Wehrmacht Afrikakorps Tropenfeldmütze M 41 für Offiziere der Gebirgsjäger 

mitbefördertes Kammerstück um 1941. Fertigung aus hellem Baumwolltuch, komplett mit Bevo-gewebten Effekten in Tropenausführung, , vorn mit grünem Soutachewinkel. Seitlich jeweils 2 Lüftungslöcher und das Edelweiss der Gebirgsjäger, per Hand vernäht. Umlaufende die Silberkordel für Offiziere, innen rotes Futter, Herstellerstempel "U.Dehecke Burdorf/Hann 1941", Größe 58. Stark getragen, die Feldmütze ist über die 3 Jahre Tragezeit in Afrika stark ausgeblichen, Nähte an der Kokarde sind zum teil lose, die Paspelierung stark ausgeblichen, Zustand 2-3.
Die typische Feldmütze eines Offiziers im Afrikakorps.


482834

Wehrmacht Tropenfeldmütze M41 für Offiziere der Gebirgsjäger

Die Tropenfeldmütze M41 gehört zu den ikonischsten Ausrüstungsgegenständen des Zweiten Weltkriegs und verkörpert die Geschichte des Deutschen Afrikakorps (DAK) in einem einzigen, greifbaren Objekt. Dieses spezifische Exemplar – eine Offiziersausführung für die Gebirgsjäger – vereint die Geschichte des Wüstenkriegs mit der Tradition der deutschen Gebirgstruppen und stellt damit ein besonders seltenes Sammlerstück dar.

Historischer Hintergrund: Das Deutsche Afrikakorps

Das Deutsche Afrikakorps wurde im Februar 1941 unter dem Kommando von Generalleutnant Erwin Rommel aufgestellt und nach Libyen entsandt, um die italienischen Verbündeten zu unterstützen. Die extremen Temperaturen der nordafrikanischen Wüste, die tagsüber 50 Grad Celsius überschreiten konnten, machten eine vollständige Neuentwicklung der Bekleidung notwendig. Während des gesamten Afrikafeldzugs von 1941 bis zur Kapitulation im Mai 1943 in Tunesien wurden etwa 250.000 deutsche Soldaten nach Nordafrika entsandt. Die Tropenfeldmütze M41 wurde während der gesamten Kampagne getragen und entwickelte sich zu einem Symbol des Afrikakorps.

Die Tropenfeldmütze M41: Einführung und Konstruktion

Die Tropenfeldmütze M41 wurde Anfang 1941 offiziell als Teil der tropischen Ausrüstung für die Wehrmacht eingeführt. Das Design der Mütze basierte lose auf der Bergmütze der Gebirgsjäger, wies jedoch geringfügige Abweichungen auf. Die Konstruktion erfolgte aus feinem, geripptem olivkhakifarbenem Baumwollköper mit simulierten Seitenklappen, über denen auf jeder Seite zwei Lüftungsösen aus Leichtmetall angebracht waren. Das Innere war mit dem charakteristischen leuchtend roten Baumwollfutter ausgekleidet.

Die Abzeichen wurden im Bevo-Webverfahren hergestellt – ein Verfahren der Bandweberei Vereinigte Oesterreichische – wobei die Abzeichen direkt in das Textil eingewebt wurden. In der Tropenausführung zeigten sie den Hoheitsadler und die schwarz-weiß-rote Kokarde. Vorn war ein grüner Soutachewinkel angebracht, der die Waffenfarbe der jeweiligen Truppengattung anzeigte. Ursprünglich wurden die Mützen mit einer Soutache in der Waffenfarbe der Waffengattung ausgegeben.

Unterscheidung der Dienstgrade

Die Offiziersausführungen unterschieden sich deutlich von den Mannschafts- und Unteroffiziersmützen. Offiziere vom Leutnant bis zum Oberst trugen eine silberne Kordel um den Mützenumfang, während die Ränge vom Generalmajor bis zum Generalfeldmarschall eine vergoldete Kordel führten. Mannschafts- und Unteroffiziersausführungen hatten keine solche Kordel. Da Offiziere nur einen Bruchteil der Truppe ausmachten, sind Offiziersstücke heute noch seltener als Mannschaftsausführungen.

Die Gebirgsjäger in Afrika

Dieses Exemplar ist besonders bemerkenswert durch das auf der linken Seite handvernähte Edelweiß-Abzeichen, das die Zugehörigkeit zu den Gebirgsjägern kennzeichnet. Es handelte sich um ein Metall-Edelweiß mit Stiel, das für das Tragen an der Bergmütze konzipiert war. Das Edelweiß als Abzeichen hat eine lange Tradition: Es wurde 1907 als Symbol der österreichisch-ungarischen Landesschützenregimenter durch Kaiser Franz Joseph I. eingeführt. Obwohl die Gebirgsjäger in ihrer Spezialistenrolle in Polen, Norwegen, auf dem Balkan, in Russland, auf Kreta, in Griechenland und in Italien äußerst erfolgreich eingesetzt wurden, dienten sie in Nordafrika auch als konventionelle Infanterie.

Dieses Exemplar

Das vorliegende Stück trägt den Herstellerstempel “U.Dehecke Burdorf/Hann 1941” aus dem Raum Hannover und ist in Größe 58 gefertigt. Es handelt sich um ein befördertes Kammerstück aus dem Jahr 1941. Die Mütze zeigt deutliche Tragespuren: Über eine etwa dreijährige Tragezeit in Afrika ist das Material stark ausgeblichen, einige Nähte an der Kokarde sind teilweise lose, und die Paspelierung ist stark verblasst – ein eindrucksvoller Beleg für den harten Einsatz unter extremen klimatischen Bedingungen.

Sammlerische Bedeutung

Aus sammlerischer Sicht sind originale Offiziersmützen des Afrikakorps heute äußerst selten und begehrt. Die Kombination aus dem relativ kurzen Einsatzzeitraum von 1941 bis 1943, hohen Verlustquoten im Kampf und der Tatsache, dass viele Stücke nach der Kapitulation vernichtet oder von alliierten Soldaten als Souvenirs mitgenommen wurden, macht authentische Exemplare zu Raritäten. Nach der Niederlage in Nordafrika fanden diese Mützen teilweise noch in anderen südlichen Kriegsschauplätzen Verwendung, etwa in Italien oder auf dem Balkan. Die Verbindung von Tropenausführung und Gebirgsjäger-Abzeichen macht dieses Stück zu einem besonders seltenen und historisch bedeutsamen Sammlerobjekt.