Luftwaffe persönlicher Waffenrock und Schirmmütze aus dem Besitz des Ritterkreuzträgers Hauptmann Rudolf Kramer, Kampfgeschwader 26 - mit original Trägerfoto !

Der Waffenrock ist ein typisches Eigentumstück, wahrscheinlich hergestellt nach 1942.  Fertigung aus schwerem Gabardinetuch, komplett mit allen Effekten. Der Brustadler ist ein ganz besondere Modell für Offiziere, hohe maschinengestickte Ausführung auf Unterlage. Die Kragenspiegel per Hand vernäht, eingenähte Schulterstücke. Um den Kragen die umlaufend aufgenähte Offizierskordel ebenfalls in einer ganz besonderen Ausführung. Auf der linken Brust Schlaufen für alle seine Auszeichnung mit den aufgesteckten originalen Auszeichnungen: kleine Feldspange mit 3 Auszeichnungen. Frontflugspange für Kampfflieger in Gold mit Anhanger für "400" Feindflüge. Die Frontflugspange Buntmetall feuervergoldet, der Anhänger aus Feinzink. Eisernes Kreuz 1939 1. Klasse, rückseitig mit Hersteller "26" auf der Nadel. Flugzeugführerabzeichen, Buntmetallausführung, Hersteller "C.E. Juncker Berlin SW". Verwundetenabzeichen 1939 in Silber, Buntmetallausführung, rückseitig mit Hersteller "13". Segelfliegerabzeichen "Silber C" in Metallfaden handgestickter Ausführung auf LW-Tuch. Auf der rechten Brust das Deutsche Kreuz in Gold, leichte Ausführung, Hersteller "20". Innen mit LW-blauem Futter, in der Innentasche mit eingenähtem Trägeretikett "Kramer". Mit eingenähtem Schlitz zum Tragen des Offiziersdolch. Die Feldbluse ist über mehrere Jahre getragen und weist typische Trage- und Altersspuren auf, jedoch in gutem Zustand.
Dazu die Schirmmütze von Kramer als Offizier. Fertigung um 1942/43, komplett mit Metallfaden handgestickten Effekten. Innen mit Hellem Schweißband, LW-blaues Seidenfutter mit beschädigtem Zelluloidtrapez. Größe 58. Getragen, Zustand 2.
Dazu ein original Portraitfoto von Hauptmann Kramer, aufgenommen unmittelbar nach seiner Ritterkreuzverleihung am 18.3.1945. Auf dem Foto ist diese Uniform mit genau dieser Schirmmütze ganz deutlich zu erkennen. 
Alle Auszeichnungen sind selbstverständlich original, das handgestickte Segelfliegerabzeichen ist ebenfalls auf dem Foto deutlich zu erkennen und war das Stück von Kramer. Ob die restlichen Auszeichnungen die Stücke aus dem Besitz von Kramer sind, können wir nicht bestätigen.

Rudolf Kramer (1916 - 1999). Als begeisterter Segelflieger war Kramer 1935 in die Luftwaffe eingetreten und erhielt nach seiner Ausbildung zum Flugzeugführer und Kampfflieger im Juni 1936 das Flugzeugführerabzeichen. Ab 8.8.1937 war er als Lehrer an der FFS Neukuhren, kam am 4.10.1938 an die Große Kampffliegerschule Faßberg und wurde am 1.11.1938 zur 7./KG 157 "Boelcke" versetzt. Kurz darauf wechselte er am 31.1.1939 zur 3. Staffel. In der Folge wurde er mehrmals als Blindfluglehrer an verschiedene Schulen kommandiert. Mit seiner in 3./KG 27 umbenannten Staffel flog er über Polen, im Westfeldzug (EK 2 am 18.5.1940) sowie gegen England (EK 1 am 18.11.1940). Ab September 1940 wurde Kramer mehrfach mit der Durchführung von Einzelangriffen betraut. Nach rund 100 Feindflügen wurde er am 2.4.1941 in den Ausbildungsbereich zur 12./JG 26 nach Lübeck-Blankensee versetzt. Ab 15.1.1942 war ei bei der 3./KG 26 geführt, um einen Offizierslehrgang zu absolvieren und dann zum Leutnant (als Kriegsoffizier) befördert zu werden. Am 27.4.1942 erhielt Kramer als Oberfeldwebel den Ehrenpokal der Luftwaffe, am 12.12.1942 als Leutnant das Deutsche Kreuz in Gold.
Ab 25.6.1943 gehörte er als Offizier z.b.V. in der Ergänzungsgruppe des KG 26 zunächst der 10. und ab 15.2.1944 der 12. Staffel an. Im Rahmen der Auflösung der IV./KG 26 wurde Kramer am 10.8.1944 als Lehrer in die 3./Erg.K.Gr. LT versetzt, die Anfang 1945 wiederum im EKG 1 aufging. Ob Kramer noch einmal zu einem Frontverband zurückkehrte und weitere Feindeinsätze flog, ist nicht mehr bekannt. Am 1. März 1945 erfolgte letztlich noch seine Beförderung zum Hauptmann, die Verleihung des Ritterkreuz erfolgte am 18. März.
Nach seinen eigenen Abgaben hatte Kramer insgesamt 416 Feindflüge im Westen und Osten. Insgesamt 48.000 BRT Schiffsraum versenkt und weitere 220.000 BRT Schiffsraum beschädigt. (Auszug aus dem Fachbuch "Die Ritterkreuzträger der Kampfflieger, Seite 260).

Mit dem original Foto ist dies eine der am besten dokumentierte Uniform und Mütze eines Ritterkreuzträgers, die wir seit vielen Jahren anbieten können. Eine echte Sensation !
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Luftwaffe persönlicher Waffenrock und Schirmmütze aus dem Besitz des Ritterkreuzträgers Hauptmann Rudolf Kramer, Kampfgeschwader 26 - mit original Trägerfoto !

Die Luftwaffe war die Luftwaffe des nationalsozialistischen Deutschlands vor und während des Zweiten Weltkriegs. Auf Hitlers Entscheidung vom 26. Februar 1935 sollte die Luftwaffe offiziell ab dem 1. März 1935 die dritte Teilstreitkraft der Wehrmacht sein. Die Uniformstile und Rangabzeichen der Luftwaffe wiesen zwischen 1935 und 1945 viele einzigartige Merkmale auf.

Der Waffenrock der Luftwaffe war die formelle Parade- und Ausgehuniformen, die von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften der Luftwaffe von 1935 bis in die frühen Kriegsjahre getragen wurde. Im traditionellen deutschen Militärstil geschneidert, verkörperte er die Eleganz und Präzision der Luftwaffe und entsprach zugleich strengen Uniformstandards. Der Waffenrock wurde mit passenden blaugrauen Diensthosen und einer Schirmmütze oder Seitenmütze getragen und war eine der ikonischsten Uniformen der Luftwaffe der Vorkriegs- und frühen Kriegszeit des Zweiten Weltkriegs.

Der Waffenrock der Luftwaffe wurde aus blaugrauem Wollstoff gefertigt und entsprach in seiner Konstruktion eng dem Design der Wehrmacht-Tunika M 1935. Offiziersuniformen trugen einen bestickten Luftwaffenadler über der rechten Brusttasche. Die Kragen waren mit gedrehter Aluminiumkordel eingefasst, und die Tuniken mit vier aufgesetzten Taschen hatten Aluminiumknöpfe mit Perlstruktur. Der Waffenrock existierte sowohl als Dienstausgabe als auch als privat beschaffte Variante. Die hier beschriebene Uniform ist ein Eigentumsstück mit hochwertiger Schneiderarbeit, wie der schwere Gabardine-Stoff und die von Hand vernähten Kragenspiegel zeigen.

Der Offizierswaffenrock hat tief umgeschlagene Manschetten, die bis zur Mitte des Unterarms reichen, und eine fünfknöpfige Front. Die Tunika verfügt über vier plissierte Taschen mit spitzen Klappen, wobei die beiden unteren Taschen am Rock Beuteltaschen sind. Diese spezielle Uniform wurde aus schwerem Gabardine-Stoff gefertigt und ist komplett mit allen Effekten ausgestattet. Der Brustadler ist ein besonderes Modell für Offiziere in hoher maschinengestickter Ausführung auf Unterlage. Die Kragenspiegel sind per Hand vernäht, die Schulterstücke eingenäht. Um den Kragen verläuft die umlaufend aufgenähte Offizierskordel in einer besonderen Ausführung. Im Inneren befindet sich ein Luftwaffe-blaues Futter mit eingenähtem Trägeretikett “Kramer”. Ein eingenähter Schlitz ermöglichte das Tragen des Offiziersdolchs.

Die zugehörige Schirmmütze wurde um 1942/43 gefertigt und ist komplett mit in Metallfaden handgestickten Effekten ausgestattet. Sie verfügt über ein helles Schweißband und ein Luftwaffe-blaues Seidenfutter mit beschädigtem Zelluloidtrapez in Größe 58.

Diese Uniform gehörte Hauptmann Rudolf Kramer (1916-1999), der als Staffelkapitän beim Kampfgeschwader 26 diente. Kramer wurde am 4. Mai 1916 in Lagenhagen/Hannover geboren und verstarb am 12. Februar 1999 am selben Ort. Als begeisterter Segelflieger trat Kramer 1935 in die Luftwaffe ein. Nach seiner Ausbildung zum Flugzeugführer und Kampfflieger erhielt er im Juni 1936 das Flugzeugführerabzeichen. Seine militärische Laufbahn führte ihn durch verschiedene Einheiten, darunter die KG 27 und KG 26, wo er als Kampfflieger über Polen, im Westfeldzug und gegen England flog.

Am 18. März 1945 wurde Kramer das Ritterkreuz verliehen. Zuvor hatte er bereits am 12. Dezember 1942 als Leutnant das Deutsche Kreuz in Gold erhalten. Nach seinen eigenen Angaben flog er insgesamt 416 Feindflüge im Westen und Osten, bei denen er 48.000 BRT Schiffsraum versenkte und weitere 220.000 BRT Schiffsraum beschädigte.

Die auf der linken Brust angebrachten Auszeichnungen umfassen eine kleine Feldspange mit 3 Auszeichnungen, die Frontflugspange für Kampfflieger in Gold mit Anhänger für “400” Feindflüge, das Eiserne Kreuz 1939 1. Klasse, ein Flugzeugführerabzeichen von C.E. Juncker Berlin SW, das Verwundetenabzeichen 1939 in Silber und das Segelfliegerabzeichen “Silber C” in handgestickter Ausführung. Auf der rechten Brust befindet sich das Deutsche Kreuz in Gold in leichter Ausführung.

Die Uniform ist durch ein originales Portraitfoto dokumentiert, das Hauptmann Kramer unmittelbar nach seiner Ritterkreuzverleihung am 18. März 1945 zeigt. Auf diesem Foto sind diese Uniform und genau diese Schirmmütze deutlich zu erkennen, einschließlich des handgestickten Segelfliegerabzeichens. Diese Dokumentation macht dieses Ensemble zu einem der am besten dokumentierten Uniformstücke eines Ritterkreuzträgers. Nach 1945 wurden viele Luftwaffe-Uniformen von Veteranen behalten oder in private Sammlungen aufgenommen. Diese spezielle Uniform mit dokumentierter Provenienz zu Hauptmann Kramer stellt aufgrund des Originalfotos, das die exakte Tunika und Mütze zum Zeitpunkt der Ritterkreuzverleihung zeigt, eines der am besten dokumentierten Beispiele dar.

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