III. Reich - Originalunterschriften von Adolf Hitler, Benito Mussolini und Ulrich von Hassell

Es handelt sich um ein großes Foto ( 20,5 x 26,3 cm ) welches Hitler und Mussolini bei dem 1. Treffen in Venedig am 14. Juni 1934, gleich nach der Ankunft auf dem Flugplatz zeigt. Dabei steht Ulrich von Hassel, dem deutschen Botschafter in Italien. Auf dem Foto mit sehr schönen Tintensignaturen " Adolf Hitler ", " Mussolini " und " Ulrich v. Hassel ". Auf der Rückseite beschriftet und ein Zettel aufgeklebt mit Bezug auf das Foto und die Unterschriften. Das Foto sollte im Hamburger Fremdenblatt abgedruckt werden, jedoch hat Hitler dies untersagt, da Mussolini seine Unterschrift über den Kopf von Hitler gesetzt hat und dies eine Unverschämtheit sei.
Anbei ist ein Dankschreiben von dem Herausgeber des Hamburger Fremdenblattes Kurt Broschek an Frau Krogmann, Ehefrau des Hamburger Bürgermeisters Carl Vincent Krogmann, für die Zusendung des Fotos. Ebenfalls für den Besuch und Besichtigung des Verlages. Das Schreiben ist vom 15.7.1935.
Desweiteren noch eine Postkarte der Eheleute von Hassel an Frau Krogmann mit der Nachricht über das Verbot des Fotos durch ihren Gemahl, datiert Rom den 10.8.1935.
Ein einmaliges Set im guten Zustand.

Ulrich von Hassell war ein deutscher Kommunalpolitiker, Diplomat und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944. 1932 wurde von Hassell zum deutschen Botschafter in Italien ernannt. Er war entschiedener Gegner des 1937 zwischen dem Deutschen Reich, Italien und Japan geschlossenem Antikominternpakts und trat für eine abendländisch-christliche Einheit Europas ein. Im Februar 1938 wurde von Hassell von Hitler als Botschafter in Rom abberufen. Ab 1940 wurde er Mitglied im Vorstand des Mitteleuropäischen Wirtschaftstags und ein enger Mitarbeiter von Tilo von Wilmowsky. Während dieser Zeit führte er mit den Westalliierten Gespräche über die Zeit nach einem möglichen Staatsstreich. Er entwarf zusammen mit Goerdeler, Beck und Johannes Popitz Planungen für die innere Ordnung Deutschlands nach einem erfolgreichen Putsch gegen Hitler. Für eine Übergangsregierung war er als Außenminister vorgesehen. Indessen war er seit 1943 aus dem eigentlichen Zentrum des Widerstands ausgeschieden und auch über die Staatsstreichbemühungen um Claus Schenk Graf von Stauffenberg nicht mehr im Bilde. Aus mehreren Tagebucheinträgen von Hassells geht hervor, dass er vom Holocaust wusste. Am 29. Juli 1944 wurde von Hassell dennoch wegen seiner Verstrickung in den Staatsstreichversuch von der Gestapo verhaftet, was er, an seinem Schreibtisch sitzend, bereits erwartet hatte. Am 8. September wurde er nach zweitägiger Verhandlung unter Vorsitz von Roland Freisler vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und zwei Stunden später in Plötzensee mit einer Drahtschlinge gemeinsam mit Georg Alexander Hansen, Paul Lejeune-Jung, Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, Günther Smend und Josef Wirmer gehängt.
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