Wehrmacht Mützenabzeichen der 116. Panzer-Division (Windhund-Division)

um 1944. Feinzink, teils schwarz lackiert, seitlich mit 2 Bohrungen zum annähen. Getragen, Zustand 2-3. Eines der wenigen Originale !
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Wehrmacht Mützenabzeichen der 116. Panzer-Division (Windhund-Division)

Das Mützenabzeichen der 116. Panzer-Division, volkstümlich als "Windhund-Division" bekannt, stellt ein bemerkenswertes Beispiel militärischer Heraldik der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg dar. Dieses Abzeichen aus Feinzink, teilweise schwarz lackiert und mit seitlichen Bohrungen zum Annähen versehen, verkörpert die Identität einer der bekanntesten Panzerdivisionen der Wehrmacht.

Die 116. Panzer-Division wurde am 28. März 1944 durch Umbenennung der 16. Panzergrenadier-Division aufgestellt. Ihr charakteristisches Divisionsemblem zeigte einen springenden Windhund, der zum Namensgeber der Division wurde. Dieses Symbol sollte die Schnelligkeit, Beweglichkeit und Angriffsbereitschaft der Einheit symbolisieren – Eigenschaften, die von Panzerdivisionen besonders gefordert wurden.

Die heraldische Gestaltung militärischer Abzeichen folgte in der Wehrmacht bestimmten Richtlinien. Das Windhund-Motiv war nicht nur ein dekoratives Element, sondern diente der Identifikation und Stärkung des Korpsgeistes. Solche Divisionsabzeichen wurden typischerweise an der Schirmmütze getragen und waren ein wichtiges Erkennungsmerkmal für Angehörige der jeweiligen Einheit.

Die Herstellung aus Feinzink war im Kriegsjahr 1944 durchaus üblich, da wertvollere Metalle für kriegswichtigere Zwecke benötigt wurden. Die teilweise schwarze Lackierung diente nicht nur ästhetischen Zwecken, sondern auch dem Schutz des Materials vor Korrosion. Die seitlichen Bohrungen ermöglichten das sichere Aufnähen auf die Mützentücher der Uniformmützen.

Die 116. Panzer-Division war primär an der Westfront eingesetzt. Nach ihrer Aufstellung im Frühjahr 1944 kam sie zunächst in Frankreich zum Einsatz und war an den Kämpfen in der Normandie beteiligt. Nach dem Zusammenbruch der Westfront im Sommer 1944 wurde die Division nach Deutschland zurückverlegt und nahm an den Kämpfen im Reichsgebiet teil, einschließlich der Ardennenoffensive im Winter 1944/45.

Die Authentizität solcher Abzeichen ist heute ein wichtiges Thema für Sammler und Militärhistoriker. Originale Stücke aus der Kriegszeit sind relativ selten, da viele nach Kriegsende vernichtet wurden oder verloren gingen. Die charakteristischen Merkmale originaler Abzeichen umfassen die Materialqualität, die Herstellungstechnik und die Alterungsspuren, die mit der Zeit entstanden sind.

Das vorliegende Abzeichen weist typische Gebrauchsspuren auf, was seine authentische Verwendung während des Krieges nahelegt. Die Erhaltungszustände solcher militärischer Ausrüstungsgegenstände werden üblicherweise auf einer Skala bewertet, wobei der Zustand 2-3 auf ein getragenes, aber noch gut erhaltenes Stück hinweist.

Im historischen Kontext repräsentieren solche Abzeichen mehr als nur militärische Insignien. Sie sind materielle Zeugnisse einer spezifischen historischen Epoche und dokumentieren die organisatorische Struktur, die heraldischen Traditionen und die materielle Kultur der Wehrmacht. Für die militärhistorische Forschung bieten sie wertvolle Einblicke in die Uniformkunde, die Truppengeschichte und die Produktionsbedingungen während des Krieges.

Die Seltenheit originaler Stücke wird durch mehrere Faktoren bedingt: die relativ kurze Existenzdauer der Division (etwa ein Jahr), die Kriegsverluste, die bewusste Vernichtung nach der Kapitulation und die Tatsache, dass solche Abzeichen nicht in unbegrenzten Mengen produziert wurden. Dies macht authentische Exemplare zu begehrten Objekten für Museen und seriöse Sammler militärhistorischer Artefakte.