RAD Dienstauszeichnung für Frauen 1. Stufe für 25 Jahre - Miniatur
Sehr selten !
Die RAD Dienstauszeichnung für Frauen 1. Stufe für 25 Jahre in Miniaturform repräsentiert eine der seltensten Auszeichnungen des nationalsozialistischen Deutschland. Der Reichsarbeitsdienst (RAD) wurde 1935 als staatliche Organisation zur Durchführung gemeinnütziger Arbeitsprojekte etabliert und war ein zentraler Bestandteil der NS-Ideologie.
Der Arbeitsdienst für Frauen, bekannt als Reichsarbeitsdienst der weiblichen Jugend (RAD/wJ), wurde 1939 eingeführt und zunächst auf freiwilliger Basis organisiert. Erst 1941 wurde der Dienst für alle unverheirateten Frauen zwischen 17 und 25 Jahren zur Pflicht. Die weiblichen RAD-Angehörigen, genannt “Arbeitsmaiden”, leisteten hauptsächlich landwirtschaftliche Arbeit, Haushaltsführung und später kriegswichtige Tätigkeiten.
Die Dienstauszeichnung für 25 Jahre Dienst war äußerst selten zu erreichen, da der weibliche Arbeitsdienst erst 1939 begann und das Deutsche Reich bereits 1945 kapitulierte. Theoretisch hätte eine Frau mindestens seit 1920 im vorgelagerten freiwilligen Arbeitsdienst tätig sein müssen, um 1945 auf 25 Dienstjahre zu kommen. Dies erklärt die außerordentliche Seltenheit dieser Auszeichnung.
Das Miniaturformat mit 16 mm Durchmesser entspricht den üblichen Proportionen deutscher Miniaturorden und wurde zu besonderen Anlässen oder bei Zivilkleidung getragen. Der charakteristische Bandadler auf dem Ordensband zeigt die typische Symbolik des RAD mit dem Reichsadler.
Die Auszeichnung wurde gemäß der Stiftungsverordnung vom 15. Januar 1940 verliehen, wobei die verschiedenen Stufen unterschiedliche Dienstzeiten würdigten. Die 1. Stufe für 25 Jahre stellte die höchste Ehrung dar und war praktisch nur an wenige langjährige Funktionärinnen oder Verwaltungsangestellte verleihbar.
Nach 1945 verloren alle RAD-Auszeichnungen ihre offizielle Anerkennung. Heute sind sie ausschließlich von historischem und sammlerischem Interesse. Die extreme Seltenheit der 25-Jahres-Auszeichnung für Frauen macht sie zu einem bedeutsamen Zeugnis der komplexen Sozialgeschichte des Dritten Reiches und der Rolle der Frauen in den nationalsozialistischen Massenorganisationen.