deutschen Kreuzes in Gold war an strenge Kriterien gebunden. Gemäß den Verleihungsbestimmungen musste der Bewerber bereits im Besitz des Eisernen Kreuzes beider Klassen sein. Die Auszeichnung konnte für mehrfache herausragende Einzelleistungen oder für eine längere Phase außergewöhnlicher Pflichterfüllung im Kampf verliehen werden. Die Entscheidung über die Verleihung lag bei höheren Kommandobehörden, und jeder Fall musste durch detaillierte Berichte und Zeugenaussagen dokumentiert werden.

Bis zum Kriegsende wurden insgesamt etwa 24.204 Deutsche Kreuze in Gold an Angehörige der Wehrmacht und Waffen-SS verliehen. Die Verleihungszahlen erreichten ihren Höhepunkt in den Jahren 1942 und 1943, als die Kämpfe an allen Fronten ihre größte Intensität erreichten. Die relativ geringe Gesamtzahl – verglichen mit dem Eisernen Kreuz, das millionenfach verliehen wurde – unterstreicht den besonderen Wert und die Seltenheit dieser Auszeichnung.

Aus heutiger Sicht sind solche Verleihungslisten wertvolle Quellen für die militärhistorische Forschung und die Familienforschung. Sie ermöglichen die Rekonstruktion militärischer Biografien, die Nachvollziehbarkeit von Kampfhandlungen und die Identifikation von Einheiten und deren Einsatzorten. Gleichzeitig sind sie Zeugnisse eines Unrechtssystems und müssen im Kontext der verbrecherischen Kriegsführung des nationalsozialistischen Deutschland betrachtet werden.

Der Erhaltungszustand als "gebraucht“ deutet darauf hin, dass dieses Dokument tatsächlich im militärischen Verwaltungsapparat verwendet wurde und nicht nur ein Archivexemplar darstellt. Gebrauchsspuren, Faltungen oder Stempel können zusätzliche Informationen über die Verwendung und den Weg des Dokuments durch verschiedene Dienststellen liefern.