Wehrmacht Mützenabzeichen der 11. Panzer - Division "Angern"

um 1940. Offizielles Abzeichen für die Angehörigen des Schützenregiments 111, an Nadel. Getragen, Zustand 2.
373944
350,00

Wehrmacht Mützenabzeichen der 11. Panzer - Division "Angern"

Das Mützenabzeichen der 11. Panzer-Division stellt ein bedeutendes Zeugnis der deutschen Militärgeschichte des Zweiten Weltkriegs dar. Die 11. Panzer-Division, die den Traditionsnamen “Gespenster-Division” trug, wurde am 1. August 1940 in Schlesien aufgestellt und entwickelte sich zu einem der bekanntesten Panzerverbände der Wehrmacht.

Die Division entstand aus der Umbenennung und Umgliederung der 11. Schützen-Brigade, wobei das Schützenregiment 111 eine zentrale Rolle spielte. Dieses Regiment bildete zusammen mit dem Schützenregiment 110 die motorisierte Infanterie der Division. Der Begriff “Schützenregiment” bezeichnete in der Wehrmacht die motorisierten Infanterieeinheiten, die den Panzerverbänden zugeordnet waren und später in Panzergrenadier-Regimenter umbenannt wurden.

Das vorliegende Abzeichen stammt aus der Zeit um 1940 und war als offizielles Erkennungszeichen für die Angehörigen des Schützenregiments 111 vorgesehen. Solche Divisionsabzeichen dienten mehreren Zwecken: Sie stärkten den Korpsgeist und die Identifikation mit der Einheit, ermöglichten die schnelle Erkennung von Kameraden und dokumentierten die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Verband. Die Abzeichen wurden typischerweise an der Schirmmütze getragen, befestigt durch eine Nadel auf der Rückseite.

Die Herstellung solcher Abzeichen erfolgte meist durch spezialisierte Firmen, die offizielle Aufträge erhielten. Die Qualität und Ausführung variierte je nach Herstellungszeitpunkt und verfügbaren Materialien. Frühe Abzeichen aus der Zeit um 1940 zeichneten sich häufig durch hochwertige Verarbeitung und präzise Details aus, während spätere Kriegsproduktionen aufgrund von Materialknappheit oft vereinfacht wurden.

Die 11. Panzer-Division nahm an zahlreichen bedeutenden Operationen teil. Nach ihrer Aufstellung wurde sie zunächst im besetzten Frankreich stationiert. Ab Juni 1941 kämpfte die Division im Unternehmen Barbarossa, dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion. Sie war an der Kesselschlacht von Kiew beteiligt und kämpfte später bei Rostow. Im weiteren Kriegsverlauf operierte die Division sowohl an der Ostfront als auch nach 1943 in Italien und Frankreich.

Das Schützenregiment 111 durchlief während des Krieges mehrere organisatorische Veränderungen. 1942 wurde es gemäß der allgemeinen Umorganisation der Panzerverbände in Panzergrenadier-Regiment 111 umbenannt. Diese Umbenennung spiegelte die gewachsene Bedeutung und die veränderte taktische Rolle der motorisierten Infanterie wider, die eng mit den Panzereinheiten zusammenarbeitete.

Die Träger solcher Abzeichen waren Soldaten unterschiedlicher Dienstgrade, von einfachen Schützen bis zu Offizieren. Das Tragen von Divisionsabzeichen war zwar verbreitet, unterlag jedoch bestimmten Regelungen. Nicht alle Einheitsabzeichen waren offiziell genehmigt, doch das vorliegende Abzeichen des Schützenregiments 111 wird als offizielles Abzeichen beschrieben.

Aus militärhistorischer Perspektive sind solche Abzeichen wertvolle Quellen für die Erforschung der Organisationsstruktur, der Traditionsbildung und des Selbstverständnisses militärischer Einheiten. Sie dokumentieren die materielle Kultur des Militärs und geben Einblick in die Symbolik und Identitätsbildung innerhalb der Wehrmacht. Sammler und Forscher schätzen diese Objekte als authentische Zeitzeugen, die einen direkten Bezug zu den historischen Ereignissen und den beteiligten Personen herstellen.

Der erhaltene Zustand des Abzeichens mit seiner Nadelbefestigung entspricht der typischen Trageweise dieser Epoche. Die Bewertung “Zustand 2” deutet auf ein gut erhaltenes Stück mit normalen Gebrauchsspuren hin, was bei einem getragenen Abzeichen aus dieser Zeit durchaus erwartbar ist. Solche Gebrauchsspuren verleihen dem Objekt zusätzliche Authentizität und historischen Wert.

Die Beschäftigung mit solchen militärhistorischen Objekten erfordert stets eine kritische und kontextbewusste Herangehensweise. Sie dienen der historischen Dokumentation und Forschung und helfen, ein vollständigeres Bild der militärischen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu zeichnen, ohne die mit dieser Geschichte verbundenen Verbrechen und das menschliche Leid zu vergessen.