Wehrmacht Heer Portraitfoto, Schütze mit Feldspange

Postkartengröße. Gebrauchter Zustand.
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10,00

Wehrmacht Heer Portraitfoto, Schütze mit Feldspange

Das vorliegende Portraitfoto zeigt einen Schützen der Wehrmacht Heer in Uniform mit einer Feldspange, aufgenommen auf einem Bildträger in Postkartengröße. Solche Fotografien waren während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) von enormer persönlicher und sozialer Bedeutung und dokumentieren heute einen wichtigen Aspekt der Militärgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Der Rang des Schützen war der niedrigste Mannschaftsdienstgrad in der Wehrmacht Heer und entsprach dem zivilen Begriff des einfachen Soldaten. Nach der Heeresdienstvorschrift 300/4 war dies der Einstiegsrang für alle Wehrpflichtigen und Freiwilligen. Die Bezeichnung “Schütze” wurde besonders in Infanterie-, Panzergrenadier- und Kavallerie-Einheiten verwendet, während andere Waffengattungen eigene Bezeichnungen wie Kanonier, Pionier oder Funker verwendeten.

Die auf dem Foto sichtbare Feldspange (auch Bandspange oder Ordensspange genannt) ist besonders bemerkenswert. Diese schmalen Stoffbänder wurden auf der Uniformjacke getragen und repräsentierten die vom Soldaten erworbenen Auszeichnungen in kompakter Form. Die Feldspange wurde eingeführt, um die eigentlichen Orden und Ehrenzeichen zu schonen und im Feldeinsatz eine praktischere Alternative zu bieten. Nach der Anzugsordnung für das Heer vom 4. September 1935 und ihren späteren Ergänzungen wurden Feldspangen über der linken Brusttasche der Feldbluse getragen. Die Reihenfolge der Bänder folgte einer festgelegten Rangordnung, wobei höchste Auszeichnungen links (vom Träger aus gesehen) angebracht wurden.

Portraitfotografien in Postkartengröße (üblicherweise etwa 9 x 14 cm) waren während der NS-Zeit und des Krieges außerordentlich populär. Sie erfüllten mehrere wichtige Funktionen: Sie dienten als Erinnerungsstücke für die Soldaten selbst, wurden an Familienangehörige, Freunde und Verlobte geschickt und dokumentierten den militärischen Status und die Karriere des Abgebildeten. Viele Soldaten ließen sich bei professionellen Fotografen in Garnisonstädten oder während der Grundausbildung ablichten. Die Uniform und besonders sichtbare Auszeichnungen waren dabei von zentraler Bedeutung, da sie Tapferkeit, Dienstzeit und militärischen Rang demonstrierten.

Das Postkartenformat war nicht zufällig gewählt. Es entsprach den genormten Formaten der Feldpost und ermöglichte den kostengünstigen Versand an die Heimat. Die Feldpost war für deutsche Soldaten portofrei, und Millionen solcher Fotografien wurden während des Krieges verschickt. Sie bildeten eine wichtige emotionale Verbindung zwischen Front und Heimat in einer Zeit, in der andere Kommunikationsmittel begrenzt waren.

Der “gebrauchte Zustand” des Fotos ist typisch für solche persönlichen Dokumente. Viele dieser Aufnahmen wurden in Brieftaschen getragen, in Fotoalben eingeklebt, an Wänden aufgehängt oder häufig in die Hand genommen. Abnutzungsspuren wie Knicke, verfärbte Ecken oder Rückstände von Klebstoff zeugen von ihrer intensiven persönlichen Nutzung und dem emotionalen Wert, den sie für Besitzer und Empfänger hatten.

Aus militärhistorischer Perspektive sind solche Fotografien heute wertvolle Quellen für die Uniformkunde (Militaria) und Sozialgeschichte. Sie dokumentieren nicht nur die offiziellen Vorschriften bezüglich Uniformierung und Auszeichnungswesen, sondern auch deren praktische Umsetzung im Alltag. Fotografien zeigen oft Details, die in offiziellen Dokumenten nicht erfasst wurden, wie etwa regionale oder zeitliche Variationen in der Trageweise oder individuelle Anpassungen.

Die Wehrmacht Heer war die Landstreitkraft der Wehrmacht und mit mehreren Millionen Soldaten die größte Teilstreitkraft. Die meisten Wehrpflichtigen begannen ihre Dienstzeit als Schützen und durchliefen eine mehrmonatige Grundausbildung, bevor sie an die Front verlegt wurden. Das Tragen von Auszeichnungen, selbst in Form von Feldspangen, war für viele Soldaten eine Quelle des Stolzes und dokumentierte ihre Teilnahme an Feldzügen oder besondere Leistungen.

Heute werden solche Fotografien von Sammlern, Museen und Forschern bewahrt. Sie dienen als historische Dokumente einer der dunkelsten Perioden der deutschen und europäischen Geschichte. Ihre Erhaltung und wissenschaftliche Kontextualisierung ist wichtig für das historische Verständnis der Wehrmacht, des Zweiten Weltkriegs und der individuellen Schicksale der Millionen Soldaten, die in diesem Konflikt dienten.

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