Luftwaffe - Originalunterschrift von Ritterkreuzträger Oberst Hubertus Hitschhold

es handelt sich um eine Feldpostkarte mit aufgeklebtem Foto aus einer Zeitung, daneben mit sehr schöner Tintensignatur " Hitschhold, Oberst. ", als Feldpost am 21.7.1944 an Helmut Ludwig gelaufen, Zustand 2.
Hubertus Hitschhold bekam als Kommandeur der I./Stuka-Geschwader 2 am 21.7.1940 das Ritterkreuz und am 31.12.1941 das 57. Eichenlaub verliehen.
Auflösung der Ritterkreuzautographen-Sammlung des Hitlerjungen Helmut Ludwig in Marburg an der Lahn. Er hat viele Autographen in einem Sammelbuch sauber eingeklebt und einige Soldaten mehrfach angeschrieben.

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Luftwaffe - Originalunterschrift von Ritterkreuzträger Oberst Hubertus Hitschhold

Diese Feldpostkarte mit Originalunterschrift von Oberst Hubertus Hitschhold stellt ein faszinierendes Dokument aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs dar und gehört zu einer bemerkenswerten Sammlung von Autographen deutscher Ritterkreuzträger. Die Karte, datiert auf den 21. Juli 1944, wurde an einen jungen Sammler namens Helmut Ludwig in Marburg an der Lahn versandt und dokumentiert die damals weit verbreitete Praxis des Autographensammelns unter der deutschen Jugend.

Hubertus Hitschhold (1912-1980) war einer der bekanntesten Sturzkampffliegerpiloten der Luftwaffe. Als Kommandeur der I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 2 (I./StG 2) erhielt er am 21. Juli 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für seine herausragenden Leistungen während des Westfeldzuges. Seine militärische Karriere erreichte einen weiteren Höhepunkt, als ihm am 31. Dezember 1941 als 57. Soldaten der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen wurde. Diese Auszeichnung würdigte seine Führungsleistungen und erfolgreichen Einsätze an der Ostfront.

Die vorliegende Karte zeigt die typische Gestaltung solcher Autographensammlungen: ein aus einer Zeitung ausgeschnittenes und aufgeklebtes Foto des Offiziers, daneben seine Unterschrift in Tinte mit Rangbezeichnung. Das Feldpostformat war während des Krieges das übliche Medium für solche Korrespondenz, da es portofreie Zustellung ermöglichte und standardisiert war.

Das Phänomen des Autographensammelns war in der nationalsozialistischen Gesellschaft, besonders unter Angehörigen der Hitlerjugend, weit verbreitet. Junge Menschen wie Helmut Ludwig schrieben systematisch an ausgezeichnete Soldaten und baten um Autographen. Diese Praxis wurde durch die intensive Militärpropaganda des Regimes gefördert, die Kriegshelden als Vorbilder präsentierte. Viele Träger hoher Auszeichnungen erhielten täglich Dutzende solcher Anfragen und entwickelten Routinen, um darauf zu antworten.

Die Feldpost spielte während des Zweiten Weltkriegs eine zentrale Rolle für die Kommunikation zwischen Front und Heimat. Sie war nicht nur ein logistisches Meisterwerk, sondern auch ein wichtiges Instrument zur Aufrechterhaltung der Moral. Täglich wurden Millionen von Feldpostsendungen transportiert. Die Verwendung standardisierter Feldpostkarten erleichterte die Abwicklung erheblich.

Sturzkampfgeschwader 2 “Immelmann”, dem Hitschhold angehörte, war eine der elitären Kampfverbände der Luftwaffe. Die Ju 87 “Stuka” wurde zum Symbol des Blitzkriegs, auch wenn ihre Verwundbarkeit gegenüber modernen Jägern ihre Einsatzmöglichkeiten zunehmend einschränkte. Hitschholds Führungsqualitäten und sein persönlicher Mut machten ihn zu einer respektierten Figur innerhalb der Luftwaffe.

Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes war die höchste Tapferkeitsauszeichnung des Deutschen Reiches und wurde für außergewöhnliche Leistungen im Kampf verliehen. Das Eichenlaub als erste Stufe der Erhöhung zum Ritterkreuz war noch seltener und wurde nur an besonders erfolgreiche Kommandeure und Soldaten vergeben. Bis Kriegsende erhielten etwa 7.300 Personen das Ritterkreuz, aber nur 890 das Eichenlaub.

Die Tatsache, dass die Karte am 21. Juli 1944 abgestempelt wurde, gibt ihr zusätzliche historische Bedeutung. Dies war exakt der Tag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Karte entstand also in einem der dramatischsten Momente der deutschen Geschichte, auch wenn dies dem jungen Sammler möglicherweise erst später bewusst wurde.

Sammlungen wie die von Helmut Ludwig sind heute wertvolle historische Quellen. Sie dokumentieren nicht nur die militärische Elite des Dritten Reiches, sondern auch die Alltagskultur und Mentalität der Zeit. Die sorgfältige Aufbewahrung in Sammelalben zeigt die Ernsthaftigkeit, mit der junge Menschen solchen Sammlungen nachgingen. Viele dieser Soldaten wurden mehrfach angeschrieben, was die Beharrlichkeit der Sammler unterstreicht.

Nach dem Krieg führte Hitschhold seine militärische Karriere in der Bundesluftwaffe fort, wo er den Rang eines Generalmajors erreichte. Dies war nicht ungewöhnlich für hochdekorierte Offiziere, deren fachliche Kompetenz geschätzt wurde, unabhängig von ihrer Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg.

Heute sind solche Autographendokumente wichtige Sammlerstücke für Militärhistoriker und Sammler. Sie bieten authentische Einblicke in die Persönlichkeiten hinter den militärischen Rängen und Auszeichnungen. Der Erhaltungszustand dieser Karte wird als sehr gut (Zustand 2) bewertet, was ihre historische und sammlungswürdige Bedeutung unterstreicht.