Nationalsozialistischer Deutscher Marinebund ( NSDMB ) - Goldene Ehrennadel für 25 jährige Mitgliedschaft

an Nadel, rückseitig : GES.GESCH., Zustand 2/2+.
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€ 140,00

Nationalsozialistischer Deutscher Marinebund ( NSDMB ) - Goldene Ehrennadel für 25 jährige Mitgliedschaft

Die Goldene Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft des Nationalsozialistischen Deutschen Marinebundes (NSDMB) repräsentiert ein bedeutsames Kapitel der deutschen Marinegeschichte während der Zeit des Nationalsozialismus. Diese Auszeichnung wurde an verdiente Mitglieder verliehen, die dem Bund ein Vierteljahrhundert lang die Treue gehalten hatten.

Der Nationalsozialistische Deutsche Marinebund wurde nach der Machtergreifung 1933 als Nachfolgeorganisation des Deutschen Flottenvereins gegründet. Der Flottenverein, der bereits seit 1898 bestanden hatte, wurde im Zuge der Gleichschaltung aller Vereine und Verbände im Deutschen Reich in den NSDMB überführt. Die Organisation diente der Förderung des maritimen Gedankens in der Bevölkerung und sollte die Verbundenheit zwischen der Kriegsmarine und der Zivilbevölkerung stärken.

Die Struktur und Hierarchie des NSDMB orientierte sich am militärischen Vorbild der Kriegsmarine. Der Bund unterhielt zahlreiche Ortsgruppen im gesamten Reichsgebiet und in den besetzten Gebieten. Seine Hauptaufgaben umfassten die maritime Jugenderziehung, die Unterstützung von Marineangehörigen und deren Familien sowie die Propagierung der deutschen Seemacht.

Die vorliegende Goldene Ehrennadel stellt eine besondere Ehrung innerhalb des Bundes dar. Die Auszeichnung wurde für 25-jährige Mitgliedschaft verliehen, was bedeutet, dass die Empfänger bereits Mitglieder des ursprünglichen Deutschen Flottenvereins gewesen sein mussten. Die Nadel ist aus vergoldetem Material gefertigt und trägt auf der Rückseite die Prägung “GES.GESCH.” (Gesetzlich Geschützt), was die offizielle Autorisierung und den rechtlichen Schutz des Designs kennzeichnet.

Das Abzeichen selbst folgt der typischen Formensprache nationalsozialistischer Auszeichnungen. Es verbindet maritime Symbolik mit den ideologischen Emblemen des Regimes. Die Goldausführung für 25-jährige Mitgliedschaft stellte eine höhere Stufe gegenüber den silbernen Varianten für kürzere Mitgliedschaftsdauern dar.

Die Verleihungspraxis dieser Ehrennadeln war streng geregelt. Anträge mussten über die lokalen Ortsgruppen eingereicht und von der Reichsleitung genehmigt werden. Die Verleihung erfolgte meist im Rahmen feierlicher Veranstaltungen, bei denen die langjährige Treue zum Bund und damit zum nationalsozialistischen Staat gewürdigt wurde.

Die Träger solcher Auszeichnungen waren in der Regel ältere Herren, die bereits im Kaiserreich dem Flottenverein beigetreten waren und ihre Mitgliedschaft durch die Weimarer Republik hindurch bis in die NS-Zeit fortgeführt hatten. Diese Kontinuität zeigt die tiefe Verwurzelung des maritimen Gedankens in bestimmten Bevölkerungsschichten, insbesondere in den Küstenregionen und in bürgerlichen Kreisen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde der NSDMB zusammen mit allen anderen nationalsozialistischen Organisationen aufgelöst. Das Tragen seiner Abzeichen und Ehrenzeichen wurde verboten. Heute sind solche Objekte ausschließlich von historischem und sammlertechnischem Interesse und dienen der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieser Epoche.

Die Erhaltung solcher Auszeichnungen in Sammlungen und Museen ist wichtig für die historische Forschung. Sie dokumentieren die umfassende Durchdringung der deutschen Gesellschaft durch nationalsozialistische Organisationen und zeigen, wie das Regime versuchte, traditionelle Vereinsstrukturen für seine Zwecke zu instrumentalisieren.

Der Zustand dieser speziellen Nadel wird mit 2/2+ angegeben, was in der numismatischen und phaleristischen Bewertungsskala einen sehr guten bis vorzüglichen Erhaltungszustand beschreibt. Dies deutet darauf hin, dass die Nadel relativ wenig getragen wurde und die Vergoldung sowie die Details gut erhalten sind.