Allgemeines Sturmabzeichen - Otto Schickle

Zink hohl.
503235
250,00

Allgemeines Sturmabzeichen - Otto Schickle

Das Allgemeine Sturmabzeichen war eine bedeutende militärische Auszeichnung der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Diese Tapferkeitsauszeichnung wurde am 20. Dezember 1939 durch Adolf Hitler gestiftet und konnte an Soldaten aller Waffengattungen verliehen werden, die sich bei Sturm- und Kampfhandlungen besonders bewährt hatten.

Das hier beschriebene Exemplar stammt aus der Fertigung von Otto Schickle, einem der renommierten Hersteller militärischer Auszeichnungen während der NS-Zeit. Die Firma Otto Schickle mit Sitz in Pforzheim gehörte zu den etablierten Produzenten von Orden und Ehrenzeichen. Das Abzeichen ist aus Zink gefertigt und weist eine hohle Konstruktion auf, was typisch für die Herstellungsweise in den späteren Kriegsjahren war, als Materialknappheit zu alternativen Fertigungsmethoden führte.

Die Verleihungsbedingungen für das Allgemeine Sturmabzeichen waren in der Verordnung vom 1. Januar 1940 genau definiert. Berechtigt waren Angehörige der Wehrmacht, Waffen-SS, Polizei und anderer militärischer Verbände, die an mindestens drei Sturm-, Gefechts- oder Panzerjagdtagen teilgenommen hatten oder bei solchen Aktionen verwundet wurden. Die Auszeichnung konnte auch posthum verliehen werden.

Das Design des Abzeichens zeigt einen Adler mit ausgebreiteten Schwingen über einem Eichenkranz, in dessen Zentrum ein Hakenkreuz platziert ist. Diese Symbolik sollte Mut, Tapferkeit und die ideologische Verbundenheit mit dem NS-Regime ausdrücken. Die verschiedenen Hersteller wie Otto Schickle prägten ihre Abzeichen mit charakteristischen Stilmerkmalen, wodurch heute eine Zuordnung zu den jeweiligen Produzenten möglich ist.

Während des Kriegsverlaufs änderten sich die Produktionsbedingungen erheblich. Frühe Exemplare wurden oft aus hochwertigen Materialien wie Bronze oder versilbertem Metall gefertigt. Mit zunehmender Materialknappheit gingen die Hersteller zu Zinklegierungen über, wie sie auch bei diesem Exemplar verwendet wurden. Die hohle Bauweise reduzierte nicht nur den Materialverbrauch, sondern auch das Gewicht des Abzeichens.

Historisch betrachtet spiegelt das Allgemeine Sturmabzeichen die militärische Auszeichnungspraxis des Dritten Reiches wider, die darauf abzielte, Kampfmoral und Einsatzbereitschaft durch die Verleihung sichtbarer Ehrungen zu fördern. Heute sind solche Objekte wichtige Zeugnisse der Militärgeschichte und werden in Museen und Sammlungen zur wissenschaftlichen Aufarbeitung dieser Epoche bewahrt.