Reichsarbeitsdienst der weiblichen Jugend ( RAD/wJ ) - Erinnerungsbrosche in Silber

Aluminium, Hersteller: Assmann 38. An Nadel, Zustand 2.
504335
45,00

Reichsarbeitsdienst der weiblichen Jugend ( RAD/wJ ) - Erinnerungsbrosche in Silber

Die Reichsarbeitsdienst der weiblichen Jugend (RAD/wJ) Erinnerungsbrosche stellt ein bedeutsames Zeugnis der deutschen Arbeitsdienstorganisation während der Zeit des Nationalsozialismus dar. Diese besondere Ausführung in Silber würdigt die Teilnahme junger Frauen an den staatlich organisierten Arbeitsprogrammen zwischen 1935 und 1945.

Der Reichsarbeitsdienst wurde 1935 als verpflichtende staatliche Organisation eingeführt, nachdem bereits seit 1931 freiwillige Arbeitsdienste bestanden hatten. Während der RAD für männliche Jugendliche bereits früh etabliert wurde, entstand der RAD/wJ als separate Abteilung für weibliche Teilnehmerinnen. Diese jungen Frauen, meist im Alter zwischen 17 und 25 Jahren, leisteten typischerweise sechs Monate Dienst in verschiedenen Bereichen der Land- und Hauswirtschaft.

Die vorliegende Brosche wurde von der renommierten Firma Assmann hergestellt, einem der führenden Produzenten militärischer und paramilitärischer Abzeichen jener Zeit. Die Kennzeichnung “38” deutet auf das Produktionsjahr 1938 hin, eine Zeit intensiver Expansion des Arbeitsdienstes. Die Verwendung von Aluminium anstelle von Silber war eine praktische Entscheidung, die sowohl Kosteneffizienz als auch die Verfügbarkeit von Materialien berücksichtigte.

Die Erinnerungsbroschen des RAD/wJ dienten als offizielle Anerkennung für geleisteten Dienst und wurden den Teilnehmerinnen nach erfolgreichem Abschluss ihrer Dienstzeit verliehen. Sie trugen typischerweise das charakteristische Arbeitsdienst-Symbol mit gekreuzten Spaten und Getreideähren, umrahmt von einem Kranz oder anderen dekorativen Elementen.

Der weibliche Arbeitsdienst konzentrierte sich hauptsächlich auf landwirtschaftliche Tätigkeiten, Haushaltsführung und soziale Betreuungsaufgaben. Die Teilnehmerinnen lebten in eigens errichteten Lagern und unterstanden einer strengen militärähnlichen Disziplin. Diese Erfahrung sollte sie auf ihre künftige Rolle als Hausfrauen und Mütter im nationalsozialistischen Gesellschaftsmodell vorbereiten.