Goldenes Ehrenzeichen der Hitlerjugend mit Eichenlaub Sonderstufe mit Brillanten und Rubinen

Es handelt sich hierbei um eine aufwendige mehrteilige Fertigung in allerbester Juweliersqualität. Das Abzeichen ist aus 14 Karat Gold gefertigt, das rückseitige Nadelsystem ebenfalls. Umlaufend mit Eichenlaub und Eicheln, per Hand nachgearbeitet. Das eingesetzte HJ-Abzeichen ist aus Weißgold, im Zentrum das schwarz emaillierte Hakenkreuz. Das HJ-Ehrenzeichen ist mit insgesamt 8 Diamanten und 6 Rubinen besetzt, welche besonders geschliffen wurden, um in das HJ-Abzeichen einzupassen. Rückseitig gestempelt "585" Gold. Höhe 32,8 mm, Breite 20,3 mm. Nur leicht getragen in hervorragendem Zustand.
Das Goldene Ehrenzeichen der HJ wurde am 23.6.1934 durch den Reichsjugendführer Baldur von Schirach gestiftet, insgesamt über 130.000 Verleihungen. Bereits ab 1934 wurde das Goldene Ehrenzeichen mit Eichenlaubrand an hohe Persönlichkeiten innerhalb und außerhalb der HJ verliehen, man geht von ca. 400 Verleihungen aus.
Die Sonderstufe mit Eichenlaubrand, Brillanten und Rubinen wurde ab 1942 (neben dem Ehrenzeichen der Reichsjugendführung für verdiente Ausländer) verliehen. Es existieren keine amtlichen Verfügungen, es wird von 4-5 Verleihungen ausgegangen. Ein Stück als Damenausführung an Querbrosche wurde an die Ehefrau de rumänischen Staatspräsidenten Marschall Antonescu, Madame Maria Antonescu verliehen.

Extrem selten, uns ist kein weiteres Stück bekannt.
424942

Goldenes Ehrenzeichen der Hitlerjugend mit Eichenlaub Sonderstufe mit Brillanten und Rubinen

Das Goldene Ehrenzeichen der Hitlerjugend mit Eichenlaub, Sonderstufe mit Brillanten und Rubinen stellt die absolut höchste Auszeichnung innerhalb des Systems der Hitlerjugend-Ehrenzeichen dar und gehört zu den seltensten Auszeichnungen des nationalsozialistischen Deutschland überhaupt. Diese außergewöhnliche Ehrung dokumentiert nicht nur die hierarchische Struktur der NS-Jugendorganisation, sondern auch die Bedeutung, die das Regime der symbolischen Anerkennung höchster Verdienste beimaß.

Die Entwicklung der HJ-Ehrenzeichen begann mit der Stiftung des Goldenen Ehrenzeichens der Hitlerjugend am 23. Juni 1934 durch Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Dieses grundlegende Ehrenzeichen wurde für Angehörige der Hitlerjugend, des Deutschen Jungvolks, des Bundes Deutscher Mädel oder des Jungmädelbundes verliehen, die bereits vor dem Reichsjugendtag in Potsdam am 2. Oktober 1932 aktiv gewesen waren, oder für außerordentliche Verdienste nach fünf Jahren ununterbrochenen Dienstes. Von dieser Stufe wurden insgesamt etwa 120.000 bis 130.000 Verleihungen vorgenommen, was sie zu einer verhältnismäßig verbreiteten Auszeichnung machte.

Die Version mit Eichenlaubrand wurde 1935 eingeführt und stellte eine deutlich exklusivere Ehrung dar. Sie wurde an hochrangige HJ-Persönlichkeiten sowie an verdiente Personen innerhalb und außerhalb der HJ verliehen. Mit etwa 400 Verleihungen war diese Stufe bereits erheblich seltener. Spezialisierte Datenbanken dokumentieren bis 2024 insgesamt 153 namentlich bekannte Empfänger der Eichenlaubversion, darunter zahlreiche HJ-Gebietsführer, SS-Offiziere und NSDAP-Funktionäre.

Die hier vorliegende Sonderstufe mit Brillanten und Rubinen bildete die absolute Spitze dieser Hierarchie. Ab 1942 wurde diese Version als persönliche Ehrengabe des Reichsjugendführers Baldur von Schirach an höchstrangige Empfänger verliehen. Die Schaffung dieser außergewöhnlichen Auszeichnung erfolgte mitten im Zweiten Weltkrieg, zu einer Zeit, als Edelmetalle und Edelsteine äußerst knapp waren, was ihren exzeptionellen Status zusätzlich unterstreicht.

Die technische Ausführung entspricht höchster Juwelierkunst. Das Abzeichen besteht aus mehreren Komponenten: einem Kranz aus handbearbeitetem Eichenlaub und Eicheln in 14-karätigem Gold (585er Feingehalt), einem zentralen HJ-Abzeichen in Weißgold mit schwarz emailliertem Hakenkreuz im Zentrum, sowie insgesamt acht Diamanten und sechs Rubinen, die speziell geschliffen wurden, um in das HJ-Abzeichen eingepasst zu werden. Das rückseitige Nadelsystem ist ebenfalls aus 14-karätigem Gold gefertigt und trägt den Feingehaltsstempel “585”. Die Abmessungen betragen 32,8 mm in der Höhe und 20,3 mm in der Breite bei einem Gewicht von 8,64 Gramm.

Die dokumentierten Empfänger dieser höchsten Stufe umfassen Adolf Hitler, Baldur von Schirach selbst sowie Henriette von Schirach. Die Quellenlage zur genauen Anzahl der Verleihungen ist widersprüchlich und zeigt die Schwierigkeiten bei der historischen Rekonstruktion dieser seltenen Auszeichnung.

Baldur von Schirach diente von 1931/1933 bis 1940 als Reichsjugendführer, bevor er Gauleiter von Wien wurde. Unter seiner Führung entwickelte sich die Hitlerjugend zur einzigen legalen Jugendorganisation in Deutschland. 1936 wurde sie zur alleinigen Jugendorganisation erklärt, und im März 1939 wurde die Mitgliedschaft obligatorisch. Zu diesem Zeitpunkt zählte die HJ etwa acht Millionen Mitglieder im Alter von zehn Jahren und älter.

Nach 1945 wurde das öffentliche Tragen und Zeigen aller Auszeichnungen der NSDAP, einschließlich der HJ-Ehrenzeichen, sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in der Deutschen Demokratischen Republik verboten. Im modernen Deutschland fallen solche Objekte unter §86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und dürfen nicht öffentlich gezeigt werden. Ihr Besitz ist nur zu historischen, bildungsbezogenen oder wissenschaftlichen Zwecken zulässig. Die Ehrenzeichen befinden sich heute ausschließlich in Museen, Archiven und Privatsammlungen militärhistorischer Objekte.

r