Kriegsmarine Ärmelabzeichen Obergefreiter für die Feldgraue Uniform

auf dunkelgrünem Tuch, ungetragen, Zustand 2.
440241
20,00

Kriegsmarine Ärmelabzeichen Obergefreiter für die Feldgraue Uniform

Das Kriegsmarine Ärmelabzeichen für Obergefreite auf feldgrauer Uniform stellt ein authentisches Zeugnis der deutschen Marineuniformkunde während des Zweiten Weltkriegs dar. Dieses spezielle Abzeichen wurde auf dunkelgrünem Tuch gefertigt und repräsentiert den Dienstgrad eines Obergefreiten der Kriegsmarine, der auf der feldgrauen Uniform getragen wurde.

Die Kriegsmarine, die offizielle Bezeichnung der deutschen Marine von 1935 bis 1945, entwickelte ein komplexes System von Rangabzeichen und Dienstgradkennzeichnungen. Nach der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht im Jahr 1935 und dem Aufbau der neuen Wehrmacht wurden auch die Uniformvorschriften grundlegend überarbeitet. Die Kriegsmarine unterschied sich in ihrer Uniformierung deutlich von Heer und Luftwaffe, behielt jedoch bestimmte traditionelle Elemente der kaiserlichen Marine bei.

Der Dienstgrad des Obergefreiten (wörtlich: Oberer Gemeiner) stellte in der Hierarchie der Mannschaftsdienstgrade die zweite Stufe dar, über dem einfachen Matrosen oder Gefreiten stehend. Dieser Rang wurde typischerweise nach einer gewissen Dienstzeit und bei Bewährung verliehen. Die Kennzeichnung erfolgte durch spezifische Ärmelabzeichen, die auf der Uniform aufgenäht wurden.

Die feldgraue Uniform war eigentlich untypisch für die Kriegsmarine, die normalerweise dunkelblaue Uniformen trug. Feldgrau war die charakteristische Farbe der Heeresuniformen. Jedoch gab es bestimmte Situationen und Einsatzbereiche, in denen auch Marineangehörige feldgraue Uniformen trugen. Dies betraf insbesondere:

Marineangehörige, die in Landeinheiten oder bei besonderen Kommandos eingesetzt waren, trugen häufig feldgraue Uniformen. Die Marineinfanterie, Küstenartillerieeinheiten und bestimmte Spezialeinheiten fielen in diese Kategorie. Auch Angehörige der Marinedivisionen, die gegen Ende des Krieges zunehmend in Landkämpfen eingesetzt wurden, trugen feldgraue Uniformen.

Das dunkelgrüne Tuch des Abzeichens ist charakteristisch für die Kriegsmarine. Während das Heer gelbe oder goldene Unterlagen für ihre Abzeichen verwendete, nutzte die Kriegsmarine traditionell dunkelgrünes oder dunkelblaues Tuch als Grundmaterial für ihre Rangabzeichen. Diese Farbgebung ermöglichte eine schnelle Identifikation der Waffengattung, selbst wenn feldgraue Uniformen getragen wurden.

Die Herstellung solcher Ärmelabzeichen erfolgte durch spezialisierte Hersteller, die von der Wehrmachtsführung autorisiert waren. Die Qualität variierte je nach Hersteller und Produktionszeitpunkt. Frühe Kriegsjahre zeigten generell eine höhere Fertigungsqualität mit feinerer Stickerei und besseren Materialien. Mit fortschreitendem Kriegsverlauf und zunehmender Materialknappheit wurden vereinfachte Versionen produziert.

Die Tatsache, dass dieses Exemplar als ungetragen beschrieben wird, erhöht seinen historischen und sammlertechnischen Wert erheblich. Ungetragene Abzeichen befanden sich entweder in Depots, bei Herstellern oder wurden aus anderen Gründen nie an Uniformen angebracht. Sie zeigen den ursprünglichen Zustand ohne Gebrauchsspuren, Ausbleichung oder Beschädigung.

Die Tragevprschriften für Ärmelabzeichen waren in den entsprechenden Uniformvorschriften der Kriegsmarine detailliert geregelt. Die Abzeichen wurden üblicherweise auf dem linken Oberarm getragen, in einer genau festgelegten Position. Die korrekte Anbringung war Teil der militärischen Disziplin und wurde bei Inspektionen überprüft.

Im Kontext der Militärgeschichte dokumentieren solche Uniformbestandteile die organisatorische Struktur und Hierarchie der Wehrmacht. Die verschiedenen Dienstgrade, ihre Kennzeichnung und die damit verbundenen Verantwortlichkeiten waren essentiell für die Funktionsfähigkeit der militärischen Organisation. Der Obergefreite hatte typischerweise bereits einige Erfahrung und konnte mit der Führung kleiner Gruppen oder speziellen Aufgaben betraut werden.

Heute sind solche Ärmelabzeichen wichtige Studienobjekte für Militärhistoriker und Uniformkundler. Sie helfen bei der Authentifizierung von Uniformen in Museen und Sammlungen und tragen zum Verständnis der militärischen Organisationsstrukturen bei. Der Zustand 2 (in der üblichen Sammlerbewertung von 1-6, wobei 1 neuwertig ist) deutet auf ein sehr gut erhaltenes Stück hin, das minimale Lagerspuren aufweisen könnte, aber insgesamt in exzellentem Zustand ist.