Der Reichsführer-SS - Julfest 1939 - Übersendungsschreiben zum Jul-Leuchter an die SS- Kameraden !

Din A4 Blatt, Berlin Juli 1939, mit der Faksimileunterschrift von H. Himmler, Zustand 2+
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1.250,00

Der Reichsführer-SS - Julfest 1939 - Übersendungsschreiben zum Jul-Leuchter an die SS- Kameraden !

Das vorliegende Dokument stellt ein Übersendungsschreiben zum Jul-Leuchter dar, das im Juli 1939 in Berlin von Heinrich Himmler in seiner Funktion als Reichsführer-SS herausgegeben wurde. Dieses DIN-A4-Blatt mit Himmlers Faksimileunterschrift gehört zu den bedeutenden Zeugnissen der ideologischen Instrumentalisierung germanischer Traditionen durch die SS im nationalsozialistischen Deutschland.

Der Jul-Leuchter selbst war ein zentrales Element der von Himmler propagierten SS-Ersatzreligion. Das Julfest, eine germanische Wintersonnenwende-Feier, wurde von der SS-Führung als Alternative zu christlichen Weihnachtsfeiern etabliert. Himmler, der ein ausgeprägtes Interesse an vermeintlich germanischen Traditionen und okkulten Praktiken hatte, führte ab Mitte der 1930er Jahre systematisch neue Rituale und Symbole für die SS ein.

Die ersten Jul-Leuchter wurden 1936 von der Porzellanmanufaktur Allach produziert, die zur SS gehörte. Diese Leuchter waren aus weißem Porzellan gefertigt und trugen SS-Runen sowie germanische Symbole. Sie wurden zunächst nur an höhere SS-Führer verliehen, später erweiterte sich der Empfängerkreis. Bis 1939 hatte sich die Vergabe dieser Leuchter zu einer etablierten Tradition innerhalb der SS entwickelt.

Das Jahr 1939 markiert einen besonderen Zeitpunkt in dieser Entwicklung. Es war das letzte Friedensjahr vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs im September. Die Übersendungsschreiben dienten dazu, die Verleihung des Jul-Leuchters offiziell zu begleiten und die ideologische Bedeutung dieses Geschenks zu unterstreichen. Himmler persönlich zeichnete diese Schreiben mit seiner Unterschrift, wobei aus praktischen Gründen meist Faksimile-Unterschriften verwendet wurden.

Die Schreiben waren sorgfältig formuliert und betonten die Verbundenheit der SS-Kameraden mit vermeintlich uralten germanischen Traditionen. Sie dienten der Indoktrination und sollten ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einer elitären Gemeinschaft vermitteln. Die SS unter Himmler entwickelte ein komplexes System von Ritualen, Symbolen und Zeremonien, das die Mitglieder emotional an die Organisation binden sollte.

Die Verwendung des Begriffs “SS-Kameraden” ist bezeichnend für die propagierte Kameradschaftsideologie der SS. Diese betonte die angebliche Gleichheit innerhalb der “Schutzstaffel” und verschleierte gleichzeitig die hierarchischen Strukturen und die verbrecherische Natur der Organisation.

Technisch betrachtet wurden solche Übersendungsschreiben in der Regel auf offiziellem SS-Briefpapier gedruckt, oft mit dem Briefkopf “Der Reichsführer-SS” und der Berliner Adresse. Die Faksimileunterschrift Himmlers wurde durch Druckverfahren reproduziert, was bei der großen Anzahl der zu versendenden Schreiben notwendig war.

Nach 1945 wurden solche Dokumente zu historischen Quellen, die Einblick in die ideologische Praxis der SS geben. Sie dokumentieren die systematischen Bemühungen der NS-Führung, christliche Traditionen zu ersetzen und eine neue, auf angeblich germanischen Wurzeln basierende Weltanschauung zu etablieren. Historiker nutzen solche Schriftstücke, um die Mechanismen der ideologischen Kontrolle und Manipulation innerhalb der SS zu analysieren.

Der Erhaltungszustand solcher Dokumente variiert stark. Das vorliegende Exemplar im Zustand 2+ deutet auf eine gute bis sehr gute Erhaltung hin, was bei Papiererzeugnissen aus dieser Zeit bemerkenswert ist. Viele dieser Dokumente wurden nach Kriegsende vernichtet oder gingen in den Wirren der Nachkriegszeit verloren.

Heute befinden sich solche Übersendungsschreiben in Museen, Archiven und privaten Sammlungen. Sie dienen ausschließlich der historischen Forschung und Aufklärung über die Praktiken des NS-Regimes. Ihr Handel ist in Deutschland rechtlich zulässig, sofern er zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Wissenschaft oder ähnlichen Zwecken erfolgt.