Wehrmacht Heer Portraitfoto mit Schiffchen

Postkartengröße, gebrauchter Zustand.
317624
10,00

Wehrmacht Heer Portraitfoto mit Schiffchen

Das vorliegende Objekt ist ein Portraitfoto eines Soldaten der Wehrmacht Heer in Postkartengröße, das den Träger mit Schiffchen (Feldmütze) zeigt. Solche Fotografien waren während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) außerordentlich verbreitet und stellen heute wichtige zeitgeschichtliche Dokumente dar.

Das Schiffchen, offiziell als Feldmütze M34 oder Einheitsfeldmütze bezeichnet, war eine der charakteristischen Kopfbedeckungen der deutschen Wehrmacht. Sie wurde bereits in der Heeresdienstvorschrift (H.Dv.) 299 von 1934 eingeführt und blieb bis zum Kriegsende 1945 in Gebrauch. Die Feldmütze hatte eine trapezförmige Form, die zusammenklappbar war, und wurde in verschiedenen Ausführungen für die unterschiedlichen Waffengattungen hergestellt. Die Grundfarbe für das Heer war feldgrau, mit einem aufgenähten Hoheitsabzeichen (Adler) auf der Vorderseite und der Kokarde in den Reichsfarben Schwarz-Weiß-Rot.

Portraitfotografien in Uniform hatten in der deutschen Militärtradition eine lange Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Während des Zweiten Weltkriegs erlebte diese Praxis jedoch eine besondere Blüte. Soldaten ließen sich in professionellen Fotostudios oder von Regimentsfotografen ablichten, um diese Bilder an ihre Familien, Verlobte oder Freunde zu versenden. Das Postkartenformat (in der Regel 9 x 14 cm oder 10 x 15 cm) war dabei besonders beliebt, da es sich leicht verschicken und in Fotoalben aufbewahren ließ.

Die Anfertigung solcher Fotografien diente mehreren Zwecken: Sie waren Ausdruck des Stolzes auf die Uniform und den Militärdienst, fungierten als persönliche Erinnerungsstücke und halfen, die Verbindung zur Heimat aufrechtzuerhalten. Viele Soldaten ließen sich fotografieren, bevor sie an die Front geschickt wurden, was diesen Bildern oft eine besondere emotionale Bedeutung verlieh. Für die Angehörigen waren diese Fotografien häufig die einzigen visuellen Erinnerungen an ihre Söhne, Ehemänner oder Väter.

Die professionellen Fotografen, die solche Aufnahmen anfertigten, befanden sich sowohl in der Heimat als auch in besetzten Gebieten. Sie verwendeten typischerweise neutrale Hintergründe und standardisierte Beleuchtung, um die Uniform und die Rangabzeichen des Soldaten optimal zur Geltung zu bringen. Die Fotos wurden meist auf hochwertigem Fotopapier entwickelt und oft auf Karton aufgezogen, um ihnen mehr Stabilität zu verleihen.

Aus militärhistorischer Perspektive sind solche Fotografien heute wertvolle Quellen für die Uniformkunde (Uniformologie) und die Sozialgeschichte des Zweiten Weltkriegs. Sie ermöglichen es Forschern, Details über Uniformvarianten, Rangabzeichen, Auszeichnungen und regionale Unterschiede zu studieren. Darüber hinaus geben sie Einblick in die Selbstdarstellung und das Selbstverständnis der Soldaten sowie in die visuelle Kultur der Zeit.

Der gebrauchte Zustand des vorliegenden Fotos ist typisch für solche Dokumente. Viele dieser Fotografien wurden über Jahrzehnte in Familienalben aufbewahrt, durch Brieftaschen getragen oder in Schubladen verwahrt, was zu natürlichen Alterungs- und Gebrauchsspuren führte. Solche Spuren mindern nicht den historischen Wert, sondern unterstreichen vielmehr die authentische Herkunft und die persönliche Geschichte des Objekts.

Es ist wichtig zu betonen, dass solche Fotografien als zeitgeschichtliche Dokumente zu betrachten sind. Sie dokumentieren eine Epoche deutscher Geschichte, die von Krieg, Zerstörung und beispiellosen Verbrechen geprägt war. Ihre Sammlung und Bewahrung dient ausschließlich der historischen Forschung und Bildung, nicht der Verherrlichung des Nationalsozialismus oder militärischer Gewalt.

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