Wehrmacht Erinnerungsfoto an die Dienstzeit 1934/45 bei der 1.Batterie 1.Abteilung Artillerie-Regiment Münden

Maße ca. 35 x 25 cm, gebrauchter Zustand.
309832
20,00

Wehrmacht Erinnerungsfoto an die Dienstzeit 1934/45 bei der 1.Batterie 1.Abteilung Artillerie-Regiment Münden

Das vorliegende Erinnerungsfoto dokumentiert die Dienstzeit eines Soldaten bei der 1. Batterie der 1. Abteilung des Artillerie-Regiments Münden während der Zeit von 1934 bis 1945. Solche Erinnerungsfotos stellten für Wehrmachtsangehörige eine wichtige persönliche Dokumentation ihrer militärischen Laufbahn dar und waren in der deutschen Militärtradition fest verankert.

Das Artillerie-Regiment Münden war Teil der Wehrmacht und hatte seinen Standort in der niedersächsischen Stadt Münden, heute Hann. Münden. Die Stadt lag strategisch günstig im Dreieck zwischen Weser und Fulda und hatte eine lange Garnisonstradition. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 und der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht am 16. März 1935 durch das Wehrgesetz wurde die Wehrmacht massiv ausgebaut. Das Jahr 1934 markiert eine Übergangsphase, in der bereits intensive Vorbereitungen für die offizielle Wiederaufrüstung liefen, die offiziell noch der Reichswehr angehörten.

Eine Batterie war die grundlegende taktische Einheit der Artillerie und umfasste typischerweise vier bis sechs Geschütze mit der zugehörigen Bedienungsmannschaft, Munitionskolonnen und Führungspersonal. Die Batterie war Teil einer Abteilung, die normalerweise aus drei Batterien bestand. Mehrere Abteilungen bildeten zusammen ein Regiment. Diese Organisationsstruktur folgte den traditionellen Gliederungsprinzipien der deutschen Artillerie, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichten.

Die Zeitspanne 1934 bis 1945 umfasst die gesamte Periode des Dritten Reiches und den Zweiten Weltkrieg. Soldaten, die 1934 ihren Dienst antraten, erlebten die Phase der Wiederaufrüstung, die Vorkriegsjahre mit den verschiedenen außenpolitischen Krisen, den Kriegsbeginn 1939 und möglicherweise Einsätze an verschiedenen Fronten. Artillerieeinheiten spielten in der deutschen Kriegführung eine zentrale Rolle und waren an allen Kriegsschauplätzen präsent.

Erinnerungsfotos dieser Art wurden üblicherweise von professionellen Fotografen oder in den Garnisonen selbst angefertigt. Sie zeigten häufig das Porträt des Soldaten in Uniform, manchmal ergänzt durch militärische Symbole, Wappen der Einheit oder dekorative Elemente. Solche Fotografien wurden oft gerahmt und dienten als Andenken für die Familie oder als persönliches Erinnerungsstück. Die Maße von etwa 35 x 25 cm entsprechen einem gängigen Format für gerahmte Erinnerungsbilder dieser Zeit.

Die militärische Tradition der Erinnerungsfotos reichte weit zurück und war bereits im Kaiserreich und der Weimarer Republik verbreitet. In der Wehrmacht wurde diese Tradition fortgesetzt, wobei die fotografische Dokumentation des Militärdienstes auch propagandistische Zwecke erfüllte. Die Darstellung in Uniform sollte Stolz auf den Militärdienst und Verbundenheit mit der Wehrmacht zum Ausdruck bringen.

Die Artillerie galt traditionell als technisch anspruchsvolle Waffengattung. Artilleristen benötigten umfangreiche Ausbildung in Ballistik, Zielerkennung, Entfernungsmessung und Geschützhandhabung. Die Ausbildung dauerte mehrere Monate und umfasste theoretischen Unterricht sowie praktische Übungen auf Schießplätzen. Artillerie-Regimenter verfügten über verschiedene Geschütztypen, von leichten Feldgeschützen bis zu schweren Haubitzen.

Nach Kriegsende 1945 wurden alle Wehrmachtseinheiten aufgelöst und demobilisiert. Viele Soldaten bewahrten ihre persönlichen Erinnerungsstücke auf, darunter auch solche Fotografien. Heute besitzen diese Objekte historischen Dokumentationswert und sind Zeugnisse einer dunklen Epoche deutscher Geschichte. Sie dienen der historischen Forschung und Bildung, indem sie die persönliche Dimension des Militärdienstes im Dritten Reich illustrieren.

Für Militärhistoriker bieten solche Erinnerungsfotos Einblicke in die Organisationsstruktur der Wehrmacht, die Uniformierung, militärische Traditionen und die Alltagskultur der Soldaten. Sie sind Teil des materiellen Erbes des Zweiten Weltkriegs und tragen zum Verständnis dieser historischen Periode bei.

r