Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz 2. Klasse - Panzer Regiment 8

gerichtet an einen Unteroffizier des Regiment Stabskompanie / Panzer Regiment 8, ausgestellt am 21.12.1941, unterzeichnet vom Division Kommandeur Gustav von Vaerst,- Ritterkreuz (30.7.1940), die Urkunde ist gelocht und gefaltet, Zustand 2-
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Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz 2. Klasse - Panzer Regiment 8

Diese Verleihungsurkunde zum Eisernen Kreuz 2. Klasse stammt aus einer der bewegtesten Phasen des Zweiten Weltkriegs und dokumentiert die Auszeichnung eines Unteroffiziers des Panzer-Regiments 8 am 21. Dezember 1941. Die Urkunde wurde von Gustav von Vaerst unterzeichnet, der zu diesem Zeitpunkt als Divisionskommandeur fungierte und bereits selbst Träger des Ritterkreuzes war.

Das Eiserne Kreuz, ursprünglich 1813 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen gestiftet, wurde während des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 durch Adolf Hitler erneuert. Die 2. Klasse stellte die erste Stufe dieser bedeutenden militärischen Auszeichnung dar und wurde für Tapferkeit vor dem Feind oder hervorragende Führungsleistungen verliehen. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse war Voraussetzung für die Verleihung höherer Stufen.

Das Panzer-Regiment 8 gehörte zur 15. Panzer-Division und war ein integraler Bestandteil des Deutschen Afrikakorps unter Generalfeldmarschall Erwin Rommel. Im Dezember 1941, dem Ausstellungsdatum dieser Urkunde, befand sich die Einheit mitten in den Kämpfen der Operation Crusader in Nordafrika. Diese britische Offensive hatte zum Ziel, die deutschen und italienischen Streitkräfte aus der Cyrenaika zu verdrängen.

Gustav von Vaerst (1894-1975) war ein erfahrener Panzeroffizier, der seine militärische Laufbahn bereits im Ersten Weltkrieg begonnen hatte. Er erhielt das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes am 30. Juli 1940 für seine Leistungen während des Westfeldzugs. Als Kommandeur der 15. Panzer-Division führte er seine Einheit durch die schweren Kämpfe in Nordafrika und war befugt, das Eiserne Kreuz bis zur 2. Klasse zu verleihen.

Die Verleihungsurkunden folgten einem standardisierten Format, das durch Heeresverordnungen geregelt war. Sie enthielten den Namen des Ausgezeichneten, dessen Dienstgrad und Einheit, das Verleihungsdatum sowie die Unterschrift des verleihenden Offiziers. Der physische Zustand dieser Urkunde - gelocht und gefaltet - deutet auf die praktischen Umstände des Wüstenkriegs hin, wo Dokumente oft unter schwierigen Bedingungen aufbewahrt werden mussten.

Die Verleihung erfolgte zu einem kritischen Zeitpunkt des Afrikafeldzugs. Die deutsche 15. Panzer-Division hatte schwere Verluste erlitten und befand sich im Rückzug von Tobruk. Trotz dieser Rückschläge wurden weiterhin Auszeichnungen für außergewöhnliche Tapferkeit und Pflichterfüllung verliehen. Dies unterstreicht die Bedeutung, die der militärischen Moral und Anerkennung auch in schwierigen Zeiten beigemessen wurde.

Solche Dokumente sind heute wichtige historische Quellen, die Einblicke in die militärische Organisation, Hierarchien und das Auszeichnungswesen der Wehrmacht geben. Sie dokumentieren nicht nur individuelle Leistungen, sondern auch die Umstände und den Kontext militärischer Operationen während des Zweiten Weltkriegs.