Luftwaffe Nachlaß mit dem Ehrenpokal für besondere Leistungen im Luftkrieg für Oberleutnant Wolfgang Loah

Umfangreicher Nachlaß vom Oberleutnant Wolfgang Loah, "Spionageflugzeug - Spionage", Testpilot vom Düsenbomber Ar234 / Kommando Hecht & Sommer. Oberleutnant Wolfgang Loah wurde geboren 1915 in Hamburg, er begann seinen Dienst in der Luftwaffe, nachdem er als Bodentruppe in der Leichten Flugabwehrgruppe Wangernooge gedient hatte. Im Dezember 1940 ging Loah in die Lüfte, im April 1941 wurde er der Aufklärungsgruppe ObdL zugewiesen.

Verleihungsurkunde zum Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg, ausgestellt am 21. November 1942, unterzeichnet vom Reichsmarschall Hermann Wilhelm Göring. 
Verleihungsurkunde zur Frontflugspange für Aufklärer in Gold, ausgestellt am 8.10.1942, unterzeichnet vom Oberst und Gruppenkommandeur Theodor Rowehl,-  Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes (27. September 1940). Verleihungsurkunde zur Frontflugspange für Aufklärer in Silber, ausgestellt am 27. August 1942, ebenfalls Unterzeichnet vom Oberst und Gruppenkommandeur Theodor Rowehl. Verleihungsurkunde zur Frontflugspange für Aufklärer in Bronze, ausgestellt am 8. August 1941, ebenfalls unterzeichnet vom Oberst und Gruppenkommandeur Theodor Rowehl. Verleihungsurkunde zum Flugzeugführer und Flugzeugbeobachterabzeichen, ausgestellt am 18. November 1943, unterzeichnet vom Generaloberst Bruno Loerzer,- Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes (29. Mai 1940),- Pour le Mérite (12. Februar 1918). Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz 1. Klasse, ausgestellt am 29. August 1941, unterzeichnet vom General der Flieger Kastner. Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz 2. Klasse, ausgestellt am 6. Juli 1941, unterzeichnet vom General der Flieger und Chef des Generalstabes der Luftwaffe Hans Jeschonnek. Verleihungsurkunde zur Medaille des 1. Oktober 1938, ausgestellt am 1. Juni 1940. Vorläufiges Besitzzeugnis zum Eisernen Kreuz 2. Klasse, ausgestellt am 6. Juli 1941, unterzeichnet vom Gruppenkommandeur. Deutsches Reichssportabzeichenheft, mit Foto, mit der Eintragung zum Reichsportabzeichen in Bronze, Deutsche turn und Sportabzeichen in Bronze, Hefteinband lose Innenliegend. Luftwaffen Flugzeugführerschein, mit Foto, ausgestellt von der Flugzeugführerschule B14 am 20.10.1943, Blindflug einsatzfähig für die JU86, SI204 und Ju88. Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer, mit Foto, ausgestellt am 30.09.1943. Luftwaffen Beobachterschein, mit Foto, ausgestellt in Gotha den 30.11.1940. Ausweis für das fliegende Personal, mit Foto, ausgestellt 13.06.1944. Ausweis, mit Foto, ausgestellt 5.05.1941. Militärischen Fragebogen, Entlassungsschein vom Sonderausschuss Hamburg, datiert 15.1.1949, Auszug aus der Personalliste, Bescheinigung zur Einberufung zum 1. Flakregiment 6, datiert 19.03.1940, Auflistung über seine Dienstlaufbahn, und zahlreiche weitere Papiere. 




Alpaka - Ausführung mit Gravur "Loah ", auf der Unterseite im Boden gestempelt "Joh. Wagner & Sohn Alpaka - Feinsilber Auflage". Unbeschädigt und ungereinigt, mit schöner gleichmäßiger Patina, Zustand 2+.


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Luftwaffe Nachlaß mit dem Ehrenpokal für besondere Leistungen im Luftkrieg für Oberleutnant Wolfgang Loah

Der Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen der deutschen Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs. Dieser prächtige Pokal wurde am 27. Februar 1940 von Reichsmarschall Hermann Göring, dem Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, gestiftet. Obwohl Göring ihn als seine „persönliche Schöpfung" betrachtete, basierte die Auszeichnung auf einem Vorbild aus dem Ersten Weltkrieg, dem Ehrenbecher für den Sieger im Luftkampf.

Die Herstellung des Ehrenpokals erfolgte ausschließlich durch die Berliner Firma Joh. Wagner & Sohn, deren Finanzierung von der deutschen Luftfahrtindustrie getragen wurde. Der erste Flieger, der diese Ehre erhielt, war Oberstleutnant Johann Schalk am 21. August 1940. Die Namen aller Empfänger wurden in der Zeitschrift Ehrenliste der Deutschen Luftwaffe veröffentlicht.

Das physische Erscheinungsbild des Pokals ist beeindruckend gestaltet. Auf der Vorderseite befinden sich zwei Adler im tödlichen Kampf dargestellt, während die Rückseite ein hochreliefiertes Eisernes Kreuz zeigt. Der Stiel ist mit Eichenlaub und Eicheln verziert. Am Fuß ist die Legende „Für Besondere Leistung im Luftkrieg" eingeprägt, während auf dem Stiel Rang, Name und Datum des Empfängers eingraviert wurden. Die Unterseite trägt den Herstellerstempel „Joh. Wagner & Sohn".

Die Produktion erfolgte in zwei verschiedenen Materialvarianten. Frühe Exemplare von 1940 bis Mitte 1942 wurden aus 835er Feinsilber gefertigt. In der ersten Hälfte 1942 wurde die Produktion auf versilbertes Alpaka umgestellt, eine Neusilberlegierung aus Kupfer, Nickel und Zink. Von den tatsächlich hergestellten Pokalen wurden etwa 4.000 aus Silber gefertigt. Der Pokal hat eine Höhe von etwa 200 bis 228 mm und einen Durchmesser von 100 mm und wurde in zwei Teilen hergestellt, die zu einer Einheit zusammengefügt wurden.

Die Verleihungskriterien waren streng definiert. Der Ehrenpokal wurde ausschließlich an fliegendes Personal – Piloten und Besatzungsmitglieder – verliehen, die bereits das Eiserne Kreuz Erster Klasse erhalten hatten, deren Leistungen aber nicht als ausreichend für das Deutsche Kreuz oder das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erachtet wurden. In Einzelfällen sind auch Verleihungen an nichtfliegendes Personal wie Fallschirmjäger oder Angehörige der Flakartillerie bekannt.

Der hier vorliegende Pokal wurde an Oberleutnant Wolfgang Loah am 21. November 1942 verliehen. Loah wurde 1915 in Hamburg geboren und diente zunächst als Bodentruppe in der Leichten Flugabwehrgruppe Wangerooge. Nach seiner Verlegung zur fliegenden Truppe im Dezember 1940 wurde er im April 1941 der Aufklärungsgruppe ObdL (Aufklärungsgruppe des Oberbefehlshabers der Luftwaffe) unter dem Kommando von Oberst Theodor Rowehl zugeteilt. Sein umfangreicher Nachlass umfasst zahlreiche Verleihungsurkunden, darunter die Frontflugspange für Aufklärer in Bronze, Silber und Gold, das Eiserne Kreuz zweiter und erster Klasse sowie verschiedene Ausweise und Flugscheine. Sein spezieller Alpaka-Pokal trägt die Gravur „Loah" und ist am Boden mit „Joh. Wagner & Sohn Alpaka - Feinsilber Auflage" gestempelt.

Die Auszeichnung hatte eine relativ kurze Lebensdauer im offiziellen Gebrauch. Im Januar 1944 wurde sie durch die Ehrenblattspange der Deutschen Luftwaffe ersetzt, und die Verleihung des Ehrenpokals wurde Ende 1944 auf Görings Befehl eingestellt. Ab Mitte 1943 wurde berichtet, dass Empfänger aufgrund kriegsbedingter Materialknappheit nur noch die Verleihungsurkunde, nicht aber den tatsächlichen Pokal erhielten.

Deutsche Archivunterlagen zeigen, dass etwa 58.000 Verleihungen „auf dem Papier" vorgenommen wurden, jedoch nur zwischen 13.000 und 15.000 Pokale tatsächlich hergestellt und überreicht wurden. Nach dem Krieg entwickelten sich diese Pokale zu hochgeschätzten Militaria-Sammlerstücken. Authentifizierte Originale erzielen auf dem Sammlermarkt typischerweise Preise zwischen 4.000 und 12.000 US-Dollar, was ihre historische Bedeutung und Seltenheit unterstreicht.

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