III. Reich NSDAP Paar RZM Schoßknöpfe
Die vorliegenden NSDAP-Schoßknöpfe mit der Kennzeichnung RZM M5/13 repräsentieren einen charakteristischen Bestandteil der Uniformausstattung während der Zeit des Dritten Reiches. Diese Knöpfe aus Feinzink wurden für die Parteiuniformen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) hergestellt und unterlagen strengen Produktions- und Qualitätsstandards.
Die Reichszeugmeisterei (RZM) wurde im Jahr 1929 gegründet und war die zentrale Beschaffungs- und Kontrollstelle für sämtliche Uniformen, Abzeichen und Ausrüstungsgegenstände der NSDAP und ihrer Gliederungen. Nach der Machtübernahme 1933 expandierte die RZM erheblich und überwachte die Produktion von Millionen von Uniformteilen und Abzeichen. Jeder zugelassene Hersteller erhielt eine eindeutige RZM-Herstellernummer, die auf den Produkten angebracht werden musste. Die Kennzeichnung M5/13 identifiziert einen spezifischen, von der RZM autorisierten Hersteller.
Das Präfix “M” in der RZM-Kennzeichnung stand für “Metall” und bezeichnete Hersteller von Metallwaren, zu denen auch Uniformknöpfe gehörten. Die Zahlenfolge identifizierte den jeweiligen Betrieb innerhalb dieser Kategorie. Dieses Kontrollsystem sollte einerseits eine gleichbleibende Qualität gewährleisten und andererseits verhindern, dass nicht autorisierte Hersteller Parteiuniformen und -abzeichen produzierten.
Schoßknöpfe wurden an verschiedenen Uniformteilen der NSDAP-Funktionäre verwendet, insbesondere an den braunen Parteiuniformen, die zum charakteristischen Erscheinungsbild der Bewegung gehörten. Die Uniformordnung der NSDAP war detailliert geregelt und wurde mehrfach überarbeitet. Verschiedene Dienstgrade und Funktionen innerhalb der Partei erforderten spezifische Uniformvarianten, wobei selbst Details wie Knöpfe genau vorgeschrieben waren.
Die Verwendung von Feinzink als Material war während der 1930er und 1940er Jahre üblich, da dieses Material kostengünstig in der Herstellung war und sich gut für Massenproduktion eignete. Zink ließ sich leicht gießen und prägen, was die Herstellung großer Stückzahlen ermöglichte. Im Laufe des Krieges wurden zunehmend Ersatzmaterialien verwendet, da strategisch wichtige Metalle für die Rüstungsproduktion benötigt wurden.
Der angegebene ungebrauchte Zustand dieser Knöpfe ist bemerkenswert, da viele Uniformteile aus dieser Zeit entweder verwendet und abgenutzt oder nach Kriegsende zerstört wurden. Ungebrauchte RZM-gekennzeichnete Objekte stammen häufig aus Lagerbeständen, die das Kriegsende überdauerten. Die alliierte Kontrollratsdirektive Nr. 38 vom 12. Oktober 1946 ordnete zwar die Vernichtung von NS-Symbolen an, doch konnten nicht alle Bestände erfasst werden.
Heute sind solche Objekte von historischem Interesse für Sammler militärhistorischer Gegenstände und Museen. Sie dienen als materielle Zeugnisse der Organisationsstruktur und der visuellen Propaganda des NS-Regimes. Die RZM-Kennzeichnung ermöglicht es Forschern, Produktionszeiträume zu bestimmen und die wirtschaftlichen Strukturen hinter der Uniformproduktion nachzuvollziehen.
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit solchen Objekten erfolgt im Kontext der kritischen Erforschung des Nationalsozialismus. Sie illustrieren die Durchdringung des Alltags durch die Parteiorganisation und die Bedeutung, die visuellen Symbolen und uniformiertem Auftreten beigemessen wurde. Die penible Regulierung selbst kleinster Uniformdetails spiegelt den totalitären Anspruch der NSDAP wider, alle Lebensbereiche zu kontrollieren und zu standardisieren.