Panzerkampfabzeichen in Silber - Miniatur

16 mm, versilbert, an langer Nadel. Ungetragen, Zustand 2.
481637
50,00

Panzerkampfabzeichen in Silber - Miniatur

Das Panzerkampfabzeichen in Silber gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Die hier vorliegende Miniaturversion mit einer Größe von 16 mm stellt eine besondere Variante dieser militärischen Auszeichnung dar, die vor allem beim Tragen der Ausgehuniform oder zu besonderen Anlässen Verwendung fand.

Das Panzerkampfabzeichen wurde am 20. Dezember 1939 durch den Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Walther von Brauchitsch, gestiftet. Diese Auszeichnung sollte die besonderen Leistungen und den Einsatz der Besatzungen von Kampfpanzen würdigen. Die Einführung erfolgte nach den ersten erfolgreichen Panzeroperationen im Polenfeldzug, als die Bedeutung der Panzerwaffe für die moderne Kriegsführung deutlich geworden war.

Die Verleihungsbestimmungen sahen vor, dass das Abzeichen in Silber an Angehörige der Panzertruppen verliehen wurde, die an mindestens drei Panzerkampftagen teilgenommen hatten oder durch eine Verwundung während eines Panzerkampfes ausfielen. Als Panzerkampftag galt dabei ein Tag, an dem der Träger in einem Panzer aktiv an Kampfhandlungen gegen den Feind teilgenommen hatte. Die schwarze Stufe des Abzeichens war für Teilnehmer an 25, 50, 75 bzw. 100 Kampftagen vorgesehen.

Das reguläre Panzerkampfabzeichen in Silber zeigt einen frontal dargestellten Panzer Kampfwagen IV, umgeben von einem ovalen Eichenlaubkranz. Die Gestaltung stammte vom Berliner Bildhauer und Medailleur Ernst Peekhaus. Das detaillierte Design sollte die Schlagkraft und technische Überlegenheit der deutschen Panzerwaffe symbolisieren.

Die hier beschriebene Miniaturausführung unterscheidet sich von der regulären Trageversion erheblich in der Größe. Während das normale Abzeichen etwa 45 mm hoch war, misst die Miniatur lediglich 16 mm. Solche Miniaturen wurden typischerweise an einer längeren Nadel gefertigt, um sie an der Ausgehuniform, an Zivilkleidung oder an der Frackkette tragen zu können. Sie waren besonders bei Offizieren beliebt, die bei gesellschaftlichen Anlässen ihre Auszeichnungen in dezenterer Form präsentieren wollten.

Die Versilberung der Miniatur entspricht der Tradition der Abzeichenherstellung jener Zeit. Die Fertigung erfolgte meist durch spezialisierte Hersteller von militärischen Auszeichnungen, die über die erforderlichen Fertigkeiten zur Herstellung solch filigraner Stücke verfügten. Verschiedene Firmen wie Friedrich Orth aus Wien oder Hersteller aus Gablonz produzierten sowohl reguläre Abzeichen als auch Miniaturen.

Der Zustand “ungetragen” deutet darauf hin, dass dieses spezifische Exemplar nie offiziell verliehen oder getragen wurde. Dies kann verschiedene Gründe haben: Manche Stücke wurden auf Vorrat produziert, andere privat erworben, wieder andere blieben als Ersatzstücke ungenutzt. Die Bewertung mit Zustand 2 nach der üblichen Erhaltungsskala für militärische Sammlerstücke bedeutet, dass das Objekt in sehr gutem bis exzellentem Zustand ist, möglicherweise mit minimalen Lager- oder Alterungsspuren.

Die lange Nadel ist ein charakteristisches Merkmal von Miniaturen. Sie ermöglichte das Befestigen an verschiedenen Uniformteilen oder an Zivilkleidung und bot mehr Flexibilität beim Tragen als die standardmäßigen Anstecknadeln der regulären Abzeichen.

Aus militärhistorischer Perspektive dokumentiert das Panzerkampfabzeichen die zentrale Rolle, die die Panzerwaffe in der deutschen Militärdoktrin des Zweiten Weltkriegs spielte. Die Konzeption des Blitzkriegs beruhte wesentlich auf dem massiven Einsatz von Panzerverbänden, die in Zusammenarbeit mit motorisierter Infanterie und Luftunterstützung tiefe Einbrüche in feindliche Linien erreichen sollten.

Heute sind solche Miniaturen gesuchte Sammlerobjekte, die Einblick in die Auszeichnungspraxis und militärische Kultur jener Zeit geben. Sie werden von Militärhistorikern und Sammlern als wichtige Zeugnisse einer spezifischen Epoche der Militärgeschichte geschätzt, wobei stets der historische Kontext und die kritische Auseinandersetzung mit dieser Zeit im Vordergrund stehen sollte.