RAD Ehrendolch für Führer mit Damastklinge und Geschenkwidmung aus dem Besitz von Obergeneralarbeitsführer Wilhelm Busse.

Es handelt sich hierbei um eine Luxusfertigung der Fa. Alcoso, Solingen. Das Griffgefäß aus Aluminium, weiße Kunststoffgriffschalen als Elfenbeinimitat, rückseitig verschraubt. Die Scheide versilbert und mit der original Tönung, rückseitig mit sehr schöner Trägergravur "W B". Die Klinge in feinster Qualität aus echtem Damaststahl, auf der Vorderseite mit vergoldeter Devise „Arbeit adelt“. Rückseitig mit vergoldeter Widmung "Für hervorragende Verdienst. Konstantin Hierl", Hersteller "Alcoso A C S Solingen". Komplett mit dem besonderen Gehänge für RAD-Generale in der Luxusausführung. Die Schließen rückseitig mit Bezeichnung: „D.R.G.M.“, die braune Lederkoppelschlaufe mit vernickelter Schieße, rückseitig mit Herstellerbezeichnung "Ges. gesch. OLC". Leicht getragen, in sehr schönem Zustand . 
Dazu die folgenden Urkunden: Genehmigungsurkunde zur Annahme des Komturkreuzes des Königlich Bulgarischen St. Alexanderordens, ausgestellt Berchtesgaden, den 27. August 1937, it Faksimile Unterschrift "Adolf Hitler", weiterhin die Genehmigungsurkunde zur Annahme des Großoffizierkreuzes des Königlich Bulgarischen St. Alexanderordens, datiert Berlin, den 26. September 1940. Verleihungsurkunde zum Schutzwall-Ehrenzeichen, ausgestellt an den "Obergeneralarbeitsführer Wilhelm Busse, Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes, Berlin-Grunewald", datiert, Berlin den 26. Januar 1940. Große Entlassungsurkunde aus dem Reichsarbeitsdienst mit dem REcht zum weiteren Tragen der Uniform. Ausgestellt Führer-Hauptquartier, den 20. April 1952, mit Faksimile Unterschrift "Adolf Hitler" sowie den original Unterschriften "Frick" und "Hierl". Die Urkunde ist 1 x gefaltet, komplett in dem besonderen Umschlag mit in Gold geprägtem Hoheitsadler.
Extrem selten, in über 30 Jahren ist dies der erste RAD Ehrendolch mit Geschenkwidmung, den wir anbieten können.

Wilhelm Busse, geboren 20.3.1878 in Berlin, gestorben 9.12.1965 in Kiel. Busse war im 1. Weltkrieg Marineoffizier mit Einsatz im Mittelmeer, er wurde 1920 als Kapitän zur See verabschiedet. Im III. Reich begann Busse eine Karriere beim RAD und stieg bis zum Obergeneralarbeitsführer auf (= entspricht einem Generalleutnant der Wehrmacht). Gleichzeitig wurde er ab 19.7.1939 z.V. der Kriegsmarine gestellt, 1944 erhielt er das Patent als Konteradmiral z.V. .
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RAD-Ehrendolch für Führer mit Damastklinge und Geschenkwidmung – Ein außergewöhnliches Zeugnis des Reichsarbeitsdienstes

Das hier vorgestellte Stück gehört zu den seltensten und eindrucksvollsten Blankwaffen des Dritten Reiches: ein RAD-Ehrendolch für Führer (Modell 1937/1938) in Luxusausführung, gefertigt von der renommierten Solinger Firma Alcoso und persönlich gewidmet von Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl an Obergeneralarbeitsführer Wilhelm Busse. Dieses Exemplar vereint höchste handwerkliche Qualität mit einer bemerkenswerten personengeschichtlichen Zuordnung und steht als seltenes Zeugnis für die Repräsentationskultur des Reichsarbeitsdienstes.

Der Reichsarbeitsdienst – Historischer Hintergrund

Der Reichsarbeitsdienst (RAD) wurde am 26. Juni 1935 durch das Reichsarbeitsdienstgesetz als Pflichtdienst für alle deutschen Männer zwischen 18 und 25 Jahren offiziell institutionalisiert. Seine Wurzeln lagen in den freiwilligen Arbeitsdiensten der Weimarer Republik, doch unter nationalsozialistischer Herrschaft wurde er zu einer paramilitärischen Pflichtorganisation umgeformt. Der RAD hatte die Aufgabe, junge Männer in öffentlichen Bauprojekten, vor allem in Landwirtschaft und Bauwesen, einzusetzen, bevor diese ihren Militärdienst antraten. Am 11. Juli 1934 war der vorherige NSAD in “Reichsarbeitsdienst” umbenannt worden, den Konstantin Hierl als dessen Chef bis Kriegsende kontrollierte. Hierl wurde am 26. Juni 1935 zum Reichsarbeitsführer ernannt.

Der RAD-Führerdolch – Klassifikation und Entwicklung

Das erste Muster des RAD-Dolches wurde 1934 eingeführt und von Mannschaften wie Offizieren gleichermaßen getragen. Später kam ein zweites Muster heraus, das ausschließlich den Führerrängen vorbehalten war. Das erste Muster wurde damit zum sogenannten “Mannschaftsmodell”. Die Mannschaftsversion existierte in früheren Ausführungen aus massiver Nickellegierung und späteren Varianten aus vernickeltem Stahl. Die Führerversion war zunächst versilbert, spätere Versionen bestanden aus Aluminium.

Der Führerdolch war den Offizieren und höheren Unterführern vorbehalten – gewöhnliche Arbeitsdienstmänner trugen keinen Dienstdolch. Die Führerränge begannen beim Truppführer und reichten bis zum Reichsarbeitsführer. Getragen wurde der Dolch zur Ausgehuniform und bei besonderen Anlässen.

Dieses Exemplar – Eine Luxusfertigung von höchstem Rang

Der vorliegende Dolch hebt sich durch mehrere herausragende Merkmale von der Standardproduktion ab. Das Griffgefäß besteht aus Aluminium mit weißen Kunststoffgriffschalen als Elfenbeinimitat (Zelluloid), die rückseitig verschraubt sind. Die Scheide ist versilbert und weist noch die originale Tönung auf. Auf der Rückseite findet sich die Trägergravur “W B” für Wilhelm Busse.

Das herausragendste Merkmal ist die Klinge aus echtem Damaststahl – ein Luxusmerkmal, das bei der Standardproduktion nicht anzutreffen war, da reguläre Dolche gewöhnlichen Stahl verwendeten. Auf der Vorderseite trägt die Klinge die vergoldete Devise “Arbeit adelt” (Arbeit adelt). Die Rückseite zeigt die ebenfalls vergoldete Widmungsinschrift “Für hervorragende Verdienste” gefolgt von der vergoldeten Faksimile-Unterschrift “Konstantin Hierl”. Dieses Inschriftenformat ist für Präsentations-RAD-Hauer dokumentiert und weist den Dolch als persönliche Ehrengabe des Reichsarbeitsführers für außerordentliche Leistungen aus. Der Herstellerstempel lautet “Alcoso A C S Solingen”.

Komplettiert wird das Ensemble durch das besondere Gehänge für RAD-Generale in Luxusausführung. Die Schließen sind rückseitig mit “D.R.G.M.” (Deutsches Reichsgebrauchsmuster) bezeichnet, die braune Lederkoppelschlaufe mit vernickelter Schließe trägt rückseitig die Herstellerbezeichnung “Ges. gesch. OLC”.

Der Hersteller – Alcoso, Solingen

Die Firma Alcoso war der Handelsname der Alexander Coppel & Co. KG, Stahlwarenfabrik, eines bedeutenden Herstellers von Blankwaffen in Solingen. Im Jahr 1936 wurde das Unternehmen “arisiert”, und bis 1940 wurden die Markeninitialen von ACS auf AWS umgestellt. Da dieser Dolch noch die Bezeichnung “A C S” trägt, ist er der Periode vor dieser Umstellung zuzuordnen.

Der Empfänger – Obergeneralarbeitsführer Wilhelm Busse

Wilhelm Busse wurde am 20. März 1878 in Berlin geboren und verstarb am 9. Dezember 1965 in Kiel. Er diente im Ersten Weltkrieg als Marineoffizier mit Einsatz im Mittelmeer und wurde 1920 als Kapitän zur See verabschiedet. Im Dritten Reich begann Busse eine Karriere beim Reichsarbeitsdienst und stieg bis zum Obergeneralarbeitsführer auf – ein Rang, der einem Generalleutnant der Wehrmacht entsprach. Gleichzeitig wurde er ab dem 19. Juli 1939 zur Verfügung der Kriegsmarine gestellt und erhielt 1944 das Patent als Konteradmiral z.V.

Busse trat der NSDAP am 1. Dezember 1930 bei (Mitgliedsnummer 389.464). Als ranghöchster NSDAP-Funktionär im RAD wurde er 1934 zum Präsidenten des RAD-Rechtsgerichts ernannt.

Die begleitenden Urkunden

Dem Dolch liegt ein bedeutendes Konvolut an Urkunden bei: eine Genehmigungsurkunde zur Annahme des Komturkreuzes des Königlich Bulgarischen St. Alexanderordens (Berchtesgaden, 27. August 1937), eine weitere für das Großoffizierkreuz desselben Ordens (Berlin, 26. September 1940), eine Verleihungsurkunde zum Schutzwall-Ehrenzeichen (Berlin, 26. Januar 1940) sowie eine große Entlassungsurkunde aus dem Reichsarbeitsdienst mit dem Recht zum weiteren Tragen der Uniform, versehen mit den Originalunterschriften von “Frick” und “Hierl”.

Der Widmungsgeber – Konstantin Hierl

Konstantin Hierl (24. Februar 1875 – 23. September 1955) war Chef des Reichsarbeitsdienstes und ein Reichsleiter der NSDAP. Nach 1945 wurde Hierl verhaftet und interniert. Vor einem Entnazifizierungsgericht wurde er am 21. August 1948 als “Hauptbelasteter” schuldig gesprochen und zu drei Jahren Arbeitslager verurteilt, jedoch aufgrund der bereits verbüßten Internierungszeit sofort freigelassen. Im Berufungsverfahren wurde das Urteil am 22. Dezember 1949 bestätigt.

Bedeutung für Sammler

Die Kombination aus echtem Damaststahl, vergoldeten Inschriften und persönlicher Widmung durch Hierl macht dieses Stück zu einer absoluten Rarität. Damaststahlklingen kamen bei RAD-Dolchen in der Standardfertigung nicht vor und wurden ausschließlich für besondere Präsentationsexemplare gefertigt. Der anbietende Händler bestätigte, dass es sich um den ersten RAD-Ehrendolch mit Geschenkwidmung handelte, den er in über 30 Jahren anbieten konnte. Nach 1945 wurden viele solcher Dolche von alliierten Soldaten als Kriegssouvenirs mitgenommen oder zerstört. Heute unterliegen Besitz und Handel in Deutschland den Regelungen des Strafgesetzbuches, insbesondere hinsichtlich der Zurschaustellung verfassungswidriger Symbole; der historische und museale Kontext ist hierbei von besonderer Bedeutung.

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