Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ( NSDAP ) - Mitgliedsabzeichen

emaillierte Ausführung, mit RZM-Hersteller M1/163, als Knopflochausführung, Zustand 2.
512640
€ 175,00

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ( NSDAP ) - Mitgliedsabzeichen

Das Mitgliedsabzeichen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) war eines der bedeutendsten Parteisymbole des nationalsozialistischen Deutschlands zwischen 1920 und 1945. Dieses spezielle Exemplar in emaillierter Ausführung mit der RZM-Herstellermarkierung M1/163 repräsentiert die standardisierte Produktion dieser Abzeichen während der Zeit des Dritten Reiches.

Die NSDAP wurde am 24. Februar 1920 gegründet, als die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) ihren Namen änderte. Das Parteiabzeichen selbst wurde bereits 1920 eingeführt und zeigte das charakteristische Hakenkreuz in einem weißen Kreis auf rotem Grund, umgeben von einem silberfarbenen oder goldenen Ring. Dieses Design wurde zur visuellen Identität der Partei und musste von allen Parteimitgliedern getragen werden.

Die Reichszeugmeisterei (RZM) wurde 1929 als zentrale Beschaffungs- und Kontrollstelle für Uniformen, Abzeichen und Ausrüstungsgegenstände der NSDAP gegründet. Ab 1933, nach der Machtübernahme, wurde die RZM-Kennzeichnung obligatorisch für alle offiziellen Parteiinsignien. Die Herstellernummer M1/163 identifiziert einen spezifischen, von der RZM zugelassenen Produzenten. Das “M1” steht dabei für die Kategorie der Mitgliedsabzeichen, während “163” den einzelnen Hersteller bezeichnet.

Die emaillierte Ausführung war eine hochwertigere Variante im Vergleich zu den einfacheren, gestanzten oder geprägten Versionen. Der Emaillierprozess erforderte spezialisierte handwerkliche Fähigkeiten und mehrere Brennvorgänge, was diese Abzeichen teurer und haltbarer machte. Die leuchtenden Farben - das intensive Rot, das reine Weiß und das tiefe Schwarz des Hakenkreuzes - blieben durch die Emaillierung auch bei häufigem Tragen gut erhalten.

Die Knopflochausführung war die gängigste Tragevariante des Parteiabzeichens. Auf der Rückseite befand sich ein vertikaler Stift mit einer Scheibe oder Nadel, die durch das Knopfloch der Zivilkleidung gesteckt wurde. Dies ermöglichte das tägliche Tragen des Abzeichens an der Jacke oder am Mantel. Das Tragen des Parteiabzeichens war für alle NSDAP-Mitglieder verpflichtend und diente als sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit und politischen Treue.

Nach 1933 wuchs die NSDAP von etwa 850.000 Mitgliedern auf über 8 Millionen bis 1945. Jedes Mitglied erhielt nach der Aufnahme und Zahlung der Mitgliedsgebühren ein solches Abzeichen. Die Mitgliedsnummer wurde separat in einem Mitgliedsbuch dokumentiert, nicht auf dem Abzeichen selbst. Frühe Mitgliedsnummern, besonders unter 100.000, galten als prestigeträchtig und zeugten von früher Parteizugehörigkeit.

Die Qualitätskontrolle durch die RZM war streng. Hersteller mussten ihre Produkte zur Genehmigung einreichen und durften nur nach erteilter Lizenz produzieren. Dies sollte einerseits die Qualität sicherstellen, andererseits den Missbrauch und die Fälschung von Parteiinsignien verhindern. Die RZM-Markierung garantierte somit die Authentizität des Abzeichens.

Der historische Kontext dieser Objekte ist untrennbar mit den Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes verbunden. Das Tragen des Parteiabzeichens symbolisierte die Unterstützung oder zumindest die Duldung der nationalsozialistischen Ideologie und Politik, einschließlich der systematischen Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen während des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs.

Nach 1945 wurde die NSDAP durch den Alliierten Kontrollrat verboten und aufgelöst. Das Zeigen nationalsozialistischer Symbole, einschließlich des Parteiabzeichens, ist in Deutschland und mehreren anderen Ländern heute strafrechtlich verboten, mit Ausnahmen für historische Forschung, Bildung und Dokumentation. Diese Objekte dienen heute ausschließlich als materielle Zeugnisse einer dunklen Periode der deutschen Geschichte und mahnen zur Wachsamkeit gegen totalitäre Ideologien.